12. Dezember 2020 / 17:21 Uhr

Jederzeit alles im Griff: RB Leipzig ohne Probleme beim Sieg gegen Bremen

Jederzeit alles im Griff: RB Leipzig ohne Probleme beim Sieg gegen Bremen

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Dani Olmo, Amadou Haidara und Marcel Sabitzer feiern das 2:0.
Dani Olmo, Amadou Haidara und Marcel Sabitzer feiern das 2:0. © Getty Images
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Trotz-Mammutprogramm und großen Gegnern in den vergangenen acht Tagen, hat RB Leipzig auch gegen Werder Bremen keine Schwäche gezeigt. Beim 2:0-Erfolg durch Tore von Marcel Sabitzer und Dani Olmo hatte die Nagelsmann-Elf die Lage jederzeit im Griff. Werder gelang vor dem Tor wenig.

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Leipzig. RB Leipzig sichert sich mit einem 2:0 (2:0) gegen den SV Werder Bremen die nächsten drei Punkte und damit zumindest vorübergehend die Tabellenführung (Bayern München kann im Spätspiel bei Union Berlin wieder vorbeiziehen). Nach allem, was die Roten Bullen in den letzten Pflichtspielen geleistet haben, legen sie erneut einen starken Auftritt hin. Dabei startet die Partie nicht unbedingt mit Vollgas. Gefährlich wird es für die Grün-Weißen „erst“ in der zehnten Spielminute, als RB-Kapitän Marcel Sabitzer das Leder sportlich gen Werder-Tor donnert, der Ball letztlich aber über den Kasten fliegt.

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Elfmeter beendet beste Bremer Phase

Es ist noch keine halbe Stunde Spielzeit vergangen, da liefern sich Werders Ludwig Augustinsson und Leipzigs Yussuf Poulsen ein Duell in der Luft. Der Schwede nimmt das mit dem Fliegen aber etwas zu ernst, breitet die Arme aus und erwischt seinen Kontrahenten mit dem Ellenbogen ordentlich im Gesicht. Schiedsrichter Sören Storks zeigt auf den Punkt, Werder-Trainer Florian Kohfeldt wütet an der Seitenlinie (und hat sich auch zum Halbzeitpfiff noch nicht beruhigt). Doch aller Protest ist umsonst, es gibt Elfmeter für die Roten Bullen. Und zwar berechtigt.

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Souveräner Auftritt von RB Leipzig: Die Messestädter bezwangen nach einer kraftraubenden Woche den SV Werder Bremen mit 2:0. Zur Galerie
Souveräner Auftritt von RB Leipzig: Die Messestädter bezwangen nach einer kraftraubenden Woche den SV Werder Bremen mit 2:0. ©

Den übernimmt, wie üblich, Kapitän Sabitzer. Er setzt an und zielt abgeklärt in die rechte untere Ecke. Jiri Pavlenka springt in die richtige Richtung, kann sich aber nicht ausreichend lang machen - 1:0. Es ist das fünfte Elfmetertor für den Leipziger Bundesligisten. Im deutschen Oberhaus haben die Messestädter bislang die meisten Strafstöße verwandelt.



Poulsen auf Olmo, 2:0

Beflügelt von der Führung kommt RB nun besser ins Spiel, agiert offensiver, spielt sich mehr Aktionen heraus und hat den Gegner gut im Griff. Aber Bremen hat noch nicht hingeschmissen, geht weiter mutig vor. Beinahe steht es nach etwas mehr als einer halben Stunde schon 2:0. Denn Pavlenka verlässt nach einem scheinbaren Missverständnis mit der eigenen Verteidigung das Tor, Poulsen holt sich das Leder, knallt es gen leeren Kasten, verfehlt den aber.

Dani Olmo macht das etwas besser. In der 41. Minute schlängelt er sich nach Passspiel von Poulsen fast im Alleingang an der Werder-Abwehr vorbei und netzt an Pavlenka vorbei ein. Zwei Tore auf der Anzeige für RB. Und endlich eins auf dem Bundesliga-Konto des spanischen Mittelfeldspielers. Seinen ersten Treffer der Saison erzielte der 22-Jährige beim 4:3-Sieg gegen Istanbul Basaksehir in der Champions League.

Leipzig lässt Chancen liegen

Die zweite Halbzeit startet mit einem Wechsel auf Seiten der Hausherren: Tyler Adams kommt für Kevin Kampl, der in der Kabine geblieben ist. Das Tempo der Partie nimmt etwas ab, womit der Plan von Bullen-Coach Julian Nagelsmann erfolgreich umgesetzt wird. Denn es galt: Am Anfang Gas geben und dann das Spiel ruhiger gestalten. So kommt es bis etwa zur 60. Minute auf keiner Seite zu einem Torschuss.

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(1) Peter Gulacsi: Im ersten Durchgang nur als Libero und Spieleröffner gefragt. Das bleibt auch danach so. Note: 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Im ersten Durchgang nur als Libero und Spieleröffner gefragt. Das bleibt auch danach so. Note: 2 ©

Die nächste Chance für RB hat dann Amadou Haidara, der nach einer schnellen Kombination nach vorne prescht. Im Sechzehner wird er aber von Christian Groß mit einem Tackling gestoppt. Zunächst sieht es so aus, als hätte der Werder-Verteidiger die Situation sauber geklärt. Die Bullen fordern Elfmeter, Storks lässt weiterlaufen. Später wird deutlich, dass Groß das Leder mit seiner Schuhsohle streifte, womit die Schiedsrichter-Entscheidung gerechtfertigt ist.

Nur drei Bremer Torschüsse

In der 69. Minute lassen die Gastgeber die Entscheidung liegen. Poulsen, der in den fünf Duellen, die er bisher gegen Werder bestritten hat, noch torlos geblieben ist, hat das 3:0 auf dem Fuß. Er lupft das Leder über Pavlenka, der sich erneut verschätzt und sein Tor verlassen hat. Der Schuss hat kaum Kraft und rollt auf den Pfosten zu.

Es sind noch gut 20 Minuten zu spielen, als Julian Nagelsmann Alexander Sörloth und Emil Forsberg für Haidara und Sabitzer einwechseln lässt. Gerade in diesen Momenten bringen die Bremer etwas Bewegung in die Leipziger Abwehr. Die steht aber stabil und verteidigt den Vorsprung. Bester Mann in den Abwehrreihen: Dayot Upamecano, der gut 80 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt.

Allerdings fängt er sich in der 78. Minute auch eine gelbe Karte für ein Tackling gegen Joshua Sargent ein. Den daraus entstehenden Strafstoß können die Grün-Weißen nicht verwerten. Insgesamt kommt Werder auf drei Torschüsse. Das Netz von Peter Gulacsi zappelt aber kein einziges Mal. Die letzten Minuten spielen sich zwar zunehmend in der Leipziger Hälfte ab, aber es wird nicht mehr wirklich gefährlich.