23. Februar 2021 / 17:31 Uhr

Jetzt klappt es mit der Schwicheldter Effektivität: 4,5 Tore pro Spiel

Jetzt klappt es mit der Schwicheldter Effektivität: 4,5 Tore pro Spiel

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Die 0:1-Niederlage gegen den TSV Sonnenberg war das einzige Spiel, das die Schwicheldter (rot) nicht gewonnen haben. Trainer Tobias Dreyer war nicht sauer: „Wir haben da gut gespielt.“
Die 0:1-Niederlage gegen den TSV Sonnenberg war das einzige Spiel, das die Schwicheldter (rot) nicht gewonnen haben. Trainer Tobias Dreyer war nicht sauer: „Wir haben da gut gespielt.“ © Ralf Büchler
Anzeige

Fitness, Effektivität, Mentalität – die stimmen laut Trainer Tobias Dreyer bei Rot-Weiß Schwicheldt. Sein Team ist Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga B. Sein „Spieler der Hinrunde“ ist aber kein Stürmer, sondern der dritte Torwart. 

Anzeige

Viel Bewegung gab es vor der Saison beim aktuellen Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga B, Rot-Weiß Schwicheldt. Viel Bewegung gab es auch in den Spielen. „Wir konnten zum Ende hin immer noch zulegen“, erklärt Trainer Tobias Dreyer im PAZ-Wintercheck. Das ist einer der Gründe, weshalb er mit der Hinrunde zufrieden ist.

Anzeige

Meine Bilanz der Hinrunde: „Die ist sehr positiv, wenn man bedenkt, dass im Sommer elf Spieler zu uns gekommen sind und ebenfalls elf uns verlassen haben. Es gab einen Umbruch, und dafür ist unsere Punktausbeute gut. Wir haben taktisch etwas umgestellt, legen mehr Wert auf Ballbesitz und wollen spielbestimmender sein. Das hat die Mannschaft schon in den Tests vor der Saison auch gegen klassenhöhere Gegner sehr gut umgesetzt.“

Mehr aus der Serie PAZ-Wintercheck

Mein Spieler der Hinrunde: „Wenn ich überhaupt einen aus einem guten Kollektiv herausheben würde, ist das unser dritter Torwart Sebastian Reisch. Nur ein paar Stunden vor dem Anpfiff des Spiels beim SV Lengede II war klar, dass weder Kai Samland noch Timo Schrul spielen können. Er ging quasi aus der kalten Hose ins Tor und hat überragend gehalten. Das brachte ihm eine Nominierung für die PAZ-Elf des Tages – zu Recht!“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Zwei Jungs haben sich schon in der Vorbereitung mit Leistenproblemen herumgeplagt: Nico Ahrens und Julian Olbrich. Julian kam deshalb erst in den letzten beiden Punktspielen zum Einsatz, Nico gar nicht.“


Mein Highlight der Hinrunde: „Da gab es einige. Wir haben unsere Schwächen bei Standard-Situationen gegen uns und bei der Effektivität vor dem gegnerischen Tor abgestellt. Aus Standards haben wir nur einen Gegentreffer kassiert: Durch einen Elfmeter. Und wir haben in sechs Spielen 27 Buden gemacht, das sind 4,5 im Schnitt. Das ist überragend. Zu meinen Highlights gehören auch unsere Fitness und Mentalität. Wir haben oft ab der 60. oder 70. Minute noch zugelegt. Und wir haben in drei Punktspielen zurückgelegen und die Partien jeweils noch gedreht.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Das war die Unterbrechung der Saison, auch wenn das natürlich absolut gerechtfertigt war. Enttäuschend war auch, dass die Hallensaison komplett ausgefallen ist. Das war sehr schade! Viele von uns spielen gern in der Halle.“

Meine Erwartung an die Rückrunde: „Dass wir weiter zusammenwachsen und lernen. Ich habe einen jungen Kader mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren. Der ist noch lange nicht am Limit. Das Team hat eine große Zukunft vor sich, wobei die Platzierung erstmal unwichtig ist. Wir machen da keinen Druck und schielen nicht auf den Aufstieg, denn auch andere Teams sind sehr gut – zum Beispiel Sonnenberg und Oberg.“

Meine persönliche Zukunft: „Schon Ende vergangenen Jahres haben wir uns geeinigt, dass unser Trainerteam ein Jahr verlängert.“

Zugänge: Victor Dornelas Da Silva kommt nach einem halben Jahr beim SV Lengede wieder zurück.

Abgänge: Nils Querfurth (Ziel unbekannt).

Von Matthias Press