13. Oktober 2021 / 08:32 Uhr

Kommentar: Der DFB bereitet Ex-Bundestrainer Joachim Löw einen unwürdigen Abschied

Kommentar: Der DFB bereitet Ex-Bundestrainer Joachim Löw einen unwürdigen Abschied

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RND-Sportchef Heiko Ostendorp sieht die Pläne des DFB anlässlich der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Bundestrainers Joachim Löw kritisch.
RND-Sportchef Heiko Ostendorp sieht die Pläne des DFB anlässlich der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Bundestrainers Joachim Löw kritisch. © IMAGO/Moritz Müller
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RND-Sportchef Heiko Ostendorp sieht die Pläne des DFB anlässlich der offiziellen Verabschiedung von Joachim Löw kritisch. Er hätte dem ehemaligen Bundestrainer einen würdigeren Rahmen des Prozederes gewünscht.

Fingerspitzengefühl ist wahrlich kein Begriff, der im Zusammenhang mit dem Deutschen Fußball-Bund in den vergangenen Jahren überproportional oft gefallen ist – außer es gab den Zusatz "fehlendes".

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Nun darf man diese Beschreibung mal wieder verwenden, wenn es um den offiziellen Abschied von Joachim Löw geht. Dieser findet am 11. November in Wolfsburg im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels gegen Liechtenstein statt. Ja, Sie haben richtig gelesen: gegen Liechtenstein!

Der erfolgreichste Bundestrainer der Geschichte, unser Weltmeistercoach, wird wie einige weitere verdiente Mitarbeiter – bei allem Respekt – vor einem Spiel gegen den aktuellen 188. der FIFA-Rangliste in die Bundestrainer-Rente geschickt. In einem Stadion, das aus diesem Grund höchstwahrscheinlich nicht mal halb voll sein wird. Was für ein unwürdiger Abschied.

Bei allem Verständnis für die Gründe, die Benedikt Höwedes im SPORTBUZZER-Interview erläutert, und im Wissen um die Tatsache, dass auch die Heimatstadt von Sponsor Volkswagen eine Rolle gespielt haben dürfte, hätte der DFB anders handeln und seine eigenen Interessen hintanstellen können.

Im März soll es einen hochkarätigen Test geben, der Löw ebenjenen gebührenden Abgang garantiert hätte, den er aufgrund seiner Erfolge in fast 16 Jahren unbestritten verdient. Stattdessen hat der Verband erneut eine große Chance verpasst. Schade.