09. September 2021 / 12:55 Uhr

Jetzt geht's zum Drittliga-Meister: VfL-Handballerinnen mit zweitem Kracher-Spiel zum Start

Jetzt geht's zum Drittliga-Meister: VfL-Handballerinnen mit zweitem Kracher-Spiel zum Start

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuer Anlauf: Nach der Niederlage beim Drittliga-Auftakt gegen Kirchhof reisen Fabienne Kohn (am Ball) und die Handballerinnen des VfL Wolfsburg am Wochenende nach Hannover.
Neuer Anlauf: Nach der Niederlage beim Drittliga-Auftakt gegen Kirchhof reisen Fabienne Kohn (am Ball) und die Handballerinnen des VfL Wolfsburg am Wochenende nach Hannover. © Boris Baschin
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Am zweiten Spieltag der Drittliga-Saison geht es für die Handballerinnen des VfL Wolfsburg zum TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, dennoch möchte der VfL Zählbares mitnehmen und sich vor allem weiterentwickeln.

Den Saison-Auftakt gegen den Top-Favoriten aus Kirchhof (19:31) haben die Handballerinnen des VfL Wolfsburg hinter sich gebracht, am Samstag steht schon der nächste Hochkaräter in den Startlöchern. Es geht zu Drittliga-Meister TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst. „Es sind alles individuell super ausgebildete Spielerinnen und Badenstedt spielt einen sehr schnellen Handball. Alle haben die Klasse, jedes Spiel viele Tore zu werfen“, sagt Trainer Oliver Bült.

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Neben Kirchhof bezeichnet Bült Badenstedt als „das schwierigste Spiel der Saison“. Zwar starteten auch die Hannoveranerinnen bei der HSG Blomberg-Lippe II (30:32) mit einer Niederlage in die Saison, dennoch sei die Favoritenrolle klar verteilt. Für die VfLerinnen gehe es laut Bült darum, sich weiterzuentwickeln. „Wir wollen Fehler minimieren und mehr Sicherheit in unser Spiel bringen.“

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Positive Ergebnisse seien für die Entwicklung natürlich ein guter Aspekt, aber nicht entscheidend. „Wir wollen das Jahr nutzen, um aus den Fehlern zu lernen, die uns aufgezeigt werden.“ Trotz des Status Liga-Neuling und absoluter Außenseiter fahren die Wolfsburgerinnen aber nicht zum Spaß nach Hannover. Bült: „Wir fahren nicht dorthin, um zu verlieren. Wenn der Anpfiff ertönt, dann möchte jeder gewinnen.“

Auch in Hannover werden mit Anna Fanslau und Cindy Degen die Stammspielerinnen für die Rückraum-Mitte weiterhin fehlen. Wie schon gegen Kirchhof übernehmen Fabienne Kohn und Kim Klauenberg die Position. Neuzugang Pia Liebing (Muskelfaserriss) wird fehlen, Torhüterin Lara Ruppelt, die beim Liga-Auftakt einen Ball an den Kopf bekam, wird wohl spielen können.

Das Spiel des Drittliga-Meisters der vergangenen beiden Spielzeiten, der sich aus finanziellen Gründen gegen einen Aufstieg in die Zweitklassigkeit entschied, läuft über Jana Pollmer. Die 31-Jährige war beim Saison-Auftakt Top-Torschützin mit sieben Treffern und ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Hannoveranerinnen. „Es sind nicht nur die Tore, sondern auch die Anspiele, wie sie das Spieltempo erhöht oder auch herausnimmt. Sie ist eine ganz tolle Spielerin“, so Bült anerkennend. Dennoch werde der VfL seine Taktik nicht allein darauf auslegen, Pollmer aus dem Spiel zu nehmen - „es sei denn, sie wird das ganze Spiel lenken“, so Bült.

Die Erfahrung einer Pollmer fehlt den VfL-Spielerinnen, die meisten von ihnen standen am vergangenen Wochenende erstmals in einem Drittliga-Spiel auf der Platte. Fehler wurden gnadenlos bestraft. Schwerpunkt in der Trainingsarbeit sei das das Umschalt- und Angriffsspiel, da müsse seine Mannschaft geduldiger werden, so Bült. „Wir dürfen keine 60-Prozent-Chancen nehmen und dann zu langsam in der Rückwärtsbewegung sein.“