08. Januar 2019 / 21:54 Uhr

Jetzt müssen die Grizzlys Wolfsburg Stolz und Herz zeigen

Jetzt müssen die Grizzlys Wolfsburg Stolz und Herz zeigen

Jürgen Braun
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Nürnberg Ice Tigers, 08.12.2017,
Kämpfen und siegen: Das muss weiter das Motto der Grizzlys Wolfsburg sein, auch wenn die Play-Offs praktisch unerreichbar sind. © Boris Baschin
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Der Zug in die Play-Offs ist ohne die Grizzlys Wolfsburg abgefahren, jetzt gilt es beim Eishockey-Erstligisten, die Saison mit Anstand zu Ende zu bringen. Manager Charly Fliegauf erklärt, warum er dafür zuversichtlich ist.

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Zwei Heimspiele an einem Wochenende

Jetzt geht es darum, Stolz und Herz zu zeigen, und darum, den Fans noch gute Unterhaltung zu bieten. Und vielleicht zeigt sich jetzt sogar deutlicher als in guten Phasen, wer die richtige Einstellung hat! Zwei Heimspiele gegen Nürnberg (Freitag , 19.30 Uhr) und gegen die Eisbären Berlin (Sonntag, 14 Uhr) warten auf Wolfsburgs Eishockey-Erstligist.

Grizzlys Allstars

Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. Zur Galerie
Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. ©
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Manager Fliegauf: "Du gehst nicht raus, um dich vorführen zu lassen!"

Es hätte ein Knaller-Wochenende im Kampf um Platz zehn werden können, doch die letzte Chance auf die Play-Off-Teilnahme verspielten die Grizzlys durch zwei Niederlagen am Vorwochenende. „Nun geht es darum, die Konkurrenz zu ärgern, zu zeigen, dass man gegen uns nicht einfach die Punkte mitnehmen kann“, sagt Manager Charly Fliegauf.
Coach Hans Kossmann hatte jüngst auch schon erklärt: „Die Grizzlys sind eine stolze Organisation, bekannt für harte Arbeit.“ Man wolle nicht als „Notiz in der Tabelle“ enden, sondern: „Jeder muss es schwer haben gegen uns.“ Auch wenn es sportlich nur noch theoretisch um etwas geht. Um die Play-Offs zu erreichen, müssten die Wolfsburger aus 15 Spielen ungefähr so viele Punkte holen wie aus den bisherigen 37 Partien. Utopie. Es geht um Ehre und Stolz. Fliegauf selbst hat viele Jahre im Oberhaus gespielt,  sagt: „Diesen Stolz hat man normalerweise. Du gehst nicht raus, um dich vorführen zu lassen, auch wenn es für dich um nichts mehr geht.“ Es fehle vielleicht mal ein Quäntchen, wenn der Rückstand höher ist, und vielleicht fahre nicht immer jeder in jeder Situation den letzten Einsatz. Das sei zumindest denkbar, so der Ex-Profi. „Aber als Spieler weißt du auch, dass du dir dann sehr weh tun kannst. Zurückziehen ist gefährlich.“

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Er ist gespannt, wie sich seine Cracks präsentieren. Ein Vorteil der Grizzlys in der verkorksten Saison: Viele Verträge laufen aus. So kann er gelassen schauen, wie sich seine Profis präsentieren. Und das, so betont er, warte er ab. Nur: Wenn einer am Saisonende gehen wolle, bereite ihm das momentan keine Bauchschmerzen. Gute Leistungen, Siege, will er sehen. Und die erwarten auch die Fans. „Vielleicht“, so kalkuliert Fliegauf, „fällt das nun sogar leichter. Der Druck ist weg, jeder kann locker spielen.“ „Aus jedem Spiel das Beste rausholen“, war die Devise von Kapitän Sebastian Furchner. Wenn das alle umsetzen, kann eine triste Saison noch etwas heiterer werden. Furchner erzielte zuletzt zwei Doppelpacks in Folge. Nur früher hätte er damit anfangen sollen, meinte er traurig.

Raschke gewinnt mit Deutschland erneut

Zwei gute Nachrichten aus dem Grizzlys-Lager: Mit Gerrit Fauser, Christoph Höhenleitner, Kris Foucault (alle nach Gehirnerschütterung) und Marcel Ohmann (Unterkörper) übten am Dienstag gleich vier Rekonvaleszenten auf dem Eis. Die Akteure, die am Wochenende im Einsatz gewesen waren, hatten frei. Und: Fine Raschke ist mit der deutschen Nationalmannschaft bei der U-18-B-WM weiter auf Aufstiegskurs. im zweiten Spiel gab es den zweiten Sieg - 5:0 gegen Gastgeber Österreich.

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