01. Juni 2021 / 18:05 Uhr

Jetzt brauchen die VfL-Frauen die Hilfe der Pokal-Verliererinnen

Jetzt brauchen die VfL-Frauen die Hilfe der Pokal-Verliererinnen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburger Jubel, Frankfurter Frust: Am Sonntag braucht der VfL (v. Ewa Pajor) Eintracht-Hilfe, um doch noch Meister zu werden.
Wolfsburger Jubel, Frankfurter Frust: Am Sonntag braucht der VfL (v. Ewa Pajor) Eintracht-Hilfe, um doch noch Meister zu werden. © Marcel Kusch/dpa
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VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen, Bayern München gegen Eintracht Frankfurt - diese beiden Partien entscheiden am Sonntag die Meisterschaft der Frauen-Bundesliga. Pokal-Sieger VfL braucht Schützenhilfe von den Pokal-Verliererinnen.

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Während die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg nach ihrem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal-Finale vergangenen Sonntag gegen Eintracht Frankfurt allen Grund zur Freude hatten, sackten die Spielerinnen der Eintracht nach Abpfiff niedergeschlagen zu Boden. Die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis hatte aufopferungsvoll gekämpft und den Titelverteidiger bis in die Verlängerung gezwungen. Wenn es nach den Wolfsburgerinnen geht, können die Frankfurterinnen diese Willensleistung am kommenden Sonntag direkt wiederholen - denn dann braucht der VfL Frankfurter Schützenhilfe, um doch noch Meister zu werden. Die Eintracht spielt bei Tabellenführer Bayern München.

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Der VfL empfängt am Sonntag (14 Uhr) parallel Werder Bremen. Zwei Zähler trennen den FCB (58) und VfL (56) an der Spitze - gewinnt der VfL und die Bayern verlieren, bleibt die Schale in Wolfsburg. Das ist die einzige Konstellation, in der eine Meisterschaft noch möglich ist. Selbst bei einem Unentschieden in München und einem Sieg im AOK-Stadion spricht das bessere Torverhältnis deutlich für die Bayern.

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"Man hat gegen uns gesehen, dass die Frankfurterinnen mit wenigen Situationen sehr gefährlich sein können. Auch wenn sie gegen München nicht der Favorit sind, können sie gewinnen", findet Wolfsburg-Torfrau Almuth Schult. Und darauf, so die 30-Jährige ehrlich, "hoffen wir. Dann müssen wir nur noch unsere Hausaufgaben machen." Und der Titel bliebe in Wolfsburg. Aber: "Wenn man die ganze Saison sieht, ist es unwahrscheinlich, dass München patzt. Trotzdem werden wir auf diese zehn Prozent gern hoffen und alles geben!"



Auch VfL-Trainer Stephan Lerch sieht die Eintracht nicht chancenlos: "Ich hoffe, dass Frankfurt noch mal so eine ähnliche starke Leistung auf den Platz bringen kann, obwohl sie jetzt über 120 Minuten gegen uns ran mussten. Gerade mit ihrer kämpferischen Einstellung können sie den Bayern das Leben so schwer wie möglich machen." In der Autostadt wird man den Hessinnen die Daumen drücken, und darauf setzen, "dass sie da nochmal alles raushauen. Nach den 90 Minuten, wenn wir unser Spiel gegen Bremen hoffentlich gewonnen haben, schauen wir nach München." Der gebürtige Darmstädter hat weiterhin Hoffnung, auch wenn es nur eine kleine Chance ist. Und solange die noch vorhanden ist, so Lerch, "warum sollten wir nicht dran glauben? Ich werde nichts abschreiben oder Gratulationen Richtung München senden. Der letzte Spieltag ist noch nicht gespielt."