18. Juni 2021 / 17:55 Uhr

„Jede Lösung ist gut, mit der wir die Saison zu Ende spielen können“

„Jede Lösung ist gut, mit der wir die Saison zu Ende spielen können“

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Ob Teutonia Groß Lafferde (blau) und Arminia Vöhrum in derselben Staffel spielen werden, steht noch nicht fest.
Ob Teutonia Groß Lafferde (blau) und Arminia Vöhrum in derselben Staffel spielen werden, steht noch nicht fest. © Ralf Büchler
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Sechserstaffeln in der Vorrunde, Neunerstaffeln in der Aufstiegs- und Abstiegsrunde: Der Fußball-Bezirk Braunschweig plant coronabedingt einen neuen Spielmodus für die Bezirksligen. Die Meinungen darüber sind geteilt. 

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Mit Sechser-Staffeln sollen die Braunschweiger Bezirksligen in die neue Saison starten. Nach Hin- und Rückspielen sollen die jeweils besten drei Teams in Neunerstaffeln einen Aufstiegsplatz ausspielen, die jeweils schlechtesten drei in Neunerstaffeln die jeweils drei Absteiger ermitteln. Dieser Spielmodus wird kontrovers diskutiert.

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„Damit wird möglichem Betrug Tür und Tor geöffnet“, meint Wendezelles Trainer Thomas Mainka. „Wenn Mannschaften in der Aufstiegsrunde merken, dass sie nichts mehr erreichen können, brauchen sie sich nicht mehr anzustrengen. Sie können ja auch nicht mehr absteigen.“ Eine ähnliche Gefahr sieht Mainka in der Vorrunde. Wer ohnehin nicht um den Titel spielen kann, könne diesen Durchgang zum Einspielen nehmen und brauche nicht vollen Einsatz zu zeigen. „Diese Teams werden eher darauf aus sein, keine Gelben Karten und keine Verletzten zu riskieren.“

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„Es ist so, wie es ist. Ich nehme das an und versuche, das Beste daraus zu machen“, sagt Oliver Hilger, Trainer von Teutonia Groß Lafferde, zu den Einteilungs-Plänen. „Ich finde allerdings große Staffeln besser, weil man über einen langen Zeitraum Leistung zeigen muss. Mal ein schlechtes Spiel kann man zudem leichter wegstecken.“ Bei den Sechser-Staffeln müsse man nun „von Anfang an da sein“. Der Druck sei sofort groß. Hilger fände es gut, wenn die Peiner Mannschaften zusammen in einer Staffel spielen würden. „Das wäre spannend. Aber wir nehmen es, wie es kommt.“

Auch Bünyamin Tosun, Trainer des VfB Peine, kann sich nach zwei Abbruch-Spielzeiten mit dem Modus anfreunden: „Ich finde jede Lösung gut, mit der wir die Saison zu Ende spielen können. Ich bin da offen, und dieser Modus hört sich logisch an.“

Tosun geht sogar davon aus, dass die Saison länger interessant bleiben kann. „Wenn man sich für die Aufstiegsrunde qualifiziert hat, kann man die Spannung über die Winterpause hoch halten und auch über die Anfangsphase der Endrunde, solange noch keine Vorentscheidung gefallen ist.

Auch Arminia Vöhrums Coach Nils Könnecker sagt: „Die Hauptsache ist, es wird wieder gekickt!“ Das Problem, dass Mannschaften in der Endrunde nicht den nötigen Biss zeigen könnten, sieht er nicht unbedingt. „Wenn, dann kann ich damit leben. Aber Teams, die die Qualität gezeigt und es in die Aufstiegsrunde geschafft haben, werden da auch durchziehen.“

Eine Staffel mit den sechs Peiner Bezirksligisten würde er allerdings nicht befürworten. „Ich hoffe, dass es dann auch eine Bezirksliga und keine Kreisliga wird. Ich fahre gern auch mal auf andere Sportplätze außerhalb des Landkreises.“

Von Matthias Press