12. Mai 2022 / 15:11 Uhr

"Jegliche Unterstützung angeboten": Schalke 04 prüft Aussagen eines beim Aufstieg verletzten Fans

"Jegliche Unterstützung angeboten": Schalke 04 prüft Aussagen eines beim Aufstieg verletzten Fans

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Schalke 04 steht mit einem beim Platzsturm verletzten Fan in Kontakt.
Der FC Schalke 04 steht mit einem beim Platzsturm verletzten Fan in Kontakt. © IMAGO/Kirchner-Media
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Beim Platzsturm des FC Schalke 04 wurden am Samstag mehrere Menschen verletzt. Ein Zuschauer hatte sich im Nachgang zu Wort gemeldet und von Todesangst gesprochen. Der bereits sichere Bundesliga-Aufsteiger prüft entsprechende Aussagen nun.

Der FC Schalke 04 prüft Aussagen eines Fans über mögliche mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beim Platzsturm nach dem Zweitliga-Aufstieg gegen den 1. FC Pauli. Der nach eigenen Angaben bei der spontanen Aufstiegsfeier verletzte Zuschauer, Ralf Höfs, hatte der Bild zuvor gesagt: "Es war pures Chaos. Ich wurde eingequetscht und bekam keine Luft mehr. Ich hatte große Angst, dass ich sterbe." Der Verein teilte daraufhin mit, er stehe "mit dem betroffenen Fan in Kontakt" und habe ihm "jegliche Unterstützung angeboten, die er zur Verarbeitung seiner Erlebnisse benötigt".

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"Die Prüfung seiner Hinweise" sei bereits angelaufen. Nach eigenen Angaben war der Zuschauer beim Sturm der Anhänger auf das Spielfeld an die Metallbrüstung der Nordkurve gedrängt worden und dabei ohnmächtig geworden. Ein noch unbekannter Zuschauer habe den Bewusstlosen über die Brüstung in den Stadiongraben gezogen, wo er medizinisch versorgt worden sei. "Ich war nicht zum ersten Mal in der Nordkurve – aber bei diesem Spiel waren meiner Meinung nach einfach viel zu viele Menschen auf der Tribüne", sagte Höfs.

Sowohl bei den Spielen des 1. FC Köln als auch beim FC Schalke 04 war es am Wochenende zu Platzstürmen gekommen. Diese hätten nach Meinung der Sicherheitsbehörden dramatische Folgen haben können. Vor allem der grenzenlose Jubel in der Arena in Gelsenkirchen hat die Polizei vor eine große Herausforderung gestellt. "Dieser Platzsturm hätte auch in einer Katastrophe enden können", sagte der Leitende Polizeidirektor Peter Both. Beiden Klubs drohen Konsequenzen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat nach den Vorfällen vom Samstag die Ermittlungen aufgenommen, wie ein DFB-Sprecher am Montag bestätigte.