11. Oktober 2021 / 15:02 Uhr

Janelt macht's: SG Elmenhorst/Tremsbüttel stürzt SSC Hagen Ahrensburg von der Spitze

Janelt macht's: SG Elmenhorst/Tremsbüttel stürzt SSC Hagen Ahrensburg von der Spitze

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Victor Janelt war mit seinem Tor in der 89. Minute der Matchwinner für die SG Elmenhorst/Tremsbüttel. Man brachte dem SSC Hagen Ahrensburg die erste Saisonniederlage bei.
Victor Janelt war mit seinem Tor in der 89. Minute der Matchwinner für die SG Elmenhorst/Tremsbüttel. Man brachte dem SSC Hagen Ahrensburg die erste Saisonniederlage bei. © SG Elmenhorst/Tremsbüttel
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Die SG Elmenhorst/Tremsbüttel sorgt für erste Niederlage des SSC Hagen Ahrensburg. Doppelpack von Mika Könemann bringt WSV Tangstedt im Spiel gegen den Leezener SC zurück an die Spitze. Schlusslicht SV Borussia Möhnsen verliert Spiel gegen SSV Pölitz innerhalb von wenigen Minuten: "Ein sehr enttäuschender Nachmittag, denn wenn man solche Spiele nicht gewinnt, welche sonst?" Starker Kopfball von Andre Kossowski in der 94. Minute rettet dem SSV Güster einen Punkt gegen TuS Hoisdorf. 

Joker Victor Janelt sorgt für großen Jubel der SG Elmenhorst/Tremsbüttel

SG Elmenhorst/Tremsbüttel - SSC Hagen Ahrensburg 3:2

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Im siebten Spiel ist es passiert: Der bisherige Spitzenreiter SSC Hagen Ahrensburg musste im Auswärtsspiel bei der SG Elmenhorst/Tremsbüttel die erste Saisonpleite einstecken. Sebastian Haupt brachte seine Farben auf den Siebenbergen nach exakt einer halben Stunde in Führung. Ahrensburg ließ sich jedoch keineswegs lumpen und glich nur wenige Augenblicke später durch Rico Pohlmann aus. Ab der 56. Minute sah es nicht nach einem Heimdreier für die SG aus, denn Jurek Keller sorgte für den SSC-Führungstreffer. Der Torhunger von Sebastian Haupt war aber auch noch nicht gestillt: In der 68. markierte er das 2:2. Dann lief die 89. Minute und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Victor Janelt, der zur Halbzeit ins Spiel gekommen war, machte per Kopf das späte 3:2. Der 27-Jährige ist der Bruder von Vitaly Janelt, der für den FC Brentford in der Premier League spielt und von Vincent Janelt (aktuell SV Curslack-Neuengamme). Elmenhorst baut seine Super-Serie somit weiter aus, hat alle seiner letzten vier Duelle gewonnen und bleibt Vierter. Hagen ist nach diesem Wochenende hinter dem WSV Tangstedt Zweiter.

Christoph Jobmann (Elmenhorst): "Im Endeffekt ein nicht ganz unverdienter Sieg gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter. Die ersten 30 Minuten waren wir gar nicht im Spiel. Unsere Führung fiel quasi aus dem Nichts. Im direkten Gegenzug kassieren wir den Ausgleich. Bis zur Halbzeit konnten wir uns dann etwas fangen. Im zweiten Abschnitt kamen wir deutlich besser zurecht, indem wir den SSC früher anliefen. Das 1:2 fiel dann durch einen blitzsauberen Konter der Hagener in einer eigentlich guten Phase von uns. Durch eine Ecke konnten wir dann zwölf Minuten nach der Gästeführung den Ausgleich erzielen, ehe wir eine Minute vor Schluss sogar den vielumjubelten und zu dem Zeitpunkt nicht ganz unverdienten Führungstreffer erzielen konnten - blitzsaubere Flanke des eingetauschten Westphal auf den ebenfalls eingetauschten Janelt, der per Kopf vollendete. Richtig gute Leistung in der zweiten Halbzeit. Wir sind absolut stolz auf die Jungs."

Aydin Taneli (Ahrensburg): "In der ersten Halbzeit waren wir fußballerisch klar die bessere Mannschaft, geraten unverdient in Rückstand. Aber nur eine Minute später machen wir direkt das 1:1. Eigentlich hätten wir da schon führen müssen, haben uns also für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen. Leider hat sich Rico Pohlmann mit Adduktorenproblemen verletzt. Die Präsenz war nicht mehr so da wie zuvor. Dann führen wir 2:1 und sie machen nach einem Standard das 2:2 und kurz vor Schluss sogar noch das 3:2. Ein bisschen bitter, weil wir eigentlich gut gespielt haben. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, aber dafür kann man sich jetzt nichts kaufen. Wir werden die Niederlage aufarbeiten und unsere Schlüsse daraus ziehen. In der nächsten Woche setzen wir alle Kraft, um die drei Punkte zu holen."

