07. November 2019 / 23:55 Uhr

Jetzt wird's auch in Europa eng für den VfL!

Jetzt wird's auch in Europa eng für den VfL!

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Peiner Allgemeine Zeitung
Der VfL hat jetzt auch in der Europa League seine erste Niederlage kassiert
Der VfL hat jetzt auch in der Europa League seine erste Niederlage kassiert © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg hat in der Europa League seine erste Niederlage hinnehmen müssen - eine empfindliche Niederlage, die den Fußball-Bundesligisten das Weiterkommen kosten könnte...

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Nach dem Pokal-Aus und den Rückschlägen in der Liga hat der VfL jetzt auch in der Europa League seine erste Niederlage kassiert. Mit 1:3 (1:0) unterlag der Wolfsburger Fußball-Bundesligist gestern der KAA Gent aus Belgien und muss jetzt um das Erreichen der K.o.-Phase bangen. Nach vier Spielen hat der VfL fünf Punkte auf dem Konto, der Gast aus Belgien führt jetzt mit acht Zählern die Tabelle an. Joao Victor hatte den VfL vor 11.700 Zuschauern in Führung gebracht, Roman Yaremchuk, Laurent Depoitre und Michael Ngadeu-Ngadjui trafen für Gent.

Dass es bis zur 20. Minute dauerte, ehe der erste Treffer fiel, hatte aus VfL-Sicht durchaus schon für Skepsis sorgen dürfen – denn er hatte zuvor schon reichlich Top-Chancen vergeben. Victor brach dann den Bann und schickt sich an, so etwas wie ein Europa-Torjäger zu werden; sein bisher einziges Pflichtspieltor für Wolfsburg hatte er vor zwei Wochen in Gent erzielt.

Weitere Besonderheit des ersten Treffers: Der Ball war von Maximilian Arnold zu Victor geprallt, das VfL-Eigengewächs bekam die Vorlage gutgeschrieben und war jetzt in fünf EL-Spielen in Folge (das 2:2 gegen Neapel 2015 und die vier Spiele dieser Saison) an einem Tor beteiligt – das war vor ihm noch keinem anderen deutschen Spieler in diesem Wettbewerb gelungen.

Bilder zum Spiel der Europa League zwischen dem VfL Wolfsburg und der KAA Gent

Wolfsburgs Josip Brekalo nimmt den Ball elegant an. Zur Galerie
Wolfsburgs Josip Brekalo nimmt den Ball elegant an. ©
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"Nagt schon am Selbstvertrauen..."

All das war aber wertlos, weil eine andere Statistik eine aus Wolfsburger Sicht unschöne Fortsetzung fand: Dem VfL geht in der Europa League regelmäßig nach einer halben Stunde der Dampf aus – so war es im Hinspiel, so war es auch gestern, als nach rund 30 Minuten Offensiv-Elan und Torgefährlichkeit fast komplett weg waren. Das Tor von Josip Brekalo zum 3:1 gegen Olexandrija bleibt der einzige internationale Treffer, den der VfL in dieser Saison nach der 30. Minute erzielte.

„Wir haben gute erste Minuten, dann lassen wir uns hinten reindrücken – und in der zweiten Halbzeit ist es dann das komplett gleiche Bild“, ärgerte sich Arnold, der in einem 3-5-2-System diesmal offensiver agierte als zuletzt. „Wir machen zu viele individuelle Fehler, vielleicht haben wir uns auch zu sicher gefühlt.“ Ähnlich sah es Flügelmann Renato Steffen: „Bis zu unserem Tor haben wir alles im Griff – und dann wirkt sich der Treffer negativ auf unser Spiel aus. Es sind Kleinigkeiten, die bestraft werden. Wir müssen die Fehler abstellen.“ Sein bitteres Fazit: „Das nagt schon am Selbstvertrauen...“

Sportdirektor Marcel Schäfer dachte derweil ans Hinspiel, als der VfL nach einem 2:0 noch zwei Gegentreffer kassierte. „Da hätten wir früher alles klarmachen können, diesmal wäre das auch möglich gewesen.“ Jetzt sieht er Redebedarf: „Wir müssen nicht nur darüber diskutieren, wie wir die Gegentore kriegen – sondern auch darüber, dass wir die Chancen nicht nutzen.“ Die einzigen guten sportlichen Nachrichten gab es derweil aus der Ukraine. Im Parallelspiel der GruppeI I gab AS Saint-Etienne beim FK Olexandrija eine 2:0-Führung aus der Hand, musste sich mit einem 2:2 begnügen – damit bleiben beide Teams auf den Rängen drei und vier. Steffen: „Es ist Glück für uns, dass die anderen Teams nur unentschieden spielen.“

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