03. Juli 2020 / 08:30 Uhr

Jeden Tag 90 Minuten Extraschicht: Yeboah schwitzt für den VfL

Jeden Tag 90 Minuten Extraschicht: Yeboah schwitzt für den VfL

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Arbeitet hart fürs große Ziel: VfL-Talent John Yeboah will sich in Wolfsburg durchsetzen, möchte den Sprung in die Bundesliga schaffen – dafür fließt gerade viel Schweiß im Fitness-Studio.
Arbeitet hart fürs große Ziel: VfL-Talent John Yeboah will sich in Wolfsburg durchsetzen, möchte den Sprung in die Bundesliga schaffen – dafür fließt gerade viel Schweiß im Fitness-Studio. © Boris Baschin / Instagram
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Das große Offensivtalent des VfL Wolfsburg will sich beim Fußball-Bundesligisten durchsetzen - und legt dafür Extraschichten ein.

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Neben Yunus Malli (Union Berlin) und Jeffrey Bruma (Mainz 05) kehrt mit John Yeboah ein weiterer zuletzt ausgeliehener VfL-Profi zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zurück. Malli und Bruma dürften den Klub verlassen, bei Yeboah ist noch nichts entschieden. Das große VfL-Talent jedoch weiß schon jetzt, was es will: Yeboah will in Wolfsburg bleiben – und legt dafür jeden Tag Extraschichten ein.

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Während die meisten VfL-Profis nach einer langen Saison mit vielen Spielen und einer intensiven Phase nach dem Re-Start der Liga gerade die Beine hochlegen, fließt bei Yeboah Schweiß. Er arbeitet mit einem Privattrainer in einem Fitness-Studio. Jeden Tag. „Etwa 90 Minuten, nur am Wochenende habe ich Pause“, sagt der 20-jährige Flügelspieler, den der VfL in der vergangenen Saison an VVV Venlo verliehen hatte.

Yeboah quält sich in der Muckibude – zum einen, weil er lange nicht mehr richtig trainieren konnte. Die Saison in der Eredivisie war wegen Corona Ende April vorzeitig abgebrochen worden. Danach war Yeboah wieder in seine Heimat nach Hamburg gereist. „Ich möchte einfach fit sein, wenn beim VfL die Vorbereitung beginnt“, so der U20-Nationalspieler. „Ich möchte einfach stärker zurückkommen.“ In den kurzen Videos bei Instagram stemmt Yeboah Gewichte oder lässt sich von seinem Trainer bei kompletter Körperspannung einen schweren, großen Ball auf einzelne Muskelpartien aus kurzer Distanz werfen. Tut das denn nicht weh? „Nein, nein – alles gut“, sagt er grinsend.

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Er möchte im körperlichen Bereich zulegen, „und ich möchte noch schneller werden“, erzählt Yeboah. „Es ist jetzt nicht so, dass ich nur im Gym bin, ich bin auch draußen und arbeite mit dem Ball.“ Er macht das alles, „um beim VfL eine Chance zu bekommen. Das ist mein Ziel und auch mein Traum. Ich will für Wolfsburg in der Bundesliga spielen. Wenn das klappt, wäre das top.“ Zwei Einsätze hat er in der Bundesliga absolviert.

Der VfL hatte das Riesentalent im vergangenen Sommer zum niederländischen Erstligisten ausgeliehen, damit sich der Flügelspieler auf höherem Niveau beweisen kann. Bei VVV fügte sich Yeboah gleich gut ein: In seinem ersten Spiel für Venlo war ihm prompt sein erstes Tor gelungen. Er kam insgesamt auf 18 Spiele, neben dem einen Treffer war ihm noch eine Tor-Vorbereitung gelungen. Zunächst hatte VVV an eine weitere Leihe gedacht, doch dazu kam es am Ende nicht mehr.

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Die VfL-Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer glauben, dass ihm der Schritt gutgetan habe, aber ob er den nächsten Schritt in seiner Karriere nun in Wolfsburg machen kann, ist noch offen. Stand jetzt kehrt er erst einmal zurück. Mehr ist noch nicht entschieden. Es gibt jedoch bereits Planspiele: Ein Plan ist, Yeboahs Vertrag (läuft 2021 aus) zu verlängern und ihn dann erneut zu verleihen – womöglich zu einem ambitionierten Zweitligisten, bei dem er viel spielen darf.

Alles noch Zukunftsmusik. Deshalb interessieren Yeboah derlei Planspiele gerade auch nicht. „Ich fokussiere mich jetzt nur auf Wolfsburg. Alles Weitere sehen wir dann, wenn ich wieder da bin“, sagt er und fügt kämpferisch hinzu: „Ich bin fit – ich bin ready für Wolfsburg.“