17. März 2021 / 21:42 Uhr

Järvinen dreht auf: Grizzlys Wolfsburg siegen 3:1 bei den Kölner Haien

Järvinen dreht auf: Grizzlys Wolfsburg siegen 3:1 bei den Kölner Haien

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Torjubel von Sebastian Furchner (Wolfsburg #17) und Enttaeuschung bei Dominik Tiffels (Koeln #7), Torwart Hannibal Weitzmann (Koeln #67) und Kevin Gagne (Koeln #92)

Koelner Haie vs. Grizzlys Wolfsburg
- Penny-DEL 2020/21 -15. Spieltag

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Wolfsburg auf dem Weg zum Sieg: Sebastian Furchner jubelt nach dem 1:0 beim 3:1 in Köln. © Mathias M. Lehmann
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Guter Abschluss des ersten Saison-Teils für die Grizzlys Wolfsburg im Eishockey-Oberhaus. Vor der Verzahnungsrunde mit der Süd-Gruppe sprangen sie durch ein 3:1 bei Verfolger Kölner Haie noch auf Rang drei im Norden. Die ersten Vier kommen am Ende in die Play-Offs um den Titel. Bärenstark war dabei der Finne Matti Järvinen.

So geht es doch! Die Grizzlys Wolfsburg beendeten ihre kleine Niederlagen-Serie im Eishockey-Oberhaus mit einer hochkonzentrierten Leistung und einem verdienten 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) bei den Kölner Haien. Ganz stark war Matti Järvinen mit einem Tor und zwei Vorlagen. Außerdem trafen Max Görtz und Dominik Bittner für das Team von Trainer Pat Cortina.

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Die Gäste konnten auf Platz drei klettern oder hinter Köln auf Rang fünf zurückrutschen - das letzte Spiel des ersten Saison-Teils (ein Nachholspiel) versprach Spannung. Wolfsburg kletterte und setzte sich vom Fünften ab. Es folgt ab dem Wochenende die Verzahnungsrunde mit den Spielen der Teams aus dem Norden gegen den Süden.

Personal

Bei den Grizzlys stand wie angekündigt Dustin Strahlmeier im Kasten, nachdem in den beiden Partien zuvor Chet Pickard den Vorzug hatte. Trotz des Ausfalls von Top-Verteidiger Ryan Button setzte Coach Cortina erneut auf vier komplette Sturm-Formationen, sprich Verteidiger Phil Bruggisser war erneut überzähliger Importspieler. Im Sturm gab es dennoch einen Tausch. Überzählig diesmal: Phil Hungerecker, dessen Platz der gegen Iserlohn noch zuschauende Jan Nijenhuis übernahm.

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Neun der vergangenen zehn Spiele gegen die Haie verloren, in dieser Spielzeit alle drei. Am Mittwoch aber machten die Grizzlys Wolfsburg den Haien sofort klar: Heute braucht ihr sehr spitze Zähne, sonst fressen wir euch! "Das letzte Stück Einsatz und Willen hatte uns in den vergangenen Partien gefehlt", hatte Verteidiger Bittner als Ursache für drei Grizzlys-Niederlagen in Folge ausgemacht. "Wir waren nicht da, wo wir in unserer Erfolgsserie waren."

Im ersten Abschnitt waren die Gäste bereit. Defensiv extrem stark, absolut systemtreu mit passivem Forecheck (ein Spieler, derweil es die Haie aggressiv oft mit drei Forecheckern versuchten), ließen sie fast nichts zu, fuhren immer wieder Konter. Acht Minuten lang bekam kein Team einen Schuss auf das Tor, einmal allerdings hatte Max Adam für die Niedersachsen einen guten Schuss, der gerade noch geblockt wurde.

Die Grizzlys waren zielstrebig. Und das führte zu einer Strafen-Serie gegen die Haie, die sich dabei zeitweise mit zwei Mann weniger sehr gut wehrten und einen starken Hannibal Weitzmann im Kasten hatten. Doch mit einem feinen Handgelenkschuss belohnte Bittner mit seinem ersten Saisontreffer dann das bis dahin gute, aber glücklose Überzahlspiel mit der 1:0-Führung.

Wolfsburg knüpfte ans Gebotene nahtlos an im zweiten Abschnitt: Konter über Järvinen und Görtz, der Finne mit feinem Querpass, der Schwede mit ebenso feinem Abschluss - 2:0. Bittner spielte im Powerplay an der blauen Linie in der Position, die zuvor Button inne hatte. Das machte er gut. Im nächsten Powerplay war er aber gar nicht groß gefragt. Järvinen legte offenbar beflügelt von zwei Vorlagen noch einen drauf, zog allein los, versetzte Colin Ugbekile und Weitzmann - 3:0.

Köln wurde in der Folge munter, nun hatte auch Strahlmeier Arbeit und erledigte sie perfekt, war auch bei Kölns zweitem Überzahlspiel nicht zu überwinden. Jordan Boucher hatte eine dicke Konterchance zum 4:0, einige Minuten später auch Järvinen. Das war nicht so gut, dass das Tor nicht fiel. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Grizzlys sich die nächste Strafe einhandelten. Und diesmal schlugen die Kölner zu: Hammer von Dominik Tiffels - 1:3.

Ärgerlich: Auch der nächste Grizzlys-Tempoangriff saß nicht: Bouchers tolle Vorarbeit im Fallen erwischte Gerrit Fauser nicht optimal, im Nachschuss traf der stark verbesserte Mathis Olimb nur den Pfosten.

Die Partie war ein wenig wild geworden, die Gäste beruhigten sie erst einmal im Schlussabschnitt, riegelten die eigene Zone wieder souverän ab, überstanden eine weitere Unterzahl, blieben aber auch in einem eigenen Powerplay glücklos. In der Folge aber spielten die Gäste die Zeit grundsolide runter, bewiesen wie in der Neun-Siege-Serie, wie stark sie sein können, wenn sie konzentriert und im Plan bleiben.

Haie: Weitzmann - Gagné, Ugbekile; D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gnyp - Akeson, Sheppard, F. Tiffels; Ma. Müller, Matsumoto, Barinka; Ferraro, Sill, Dumont; Köhler, Zalewski, Chrobot..

Grizzlys: Strahlmeier - Bittner, Melchiori; Adam, Likens; Wurm, Möser; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Nijenhuis, Fauser, Boucher; Jormakka, Festerling, Rech; Machacek, Olimb, Busch.

Schiedsrichter: Kopitz/Schukies. - Strafminuten: Köln 10 / Wolfsburg 8.

Tore: 0:1 (18:57) Bittner (Järvinen/Machacek - 5:4), 0:2 (20:40) Görtz (Järvinen/Furchner), 0:3 (24:16) Järvinen (Bittner - 5:4), 1:3 (34:11) D. Tiffels (Akeson - 5:4).