16. April 2019 / 20:20 Uhr

FC Augsburg: Jens Lehmann musste wohl wegen Neu-Trainer Schmidt gehen

FC Augsburg: Jens Lehmann musste wohl wegen Neu-Trainer Schmidt gehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jens Lehmann war nur 71 Tage lang Co-Trainer des FC Augsburg.
Jens Lehmann war nur 71 Tage lang Co-Trainer des FC Augsburg. © imago images / DeFodi
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Das Aus von Jens Lehmann beim FC Augsburg überraschte sowohl Fans als auch Medienvertreter: Warum musste der Ex-Nationaltorwart seinen Posten als Co-Trainer nach nur 71 Tagen räumen? 

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Sein Aus überraschte beim FC Augsburg fast noch mehr als das von Cheftrainer Manuel Baum: Nur 71 Tage, nachdem Ex-Nationaltrainer Jens Lehmann als Heilsbringer zu den abstiegsbedrohten Schwaben geholt wurde, musste der 49-Jährige Anfang April wieder verlassen.

Viele Fans wunderte das: Die Erfahrung des ehemaligen Nationalspielers, der in Deutschland, Italien und England Meister wurde, der im Finale der Champions League stand und bei Welt- und Europameisterschaften das Tor der deutschen Mannschaft hütete, hätte im Abstiegskampf sicherlich helfen können. Warum musste Lehmann dennoch gehen?

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Reuter bezeichnet Lehmann-Engagement beim FCA nicht als Fehler

Offenbar senkte der neue Trainer den Daumen. Als Martin Schmidt mit FCA-Boss Stefan Reuter die Bedingungen seiner Bundesliga-Rückkehr in ein Vertragswert goss, beschloss der Schweizer, auf einen starken, externen Co-Trainer zu verzichten. Das berichtet die Sport Bild. Stattdessen nahm Schmidt seinen Vertrauten Stefan Sartori mit nach Augsburg, den er bereits beim VfL Wolfsburg an seiner Seite hatte. Mit Lehmann wollte er demnach nicht weiter zusammenarbeiten, also wurde die Verbindung vorzeitig gelöst.

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Obwohl Lehmann nur anderthalb Monate in Augsburg tätig war, wollte Reuter das Engagement seines einstigen Teamkollegen nicht als Misserfolg bezeichnen. "Jens Lehmann hat den einen oder anderen wichtigen Impuls gesetzt - wenn es auch nur für den einen oder anderen Sieg gereicht hat", sagte der Weltmeister auf der Pressekonferenz nach der Trennung von Baum und Lehmann. Es sei wichtig gewesen, sich für die Zukunft rasch neu aufzustellen. Und das ohne Lehmann, der in der Mannschaft laut Sport Bild durchaus Fürsprecher hatte, namentlich werden unter anderem Kapitän Daniel Baier, Rani Khedira und Michael Gregoritsch genannt.

Für Lehmann ist die Trennung ein unangenehmes Déjà-vu: Der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers soll nun aufgelöst werden. Ende Januar hatte Lehmann beim FCA einen Kontrakt bis 2020 unterschrieben. Der 49-Jährige hatte zuletzt als Co-Trainer von Arsène Wenger beim FC Arsenal gearbeitet.