Doppelpack von Mika Könemann bringt WSV Tangstedt im Spiel gegen den Leezener SC zurück an die Spitze

WSV Tangstedt - Leezener SC 3:1

Dank eines 3:1-Heimsieges über den Leezener SC schnappt sich der WSV Tangstedt nun wieder den Platz an der Sonne und tauscht mit Ahrensburg die Plätze. Das unbesiegte Tangstedt hat nun 19 von 21 möglichen Zählern auf der Habenseite, eine starke Bilanz. Es dauerte bis wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff, als Sören Ostermann seine Farben in Führung schoss. Tangstedt kam wacher aus der Pause, konnte in der 50. durch Mika Könemann erhöhen. Ein Eigentor von Janik Jensen sieben Minuten später ließ noch einmal Spannung aufkommen. Doch als erneut Könemann für das 3:1 sorgte, ließ dieser Zwischenstand die Erfolgschancen des WSV um einiges steigern. Souverän brachte man die drei Punkte über die Ziellinie und ließ nichts mehr anbrennen.


Kevin Steen (Tangstedt): "Wir hatten die ganze Zeit über mehr Spielanteile und daher völlig verdient gewonnen. Mika und Sören habe ihre Hausaufgaben gemacht."

Sascha Lütjens (Leezen): "Eigentlich ein ganz gutes Spiel gemacht, aber leider wieder einmal nicht belohnt worden. Erste Halbzeit Chancen auf beiden Seiten mit den Klareren für uns. Gehen wir in Führung, hätte sich niemand beschweren dürfen. Dann mit dem Pausenpfiff der Rückstand nach Stellungsfehler. Zweite Halbzeit nach dem schnellen 2:0 die richtige Antwort gegeben. Mit der Zeit wurden die Aktionen etwas ungenauer und einige Entscheidungen des Gespanns musste man auch nicht verstehen. Wir hätten heute nicht verlieren müssen."

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Schlusslicht SV Borussia Möhnsen verliert Spiel gegen SSV Pölitz innerhalb von wenigen Minuten

SV Borussia Möhnsen - SSV Pölitz 1:2

Nach einer knappen Heimpleite gegen den SSV Pölitz bleibt Borussia Möhnsen mit nur vier Punkten Schlusslicht der Verbandsliga Süd. Da die anderen Teams aus der unteren Region ebenfalls nicht großartig punkten konnten, ist das rettende Ufer aber noch immer in Reichweite. Fakt ist aber auch: Die Borussia unterliegt zum dritten Mal in Folge und dieses Mal war es denkbar knapp. Nach einer halben Stunde ging der SV nach einem Tor von Timo Jahnke in Führung und es sah gut aus. In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts ließ eine glatt rote Karte für Linus Bozek die Siegchancen der Möhnsener zunächst weiter steigern. Mit spielentscheidend waren dann die ersten zehn Minuten nach der Pause. In der 54. gelang Nicolas Ückert das 1:1, Fetanet Aksoy wurde nur zwei Minuten danach zum Duschen geschickt. Den darauffolgenden Elfmeter verwandelte Luca Kähler zur Pölitzer Führung. Auch wenn Möhnsen mit diversen Wechseln noch versuchte, den Bock umzustoßen: Die drei Punkte bleiben schlussendlich in Pölitz. Im Endeffekt hat man diese Begegnung binnen weniger Minuten aus der Hand gegeben.

Felix Stamer (Möhnsen): "Dieses Spiel dürfen wir einfach nicht mehr aus der Hand geben. Die 1:0-Führung zur Halbzeit war hochverdient, man hatte das Spiel im Griff. Abgesehen von der teilweise unnötig harten Gangart, die von den Unparteiischen leider eher noch gefördert statt unterbunden wurde, war von Pölitz in den ersten 45 Minuten nichts zu sehen. Leider kamen wir wie ausgewechselt aus der Kabine und geben mit absolut indiskutabler Körpersprache das Spiel binnen fünf Minuten aus der Hand, trotz Überzahl. Zwar konnten wir das Spiel danach im Zehn gegen Zehn wieder offen gestalten, wirklich zwingend wurde es dann aber in keinem der beiden Strafräume. Ein sehr enttäuschender Nachmittag, denn wenn man solche Spiele nicht gewinnt, welche sonst?"

