29. Oktober 2019 / 12:35 Uhr

Jannes Vollert hat sich beim Halleschen FC etabliert

Jannes Vollert hat sich beim Halleschen FC etabliert

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Innenverteidiger Jannes Vollert hat sich beim Halleschen FC durchgesetzt.
Innenverteidiger Jannes Vollert hat sich beim Halleschen FC durchgesetzt. © Hallescher FC
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21-jähriges Innenverteidiger-Talent aus Rendsburg rockt die 3. Liga

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Fußballprofi Jannes Vollert vom Halleschen FC geht seinen Weg. Der 21-Jährige wechselte auf Leihbasis im Sommer vom Bundesligisten Werder Bremen für zwei Jahre in die 3. Liga zum Halleschen FC. Nach anfänglichen "Schwierigkeiten" steht das 1,86 m große Innenverteidiger-Talent seit dem fünften Spieltag in der Startelf des HFC und überzeugt durch konstant gute Leistungen. Der ehemalige DFB-U18-Nationalspieler wechselte 2015 aus der Jugend von Holstein Kiel an die Weser in den Bundesliganachwuchs von Werder Bremen und steht dort noch bis 30.06.2022 unter Vertrag. Dem KN-Sportbuzzer stand der gebürtige Rendsburger nach dem 3:3- Unentschieden am vergangenen Sonnabend gegen den SV Meppen im Interview Rede und Antwort.

KN-Sportbuzzer: Jannes, hast du dich nach deinem Wechsel von Werder Bremen gut in Halle eingelebt?

Jannes Vollert: Ich finde die Städte sind vergleichbar. In der einen Stadt fließt die Weser und in der anderen Stadt die Saale. Von daher bin ich von Anfang an gut in Halle klar gekommen und lebe auch gerne hier. Alle Menschen haben mich gut aufgenommen und ich wusste sofort, dass ich hier erfolgreich Fußball spielen kann. Dazu haben mir meine Mannschaftskollegen am Anfang auch sehr geholfen, indem sie mir Tipps gegeben haben wo man mal gut essen gehen kann oder welche Orte man unbedingt in Halle gesehen haben muss.

HFC-Chefcoach Torsten Ziegner hat dich zu Saisonbeginn als neuen Abwehrchef tituliert, jedoch hast du die ersten vier Spieltage auf der Ersatzbank gesessen, oder warst nicht im Kader. War die Umgewöhnung von der Regionalliga zur 3. Liga so groß?

Dass die Umgewöhnung zu groß war würde ich jetzt nicht sagen, da ich schon vorletzte Saison in der 3. Liga mit der Werder U23 gekickt habe. Ich wusste von Anfang an, dass ich mit meinen jungen Jahren Anlaufzeit brauche, um mich in das Team reinzuspielen. Ich war neu dabei und unser Team hat sehr hohe Qualität im Kader und von daher hatte unser Trainer dann erstmal die Qual der Wahl. Ich habe das akzeptiert, weiter gearbeitet und wurde dann letztendlich mit Einsätzen belohnt.

Seit dem Heimspiel am fünften Spieltag gegen FC Bayern München II hast du alle Spiele gespielt und warst in der Startelf. Bist du sportlich in Halle angekommen?

Ich denke, dass ich jetzt sportlich angekommen bin. Wir haben ein super Trainerteam und unser Training findet täglich auf hohem Niveau statt. Hier kann ich noch einiges lernen, besonders von meinen erfahrenen Mitspielern. Ich habe auch viel Spielpraxis bekommen, von daher bin ich echt zufrieden was meine ersten Monate in Halle angeht. Trotzdem bin ich mir im Klaren, dass Fußball ein sehr schnelllebiges Geschäft ist und viel passieren kann .

Ihr steht mit 25 Punkten vor dem MSV Duisburg auf Tabellenplatz 1. Wo siehst du euch am Saisonende?

Momentan sind wir auf dem ersten Tabellenplatz, aber die Saison ist noch lang. Wir können zwar jetzt zufrieden sein mit der Platzierung, aber am 18 Spieltag kann das Ganze wieder anders aussehen. Wir wollen natürlich oben dran bleiben. Wenn wir weiter von Spiel zu Spiel denken, können wir das schaffen. Die Qualität im Kader ist auf jeden Fall vorhanden, aber wir denken realistisch und heben nicht ab, nur weil wir im Moment vorne sind.

Du bist erst 21 Jahre jung und glänzt als Innenverteidiger mit guten Leistungen in der 3. Liga. Siehst du deine Zukunft in der 1. Bundesliga?

Es ist der Traum und das Ziel jedes Fußballers, irgendwann in der Bundesliga zu spielen. Ich bin noch jung und werde noch viel erleben. Momentan bin ich in Halle sehr zufrieden, alles weitere kommt nach und nach. Mit harter Arbeit kann man viel erreichen und von daher mache ich mir keinen Druck, zeitnah in die Bundesliga zu müssen.

Du hast im Pokalspiel beim Verbandsligisten SG Rot-Weiß Thalheim und während der letzten Länderspielpause im Testspiel gegen Erzgebirge Aue als Torschütze von dir Reden gemacht. Schlummert ein kleiner Torjäger in dir?

Ja, in den beiden Spielen bin ich mal als Verteidiger vorgerückt und habe jeweils ein Kopfballtor erzielt. Das gibt natürlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der Liga. Vielleicht gelingt mir in der Meisterschaft auch mal ein Treffer, obwohl es egal ist wer die Tore erzielt. Unsere Standards kommen eigentlich immer recht gut. Ein Torjäger werde ich aber wohl nicht mehr und konzentriere mich lieber auf meine defensiven Aufgaben.

Jannes, vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Infos zu Jannes Vollert

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Sven Boy trug zwar auch das Trikot von Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth und Arminia Bielefeld, aber die mit Abstand längste Amtszeit verbrachte der Verteidiger bei Holstein Kiel. Zwischen 2004 und 2010 bestritt Boy für die Störche 146 Spiele und erzielte sechs Tore. ©
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