13. Januar 2019 / 18:04 Uhr

JFK-Cup: Der Titel geht nach Berlin

JFK-Cup: Der Titel geht nach Berlin

Nastassja Nadolska
Weser-Kurier
Der Jubel nach dem 4:1 im Finale gegen Bayer Leverkusen war bei Hertha BSC Berlin grenzenlos.
Der Jubel nach dem 4:1 im Finale gegen Bayer Leverkusen war bei Hertha BSC Berlin grenzenlos. © Björn Hake
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Im Finale des Turniers für U11-Mannschaft gewinnt Hertha BSC Berlin gegen Bayer Leverkusen mit 4:1 / Werder Bremen wird nur Achter

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Damit hätten wohl die wenigsten in der Gustav-England Halle in Thedinghausen gerechnet: Mit einem klaren 4:1 hat Hertha BSC Berlin gegen Bayer Leverkusen, die zuvor das ganze Turnier dominierten und bis dato kein einziges Spiel verloren hatten, den 16. Jugendförderkreis-Cupder U11 des MTV Riede gewonnen und waren nach dem Spiel sichtlich erleichtert: "Leverkusen war der Favorit. Das wir am Ende dann doch noch gewinnen konnten, hat uns natürlich sehr gefreut", sagte Herthas Trainer Florian Klicke, der bereits zum vierten Mal beim JFK-Cup als Übungsleiter teilnahm.

Etwas gehemmt war die Stimmung dagegen bei den Leverkusenern, die das Turnier lange Zeit dominierten und in der Gruppenphase lediglich drei Gegentreffer kassierten. "Wir waren einmal unkonzentriert und wurden direkt bestraft. Berlin war im Finale einfach besser", befand Bayers Coach Tobias Greue und war sich sicher: "Die Jungs werden daraus lernen und daran wachsen."

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Die Hertha zeigte im gesamten Turnierverlauf ebenfalls einen soliden Auftritt und platzierte sich in der Gruppe A mit zwölf Punkten und 22:2 Toren auf Rang eins. In der Zwischenrunde kamen sie ein wenig ins Straucheln. Gegen den Hamburger SV reichte es nur zu einem 2:2, und im ersten Aufeinandertreffen gegen Bayer Leverkusen verloren sie knapp mit 0:1. Dennoch reichte es für das Halbfinal-Ticket und dort trafen sie im Stadtderby auf den 1. FC Union Berlin. Beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und alles sah stark nach einem Neun-Meter-Schießen aus. Am Ende setzten sich die Herthaner knapp mit 4:3 durch und standen damit im Finale.

Jugendfu§ball JFK-Cup 2018 in Thedinghausen:
Bayer 04 Leverkusen - JSG Lšwen:

FOTO: Bjšrn Hake
Die U11 von Bayer Leverkusen erreichte zwar das Finale, unterlag dort aber Hertha BSC. © Björn Hake
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Dort setzten sie mit dem 1:0 nach zehn Sekunden direkt das erste dicke Ausrufezeichen. "Das Spiel wurde gerade angepfiffen und wir lagen direkt hinten. Das kam für uns natürlich überraschend", sagte Leverkusen Trainer Greue, dessen Team danach etwas ratlos wirkte und nicht mehr so richtig in die Spur fand. Das zog sich über das ganze Spiel hindurch. Bis zur siebten Minute stand es aus Sicht des Favoriten 0:3, doch in Minute fünf folgte der Anschlusstreffer zum 1:3 und der Bayer-Nachwuchs schöpfte noch einmal Hoffnung, die zwei Minuten vor dem Ende mit dem 4:1 der Berliner aber zunichte gemacht wurden. "Wir waren von Anfang an da und wollten unbedingt gewinnen. Ich bin so froh, dass wir es am Ende geschafft haben", freute sich Florian Klicke.

Reibungsloser Ablauf

Ebenfalls gefreut hat sich auch Danny Ohliger, Koordinator des Organisationsteams, über den Ablauf des zweitägigen Turniers: "Es lief unheimlich gut, sehr ruhig und vor allem entspannt", lautete sein Fazit. Auch die Anzahl der Zuschauer, die den Weg in die Gustav-England-Halle gefunden haben, habe Ohliger besonders gefreut: "Hier war eine Bombenstimmung. Wir hatten an beiden Tagen zwischen 800 bis 1000 Zuschauer in der Halle."

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Besonders überrascht habe den Moderator des Turniers die Mannschaft aus Paris. "Sie waren zum ersten Mal dabei und haben an beiden Tagen einen wirklich tollen und vor allem dynamischen Fußball gezeigt. Dass sie sich am Ende mit dem dritten Platz belohnt haben, hat uns alle natürlich sehr gefreut", berichtete Ohliger. Der Jugendfußball habe sich aus seiner Sicht im Laufe der Jahre verändert. "Die Mannschaften setzen ihren Schwerpunkt mehr auf die Taktik und sind wesentlich disziplinierter als in den Jahren zuvor. Es gibt nur noch wenig Individualisten", schilderte Ohliger.

Erstmals wurde das Turnier in diesem Jahr im Internet unter sportdeutschland.tv übertragen und das kam bei allen Zuschauern positiv an: "Ich habe aus dem Harz und aus Bayern Rückmeldungen erhalten. Sogar der Vereinspräsident des polnischen Teams FFA Warschau saß am Laptop und hat sich das Ganze angeschaut. Das wollen wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder machen", kündigte Danny Ohliger an. Ansonsten stehe für den 17. Jugendförderkreis-Cup der U11 keine weiteren Veränderungen an. "Wir haben es in den Jahren so gut optimiert, dass es vielleicht bis auf ganz kleine Kleinigkeiten, nichts mehr zu verändern gibt", sagte der Koordinator des Organisationsteams.