19. März 2019 / 12:00 Uhr

JFV Bremen: "Remis fühlt sich wie eine Niederlage an"

JFV Bremen: "Remis fühlt sich wie eine Niederlage an"

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
file6z855ql170w1tjfjg7u
Granit Durmesi, hier beim Fallrückzieher, erzielte für den JFV Bremen per Strafstoß die 2:0-Führung gegen den FC Union 60. © Kosak
Anzeige

B-Junioren-Wintermeister kommt nicht ins Rollen und erreicht nur ein 2:2 gegen FC Union 60

Anzeige
Anzeige

Die Fußball-B-Junioren des JFV Bremen befinden sich noch nicht in der Form der Winterrunde. Der Verbandsliga-Wintermeister kam in der Sommerrunde trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2-Remis beim FC Union 60 hinaus. Auch der Blumenthaler SV trennte sich vom SV Werder Bremen III mit einem Unentschieden (1:1). Der SV Lemwerder kassierte trotz einer Überzahl über weite Strecken der Partie eine 2:4-Niederlage beim Bremer SV.

FC Union 60 – JFV Bremen 2:2 (0:1): „Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, räumte JFV-Coach Sören Seidel ein. Weil sich der Gegner aber nie aufgegeben habe, sei der Punktgewinn für Union am Ende nicht unverdient gewesen. „In der ersten Halbzeit haben es meine Jungs noch ganz ordentlich gemacht, ohne dabei das große Kombinationsspiel aufzuziehen“, sagte Seidel.

Sekunden vor dem Seitenwechsel strebte Williams Lewisgton Noukpetor nach einem guten Pass von Zejnedin Okanovic alleine auf FC-Schlussmann Hugo Garbrecht zu und traf zur 1:0-Führung für die Gäste. 14 Minuten nach dem Seitenwechsel holte Lewisgton Noukpetor zudem den Elfmeter heraus, den Granit Durmesi zur vermeintlichen Vorentscheidung zum 2:0 verwandelte. „Dann dachten wir, dass wir den Sieg bereits sicher in der Tasche haben. Union wurde aber immer galliger“, teilte Sören Seidel mit.

Dennoch hätten die Nordbremer vorzeitig alles klarmachen können. So visierte der eingewechselte Leonardo Christescu nur die Querlatte an. Außerdem traf Christescu aus spitzem Winkel nicht das leere FC-Tor. „Unsere Standardsituationen waren auch immer gefährlich“, versicherte Seidel. Nach einem Eckball wurde ein Schuss von Granit Durmesi auf der Linie abgewehrt. Die schwache Chancenverwertung rächte sich dann. Yasa Brüning und Berkay Ocak stellten noch den Ausgleich her. „Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht bissig genug“, bedauerte Seidel.

Blumenthaler SV – SV Werder Bremen III 1:1 (1:1): Naxiro Garuba brachte den Gast bereits früh in Führung. BSV-Schlussmann Jean-Pascal Meißner verhinderte im ersten Abschnitt mit guten Paraden einen weiteren Gegentreffer. Es war aber ansonsten eine ausgeglichene erste Hälfte mit einigen Chancen. Nach einem langen Ball von Zinar Tunc wäre Tino Klepatz alleine auf Werders Kasten zugelaufen, wenn ein Grün-Weißer nicht seine Hand im Strafraum zur Hilfe genommen hätte. Den fälligen Elfmeter verwertete Oguzhan Topdur zum 1:1-Ausgleich.

„Ich war aber insgesamt nicht mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden. In der zweiten Halbzeit war es dann ein Einbahnstraßenspiel auf das Tor von Werder III“, erklärte BSV-Trainer Enis Baki. Auch dank starker Spieleröffnungen von Jean-Pascal Meißner erarbeiteten sich die Blau-Roten noch fast ein halbes Dutzend Großchancen. Tino Klepatz bugsierte die Kugel aus 25 Metern nur an den Querbalken – Andreas Benzel verzog freistehend. Joker Omar Hozan brachte zudem das Kunststück fertig, das Spielgerät nicht in den verwaisten SVW-Kasten zu befördern. „So haben wir uns trotz der Leistungssteigerung nicht mehr mit dem Siegtreffer belohnt“, bedauerte Baki.

Bremer SV – SV Lemwerder 4:2 (0:1): Es war nicht der Tag von Lemwerders Torjäger Nico Imhoff. Nach 26 Minuten war er zunächst das Opfer einer Tätlichkeit, ehe er nach einem Pressschlag mit einer Verletzung am rechten Sprunggelenk ins Krankenhaus gebracht werden musste. „Nico wird uns mindestens drei Wochen fehlen. Das ist ein herber Verlust“, stellte Lemwerders Übungsleiter Bastian Wendorff fest. Der Aufsteiger dominierte die Anfangsphase und verzeichnete auch das 1:0. Milan Spieler verlängerte einen weiten Abschlag von Vincent Wohlers in die Spitze. Malwin Walecki schloss den Klasse-Angriff mit drei Ballkontakten erfolgreich ab. „Wir haben in den ersten 20 Minuten auch super gespielt“, betonte Wendorff.

Doch die Rote Karte spielte dem Liga-Neuling überhaupt nicht in die Karten. „Wir haben uns gegen zehn Spieler sehr schwergetan“, ärgerte sich Wendorff. Niklas Kaufeld drehte den Spieß mit seinem Doppelpack aus abseitsverdächtiger Position zum 2:1 um. Erst nachdem Bersan Bugrahan und erneut Niklas Kaufeld das Match bereits zu Gunsten der Gastgeber entschieden hatten, betrieb Milan Spieler mit seinem Tor zum 2:4 ein wenig Ergebniskosmetik. Er traf nach einer missglückten Rettungsaktion volley per Sonntagsschuss. „In kämpferischer Hinsicht kann ich meinem Team aber keinen Vorwurf machen“, sagte Bastian Wendorff.

Mehr zur B-Junioren Verbandsliga

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Bremen
Sport aus aller Welt