21. November 2018 / 14:58 Uhr

Jerome Boateng: So denke ich über einen Deutschland-Rücktritt und junge Konkurrenz

Jerome Boateng: So denke ich über einen Deutschland-Rücktritt und junge Konkurrenz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jerome Boateng ist in der Nationalmannschaft nicht mehr unumstritten.
Jerome Boateng ist in der Nationalmannschaft nicht mehr unumstritten. © imago/Jan Huebner
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Der Abwehr-Star des FC Bayern ist in der Nationalmannschaft wie im Klub nicht mehr unumstritten. Zuletzt wurde er für die Länderspiele gegen Russland und Holland nicht nominiert. Sorgen macht er sich deshalb aber nicht.

Für die jüngsten Länderspiele gegen Russland und die Niederlande wurde er nicht nominiert - trotzdem denkt Weltmeister Jerome Boateng gar nicht daran, aus der deutschen Nationalmannschaft zurückzutreten. Das erklärte der Star des FC Bayern, der auch eine deutliche Kampfansage an Borussia Dortmund schickte, in einem Interview mit der Sport Bild. Einen Rücktritt aus dem DFB-Team schloss er aus.

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"Nie" habe er daran gedacht, nach der verkorksten WM und der jüngsten Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Joachim Löw zurückzutreten, erklärte der Innenverteidiger, der auch bei den Bayern nicht unumstritten ist. "Ich will 2020 Europameister werden. Unser Ziel muss es sein, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder etwas aufzubauen." Jeder wisse, dass die Nationalmannschaft einen Umbruch erlebt. Boateng: "Jüngere Spieler müssen Einsatzzeiten bekommen, auch auf meiner Position. Aber am Ende setzt sich die Qualität durch. Wenn ein jüngerer Spieler besser ist, solle er spielen, da werde ich mich sicher nicht beschweren."

Boateng über Rivalen: "Das muss konstant abgerufen werden - deshalb spiele ich auch seit Jahren"

Allerdings weiß der 30-Jährige um seine Qualitäten - und ist deshalb auch nicht besorgt, weil Löw derzeit lieber auf andere Spieler setzt, allen voran Matthias Ginter, Antonio Rüdiger oder Boatengs Bayern-Teamkollegen Niklas Süle, die zuletzt an der Seite von Mats Hummels gegen Holland spielten.

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Boateng gibt sich kämpferisch: "Man muss konstant spielen, kann nicht als junger Spieler nach ein, zwei guten Partien denken: Jetzt habe ich die Position auf Dauer. Das muss konstant abgerufen werden. Deshalb spiele ich auch seit Jahren in der Nationalmannschaft und bei Bayern: Ich war konstant und hatte in meiner Karriere wenige Phasen, in denen es nicht so lief." Seine Botschaft ist klar: Erstmal müsst ihr an mir vorbei...


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