Masood Hamdart (Pölitz): "Das Spiel war von Anfang an geprägt von viel Unruhe, die durch die Heimtrainer, Zuschauer und beiden Mannschaften auf den Platz projiziert wurde. Möhnsen selbst wurde nur durch lange hohe Bälle gefährlich, die sie mit jeweils einem Kontakt in die Spitze gespielt haben. Damit hatten wir anfänglich unsere Probleme. So kamen wir dann auch zum Rückstand. Die rote Karte im Anschluss zu unserem Nachteil war berechtigt und gerechtfertigt. Die zweite Halbzeit haben wir von Beginn an dominiert. Wir wollten - trotz dessen, dass wir in Unterzahl weiterspielen - früh treffen, um Möhnsen dann unser Spiel aufzwingen, was auch sehr gut geklappt. Der erste Treffer fiel nach einer gute nRaumöffnung und dem daraus resultierenden Platz. Ein klassischer Sonntagsschuss von Ückert. Der Elfmeter danach war mehr als berechtigt. Das Tor vom wiederholt bärenstark aufspielenden Kähler beflügelte uns umso mehr. Fortan haben wir den Gegner beherrscht. Über die gesamte Spieldauer und dem Spielanteil war der Sieg mehr als berechtigt. Ich bin stolz auf die mentale Stärke der Mannschaft. Die harte Spielweise des Gegners hat uns zu keinem Zeitpunkt von unseren Matchplan abgebracht."

Starker Kopfball von Andre Kossowski in der 94. Minute rettet dem SSV Güster einen Punkt gegen TuS Hoisdorf

SSV Güster - TuS Hoisdorf 3:3

Eine Punkteteilung im Abstiegsduell, die weder dem SSV Güster noch dem TuS Hoisdorf so wirklich weiterhilft. Vielleicht dem SSV noch etwas mehr als den Hoisdorfern, auch wenn man den Spielverlauf betrachtet. Denn zur Pause lag der Gast noch mit 3:1 vorn und hatte beste Erfolgsaussichten. Schon nach sechs Minuten stand es an der Roseburger Straße 1:1. Zwar erzielte Jirko Nöthling den ersten TuS-Treffer, doch Jona Hiepko glich beinahe postwendend aus. Stürmer Fabian Koch war es, der die Hoisdorfer in der 36. Minute wieder in Front schoss. Wenige Sekunden vor der Halbzeit setzte Morten Weirauch einen Elfmeter zum 3:1 in die Maschen. Dieses Ergebnis hatte auch bis zur 84. Minute Bestand. Fühlte sich Hoisdorf etwa bereits wie der sichere Sieger? Man sollte sich getäuscht fühlen: Nach dem Anschlusstreffer von Max Meyer warf Güster alles nach vorne belohnte sich nach starkem Comeback in der vierten Minute der Nachspielzeit mit der letzten Aktion. Andre Kossowski war der Torschütze.

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Marcel Grupe (Güster): "Die ersten drei Minuten haben wir mal wieder geschlafen, das müssen wir schleunigst abstellen. Zum Glück haben wir direkt das 1:1 im Anschluss gemacht. Danach war es ziemlich ausgeglichen. Durch einen Stellungsfehler in der Innenverteidigung bekommen wir das 1:2. Das 1:3 durch einen Elfmeter war eine klare Fehlentscheidung. Im Gegenzug bekommen wir einen klaren Strafstoß nicht zugesprochen.  In der zweiten Halbzeit war meine Mannschaft sofort präsent und gierig. Wir haben alles oder nichts gespielt und Hoisdorf kam nur noch zu ein paar Kontern. Wir waren nun klar die bessere Mannschaft, fußballerisch und mental. Das 3:3 in aller letzter Sekunde war ein herausragender Kopfball von Andre Kossowski. Aber der Wille meiner Mannschaft war das Beste heute. Ich bin sehr stolz!"

Yilmaz Ince (Hoisdorf): "Wir wollten an diesem Wochenende unbedingt den Dreier und somit die Big Points mitnehmen. Wir kamen auch sehr gut ins Spiel. Das 1:0 fiel durch eine gute Kombination, wo Koch Übersicht behielt und quer auf Nöthling gelegt hat, der nur noch einschieben musste. Wir verpassten jedoch in der Folgezeit mit Koch und Schneider auf 2:0 zu erhöhen. Durch eine unglückliche Kopfverlängerung nach einem Einwurf von Güster fiel der Ball direkt vor die Füße eines gegnerischen Spielers, der klasse abschließen konnte und somit das Ergebnis auf 1:1 egalisiert hat. Es begann eine gute Phasen von Güster, jedoch ohne Gefahr. Mit einem klasse Pass in die Schnittstelle der Abwehr von Wache konnte Koch für uns auf 2:1 erhöhen. Mit dem 3:1 nach einem Elfer von Weirauch nach Foul an Schneider kurz vor der Halbzeit sah auch alles vielversprechend für einen Dreier für uns aus. Wir wussten, dass Güster nach der Halbzeit alles geben würde, um uns den Sieg abzunehmen. Nach fünf bis sechs vergebenen klarsten Chancen kam Güster zum Anschlusstreffer und in der Nachspielzeit auch leider noch zum Ausgleich. Ich muss an diesem Spieltag sagen, dass wir aufgrund des Spielverlaufs klar zwei Punkte liegenlassen haben. Die Mannschaft war selbstkritisch und enttäuscht, aber wir werden weiter alles geben. Dennoch Glückwunsch an Güster für den Punkt."