06. September 2019 / 22:05 Uhr

Jeder will so weit wie möglich kommen

Jeder will so weit wie möglich kommen

Stefan Peglow
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Pritzwalker FHV I um Kapitän Jan Eßmann (l.), hier im Punktspiel gegen Alt Ruppin, läuft in der ersten Runde des Oberen Kreispokals in Fehrbellin als Favorit auf.
Der Pritzwalker FHV I um Kapitän Jan Eßmann (l.), hier im Punktspiel gegen Alt Ruppin, läuft in der ersten Runde des Oberen Kreispokals in Fehrbellin als Favorit auf. © Stefan Peglow
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Kreispokal Prignitz/Ruppin: 62 Mannschaften kämpfen um den Einzug in die zweite Runde.

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Pokalwochenende total: Während auf Landesebene aus der Region nur noch Einheit Perleberg im Wettbewerb ist, steht für die anderen Herrenmannschaften die Hauptrunde des Oberen und Unteren Kreispokals an. Dabei kommt es auf Kreisebene zu insgesamt 31 Begegnungen, 16 im oberen und 15 im unteren Wettbewerb.

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Im Oberen Kreispokal gaben die Prignitzer Trainer recht deutliche Marschrichtungen aus.

Putlitzer SV – Stahl Wittstock. „Klar ist Stahl der Favorit, aber verstecken wollen wir uns auch nicht. Wir spielen zu Hause, da müssen wir unseren Fans etwas anbieten“, meint Putlitz’ Trainer Dennis Strauch und bemerkt: „Der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze.“

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SVP Bad Wilsnack/Legde – Hertha Karstädt. „Soweit wie möglich kommen, ein gutes Bild abgeben und eventuell den einen oder anderen ärgern. Ansonsten konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Liga“, benennt Trainer Sven Möller das Vorhaben seiner Herthaner.


Eiche 05 Weisen – SV Demerthin. „Für mich ist das Spiel gegen Eiche ganz klar eine Vorbereitung auf die Partie gegen Wusterhausen“, erklärt Demerthins Marko Graff. „Wir haben mit den Umstellungen in der Defensive gegen Neuruppin taktisch sehr gut gespielt. Diesen Weg möchte ich gern weitergehen und das Pokalspiel ist eine gute Möglichkeit, unsere neue taktische Spielweise zu festigen. Klar würde ich sehr gern gegen einen Liga-Kontrahenten gewinnen, aber mir ist es wichtiger, spielerisch wieder einen Schritt nach vorn zu machen.“

Pankower SV – Union Neuruppin. „Natürlich wollen wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber so weit wie nur möglich wollen wir es schon schaffen, das ist klar“, erzählt Groß Pankows Coach Patrick Raczkowski. „Wir haben als Kreisligist einen Gegner aus der Landesklasse, den man nicht so ohne weiteres einfach schlagen kann.“

SV Fehrbellin – Pritzwalker FHV. „Wir wollen so weit wie möglich kommen. Einige Stammspieler sind nicht dabei, aber wir haben dennoch eine schlagkräftige Mannschaft zusammen“, informiert FHV-Coach Marko Bruhn.

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MSV Neuruppin II – Veritas Wittenberge/Breese. „Ich denke, dass wir etwas gutzumachen haben nach dem miserablen Saisonstart. Wir wissen aber auch, dass es in Neuruppin kein Selbstläufer werden wird“, wirft Veritas-Trainer Manuel Roeseler einen Blick auf das Spiel gegen die starke MSV-Reserve.

Reckenziner SV – Rot-Weiß Kyritz. „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern, unser Publikum hat es sich verdient. Unsere Jugend soll Erfahrungen sammeln. Alles ist möglich“, meint RSV-Coach Martin Schmidt.

Im Unteren Kreispokal steht der Putlitzer SV II schon als Teilnehmer der zweiten Runde fest, denn Maulbeerwade II zog sein Team zurück. Viele Teamverantwortliche aus der Prignitz äußern sich wenig optimistisch. Zurückhaltung auch bei Gülitz’ Trainer Lars Kruse, seine Kreisliga-Elf empfängt den SV Protzen: „Wir wollen erstmal die nächste Runde erreichen und dann ist es so, dass wir weit kommen wollen. Ob das gelingt, werden wir am Ende sehen. Wir wollen wieder schnellen, offensiven Fußball spielen, aber auch in der Abwehr gut arbeiten und sicher stehen. Wir werden Protzen keinesfalls unterschätzen.“