21. Januar 2019 / 19:30 Uhr

JFV Hanse Lübeck besiegt Union Berlin und wird Zweiter beim Kocaaga-Cup

JFV Hanse Lübeck besiegt Union Berlin und wird Zweiter beim Kocaaga-Cup

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Spannende Spiele sahen die Zuschauer beim Kocaaga-Cup.
Spannende Spiele sahen die Zuschauer beim Kocaaga-Cup. © JFV
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Beachtliche Leistung der C-Junioren - nur Hansa Rostock war besser.

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Furioser Hallenfußball wurde den ca. 200 Fußballbegeisterten am Sonntag im Kücknitzer Käsebunker geboten. Gastgeber JFV Hanse Lübeck konnte am Ende den zweiten Platz ergattern und musste sich im Finale lediglich dem FC Hansa Rostock geschlagen geben. Bundesligist Union Berlin (immerhin Dritter in der Regionalliga Nordost) wurde kurz zuvor im Semifinale aus dem Wettbewerb befördert. Zunächst stand jedoch das Quali-Turnier an. Mit dabei war die Zweitvertretung der JFV. Mit dem 4:0 über den SC Buntekuh erwischte man einen Sahnestart. Auch der SG Wagrien ließ man beim 4:0 keine Chance. Am Ende zog man als Gruppensieger der Gruppe A ins Halbfinale ein. In der Gruppe B behielt der TSV Lensahn die Oberhand und gewann alle seine Spiele. Der JFV besiegte Phönix Lübeck problemlos mit 3:0. Im Finale traf man auf den SC Buntekuh, den man im Auftaktmatch ja klar geschlagen hatte. Nachdem es 1:1 stand, musste das Neunmeterschießen her. Hier zeigte der SCB die etwas besseren Nerven und so durfte sich das Team vom Koggenweg freuen, gegen die "Großen" spielen zu dürfen. "Gegen Buntekuh haben die letzten Prozente gefehlt. Vielleicht war man sich zu sicher, weil man sie vorher klar geschlagen hatte. Wir waren zu egoistisch vor dem Tor. Ärgerlich, wir hätten es eigentlich verdient gehabt, weil wir die beste Mannschaft im Vorturnier waren, aber wir hätten es ja vorher längst klar machen können. Die Jungs aus Buntekuh haben sich natürlich tierisch gefreut, sich im Hauptfeld mit den hochklassigen Teams messen zu dürfen", so C1-Coach Dirk Rodewald.

Überzeugender Auftritt in der Gruppenphase

Die Gruppe A des Hauptturniers bestand neben dem Ausrichter JFV Hanse aus dem FC Hansa Rostock, Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Neubrandenburg. Gleich im ersten Match durfte Rodewald jubeln, denn seine Jungs besiegten mit Eintracht Braunschweig immerhin den Siebten der Regionalliga Nord mit 2:1. "Vielleicht haben sie uns etwas unterschätzt, weil Hanse für die keine großer Begriff ist. Außerdem hatten sie ja auch die Anfahrt in den Knochen. Trotz Rückstand und etwas Schläfrigkeit zu Beginn haben wir später absolut dominiert und verdient gewonnen." Es folgte das zweite Spiel und gleichzeitig der zweite Erfolg: Neubrandenburg ließ man beim 4:0 nicht den Hauch einer Chance. Mit diesem Sieg hatte man sich schon das Ticket fürs Halbfinale gesichert. Nun ging es gegen Hansa Rostock um den Gruppensieg. Allerdings unterlag man schlussendlich mit 2:6. "Rostock macht aus den ersten drei Chancen gleich drei Tore und gewinnt am Ende verdient mit 6:2." In der zweiten Gruppe zog neben dem Spitzenreiter 1. FC Union Berlin auch Holstein Kiel ein, denn der KSV hatte im Vergleich zum Niendorfer TSV die etwas bessere Tordifferenz.

"Sensationell gemacht - es war ein Riesen-Turnier"

Im ersten Semifinale traf Regionalligist FC Hansa auf Holstein Kiel. Mit einem 2:0-Sieg machte die "Kogge" den Finaleinzug perfekt und überzeugte vor allem spielerisch. Für den JFV stand mit Union Berlin ein echter dicker Brocken vor der Brust. Die Hanse-Jungs brachten eine sensationelle Leistung auf das Parkett und setzten sich überraschend nach 13 Minuten mit 1:0 durch, obwohl man kurz vor Schluss aufgrund einer Zeitstrafe in Unterzahl agieren musste. "Wir haben das sensationell gemacht und alles investiert und keinen Ball aufgegeben. Das Spiel war total ausgeglichen. Der entscheidende Treffer fiel dann in der Mitte der Spielzeit. Die Zeitstrafe zu geben ist schon sehr hart gewesen", meint Dirk Rodewald. So kam es also folglich zum Finale gegen den FC Hansa Rostock. Die Chance auf eine Wiedergutmachung aus der Vorrunde war also gegeben. Man unterlag zwar mit 0:1, aber auf die Leistung ist Rodewald dennoch stolz: "Wir waren sehr gut drin und in den Zweikämpfen viel präsenter als beim ersten Duell. Am Ende ist Hansa aber der verdiente Sieger. Sie haben es stark gemacht und haben kaum Gegentore bekommen. Von uns war es ein Riesen-Turnier mit sechs Regionalligisten und wir sind Zweiter geworden. Ich bin stolz auf die Leistung und meine Spieler haben es sensationell gemacht. Es war ein super Turnier mit klasse Rahmenbedingungen."

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Kapitän Hartwig mit Schädelhirntrauma

Eine Schrecksekunde gab es trotz aller Euphorie und Zufriedenheit aber dennoch zu verkraften. Hanse-Spielführer Fabio Hartwig hat sich im Vorrundenspiel gegen Rostock verletzt. Er prallte mit einem gegnerischen Spieler nach einem unglücklichen Zusammenstoß gegen sein Kinn zusammen und fiel sofort zu Boden. Der Kapitän wurde umgehend ins Krankenhaus geschickt. Dort wurde ein Schädelhirntrauma ersten Grades festgestellt. Rodewald: "Soweit geht es ihm schon wieder gut. Er soll aber noch zur Kontrolle da bleiben. Ich werde ihn auch noch einmal besuchen". sagt Dirk Rodewald. Ein Spieler von den "Eisernen" hat sich in einer Partie den Zeh gebrochen und war zwischendurch auch im Hospital. Er kehrte zum Ende des Kocaaga-Cups aber schon wieder in die Halle zurück und konnte selbständig nach Berlin zurückfahren und die Heimreise antreten.

Hallenturnier und Trainingslager als krönender Abschluss

In zwei Wochen tritt die C-Jugend des JFV zum Highlight der Vorbereitung bei einem Hallenturnier in Göttingen an. Mit dabei sind dann der 1. FC Magdeburg, TuS Koblenz und auch der VfL Wolfsburg. Zudem ist ein Trainingslager in Spanien geplant.

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Marcello Meyer hat sich ebenfalls den Strandpiraten im Winter angeschlossen. ©
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