16. Juni 2021 / 21:11 Uhr

"Jetzt bin ich überglücklich": Wolfsburgs Philipp nach Verpflichtung erleichtert

"Jetzt bin ich überglücklich": Wolfsburgs Philipp nach Verpflichtung erleichtert

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eines von insgesamt sechs Toren in dieser Saison: Maximilian Philipp traf für den VfL in Leipzig doppelt.
Eines von insgesamt sechs Toren in dieser Saison: Maximilian Philipp traf für den VfL in Leipzig doppelt. © Michael Sohn/AP-Pool/dpa
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Der Wechsel von Maximilian Philipp zum VfL Wolfsburg ist in trockenen Tüchern, er unterschrieb bis 2025. Doch bis alles klar war, vergingen einige Wochen - eine Zeit, in der der Spielmacher viel nachgedacht hat.

Maximilian Philipp bleibt dem VfL erhalten: Der Spielmacher wechselt fest von Dinamo Moskau in die VW-Stadt, er unterschrieb einen Vertrag bis 2025. Das teilte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist am Mittwoch mit. Doch bis der Deal in trockenen Tüchern war, vergingen einige Wochen. Wochen, in denen der 27-Jährige nicht genau wusste, wie seine Zukunft aussieht. Das hat den Offensivmann ordentlich beschäftigt. "Man denkt schon mal darüber nach, was wäre, wenn es scheitert. Jetzt bin ich überglücklich, dass es geklappt hat", sagt Philipp gegenüber des SPORTBUZZERS erleichtert.

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Die Kaufoption in Höhe von 11 Millionen Euro hatte der VfL nicht gezogen, stattdessen verhandelten Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer mit dem russischen Klub. Philipp hing in der Warteschleife. "Mir wurde zwar gesagt, dass beide Seiten wollen. Aber solange du nichts Festes hast, ist das irrelevant", betont Wolfsburgs Nummer 17. "Ich war im Urlaub und wusste auch nicht so recht, ob es klappt oder nicht." Denn dass es so lange gedauert hat, lag nicht am Spieler. "Ich habe früh gesagt, dass ich bleiben will, weil es mir hier gefällt." Und nun hat es geklappt. Beide Vereine haben eine Einigung erzielt, die Ablöse liegt etwa bei 7 Millionen Euro.

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Philipp fühlt sich wohl in Wolfsburg. Aber nicht nur das: "Das Wichtigste ist immer, wie ich mit der Mannschaft klarkomme. Ich habe ein super Verhältnis zu den Jungs. Ich bin jemand, der keinen Zoff sucht und dem Harmonie und Teamgeist wichtig sind. Und das finde ich hier. Das ist schon überragend", freut sich der VfLer. Zudem sei die geografische Lage "perfekt, ich bin dicht bei meiner Familie" - seine Mutter lebt in Berlin. Der VfL tut ihm also gut. Und das spiegelte sich in der vergangenen Saison auch in seinen Leistungen wider. In 24 Partien gelangen ihm sechs Tore (drei davon in den letzten beiden Spielen) und zwei Vorlagen. Seine beiden wertvollsten VfL-Treffer erzielte Philipp am vorletzten Spieltag beim 2:2 bei RB Leipzig, dieses Ergebnis sicherte dem VfL die Champions-League-Teilnahme in der neuen Spielzeit.

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So gut wie zum Saisonende lief es für Philipp aber nicht durchgängig. Er sei zwar "gut reingekommen, habe bis zur Corona-Quarantäne viel gespielt". Doch danach war er zunächst außen vor, auch weil es seine Teamkollegen gut gemacht haben. Mitte April gegen den FC Bayern (2:3) durfte "Mili", wie er von den Teamkollegen genannt wird, das erste Mal wieder von Beginn an ran - und zahlte das Vertrauen mit einem Tor zurück. "Ich glaube, das Spiel hat mir Selbstvertrauen gegeben und mir gezeigt, dass ich mich nicht verstecken muss."

Was er draufhat, darf Philipp künftig weiter in Wolfsburg zeigen. Dass der Deal nun unter Dach und Fach ist, freut auch Sportdirektor Schäfer. "Maximilian hat den Wert für unsere Mannschaft immer wieder unter Beweis gestellt und bringt genau die Fähigkeiten mit, die wir brauchen, um weiter erfolgreich sein zu können. Er ist ehrgeizig, vielseitig und ein absoluter Teamplayer", lobt der 37-Jährige. "Daher sind wir auch sehr froh, dass wir uns mit Moskau einigen und Maximilian langfristig an uns binden konnten.“

Für die neue Saison hat sich der Offensivmann schon einiges vorgenommen. Was die Anzahl der Tore angeht, würde er "gern in den zweistelligen Bereich kommen". Das ist ihm bisher noch nie gelungen, in einer Spielzeit mit Freiburg sowie in einer anderen mit Dortmund waren ihm jeweils neun Treffer gelungen. Grundsätzlich möchte er aber "so viel wie möglich spielen". Doch Philipp weiß auch, dass er sich nun erst mal wie alle anderen auch bei Neu-Coach Mark van Bommel beweisen muss und dass der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund steht: "Wir wollen zeigen, dass es kein Glücksjahr war, sondern dass wir zu recht da oben standen. Es wird schwer, die Leistung zu bestätigen, aber da wir eine gute Mannschaft haben, werden wir das schaffen."