16. November 2020 / 16:50 Uhr

Jenny Crowder punktet für deutsche Nationalmannschaft

Jenny Crowder punktet für deutsche Nationalmannschaft

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Jenny Crowder hat zwei Länderspiele mehr auf ihrem Konto.
Jenny Crowder hat zwei Länderspiele mehr auf ihrem Konto. © Swen Pförtner
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Vier verschiedene Länder haben einige Spielerinnen und der Headcoach der flippo Baskets BG 74 bei der EM-Qualifikation vertreten – meistens sehr erfolgreich. Hier ist der Überblick.

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Vier Spielerinnen der flippo Baskets BG 74 und ihr Trainer Goran Lojo waren mit verschiedenen Nationalmannschaften unterwegs in Sachen Europameisterschafts-Qualifikation. Allerdings kamen nur Jenny Crowder für Deutschland und Ruzica Dzankic für Kroatien zum Einsatz. Bei den Qualifikationsspielen lief es für die vier Nationen, bei denen sie zum Kader gehörten, sehr positiv: In der Gesamtbilanz stehen fünf Siegen lediglich zwei Niederlagen gegenüber.

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Zwei wichtige Erfolge landete die deutsche Damen-Nationalmannschaft: Im Qualifikationsspiel gegen Lettland in der „Bubble“ von Riga setzte sich das DBB-Team am Donnerstag nach verbissenem Kampf mit 73:67 durch. Das zweite Spiel am Sonnabend entschied die Mannschaft des neuen Bundestrainers Walt Hopkins mit 74:59 gegen Nordmazedonien ebenfalls für sich.

In beiden Spielen gepunktet

Jenny Crowder von den flippo Baskets BG 74 erzielte ihre zwei Punkte im Spiel gegen Gastgeber Lettland nach einer beherzten Coast-to-coast-Situation zum 24:27 (18.) in einer Phase, als es bei der deutschen Mannschaft noch nicht so gut in der Offensive lief. Insgesamt stand sie in dieser Partie elf Minuten auf dem Spielfeld. Sechs Minuten Spielzeit bekam sie in der zweiten Begegnung gegen Nordmazedonien, wieder erzielte sie zwei Punkte. Wie schon gegen Lettland begab sich Jennifer Crowder auf einen „coast to coast“ und vollstreckte gekonnt (48:40/28.). Mit diesen beiden Siegen wahrte Deutschland die Chance auf die erfolgreiche Qualifikation für die kontinentalen Titelkämpfe vom 17. bis 27. Juni 2021 in Spanien und Frankreich.

„Es war eine coole Woche“, lautete das Fazit von Crowder, die die „Bubble-Situation“ in Riga lobte. Alle Teams waren isoliert im Hotel untegebracht, hatten untereinander kein Kontakt. Und auch innerhalb der Mannschaft wurden viele Vorsichtsmaßnahmen eingehalten. „Vier Coronatests während der Zeit, Einzelzimmer und besondere Vorkehrungen am Büffet“, zählte die Göttinger Spielmacherin auf. „Bravo, dass das alles so stattfinden konnte.“

Arbeit mit vier Trainern

Die Tage mit der Mannschaft haben Crowder Spaß gemacht. „Die Stimmung im Team war gut, es war eine neue Konstellation mit einem neuen Trainer. Insgesamt hatten wir zwar wenig Zeit für die Vorbereitung, haben die Einheiten aber sehr gut genutzt“, fasste die 24-Jährige zusammen. „Wir haben super viel Input bekommen, denn plötzlich hast du nicht einen oder zwei, sondern gleich vier Trainer. Das haben sie gut gemacht.“ Spaß habe es ihr auch gemacht auf dem Feld zu stehen und Teil des Ganzen zu sein. Das Ziel, weiter im Rennen um die EM-Qualifikation zu bleiben, sei mit den beiden Siegen erfüllt worden. „Vielleicht schaffen wir es ja im letzten Nationalmannschaftsfenster im Februar endlich einmal, dass sich wieder eine deutsche Mannschaft für die EM qualifiziert.“

Beim deutschen Gruppengegner Kroatien gehörte Crowders Teamkameradin Ruzica Dzankic mit zum Kader. Während die 26-Jährige beim 80:62-Sieg gegen Nordmazedonien am Donnerstag nicht zum Einsatz kam, spielte sie bei der 69:83-Niederlage gegen Gastgeber Lettland gut drei Minuten und verwandelte einen Freiwurf. Nach dem verlorenen Spiel führt Kroatien die Gruppe I mit sieben Zählern an. Punktgleich folgt Deutschland, das den direkten Vergleich in der ersten Partie vor rund einem Jahr mit 86:93 verloren hatte. Das Rückspiel findet am 4. Februar 2021 statt. Der Ort ist noch unklar.

Ohne Einsatzzeit blieb Samantha Roscoe beim Spiel Großbritanniens gegen Polen in Istanbul. Die Centerin der flippo Baskets stand beim 77:49-Erfolg im Kader, spielte aber nicht. Sandra Azinovic war mit dem BG-Headcoach Goran Lojo nach Sarajevo geflogen, stand aber schließlich nicht im Kader für die Qualifikationsspiele. Die von Lojo gecoachte Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas gewann das erste Spiel zunächst deutlich mit 92:54 gegen Estland, musste sich dann aber in der zweiten Begegnung gegen Russland knapp mit 68:72 geschlagen geben. Im Kampf um den Gruppensieg haben die Russinnen jetzt die besseren Karten, weil sie das Hinspiel nur mit einem Punkt Differenz verloren (69:70) und damit den direkten Vergleich gewonnen haben.

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Das für Sonntag, den 22. November, um 16 Uhr im FKG angesetzte Heimspiel der flippo Baskets 74 gegen die Inexio Royals Saarlouis fällt aus. Die Toyota-DBBL hat die Partie nach Aussage von flippo-Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder offiziell abgesetzt. Aus Saarlouis sind mehrere Corona-Infektionen bekannt geworden.