30. Juni 2021 / 12:53 Uhr

"Schwarz-rot-goldenes Herz" von Bundestrainer Joachim Löw blutet: "Übernehme Verantwortung für EM-Aus"

"Schwarz-rot-goldenes Herz" von Bundestrainer Joachim Löw blutet: "Übernehme Verantwortung für EM-Aus"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw hat am Mittwoch zum Ende seiner Amtszeit Rede und Antwort gestanden.
Bundestrainer Joachim Löw hat am Mittwoch zum Ende seiner Amtszeit Rede und Antwort gestanden. © Getty Images
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Joachim Löw hat sich auf seiner Abschieds-Pressekonferenz am Mittwoch emotional gezeigt. Der scheidende Bundestrainer sprach über das EM-Aus, die Perspektiven der Mannschaft und seine Erfahrungen in den vergangenen 15 Jahren. 

Tief enttäuscht und mit emotionalen Worten hat Joachim Löw das Achtelfinal-Aus bei der Europameisterschaft aufgearbeitet und Bilanz seiner 15-jährigen Tätigkeit als Bundestrainer gezogen. "Es war nicht der Abschied, den wir uns alle vorgestellt haben. Die Enttäuschung sitzt sehr, sehr tief", sagte der 61-Jährige auf seiner Abschieds-Pressekonferenz am Mittwoch: "Ich hatte und habe absolutes Vertrauen in diese Mannschaft. Ich übernehme die Verantwortung für das Ausscheiden - ohne Wenn und Aber." Auch er mache Fehler, gestand er, ohne dabei ins Detail gehen zu wollen. Nach 198 Länderspielen in verantwortlicher Position übergibt Löw das Amt nun an seinen ehemaligen Assistenten Hansi Flick, der zuletzt erfolgreiche beim FC Bayern gearbeitet hatte.

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Er glaube, dass die Mannschaft über großes Potenzial verfüge, betonte Löw und verdeutlichte, dass es dem einen oder anderen Spieler bei der EM noch an Turnier-Erfahrung gefehlt habe. Mit Blick auf die kommenden Jahre mit der WM 2022 in Katar und der Heim-EM 2024 sei er zuversichtlich, sagte der scheidende Bundestrainer und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg. "Ich wünsche Hansi Flick alles, alles Gute", meinte Löw und schloss sein Eingangs-Statement mit den Worten: "Mein Herz schlägt weiterhin schwarz-rot-gold."

Bilanzierend hatte Löw zuvor gesagt: "Es waren für mich 15 sehr lange Jahre mit vielen schönen Momenten, aber auch mit Enttäuschungen." Löw hatte den Posten des Bundestrainers nach dem Sommermärchen 2006, bei dem er Co-Trainer von Jürgen Klinsmann war, übernommen. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Zuletzt waren die Ergebnisse dann aber oft enttäuschend. Vor dem Achtelfinal-Aus bei der EM gegen England war die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2018 schon in der Gruppenphase gescheitert.

Am Mittwochmorgen hatte sich Löw von seinen Spielern verabschiedet und will nun erstmal durchatmen. Er sei "froh, dass ich mich nun etwas zurückziehen und die Verantwortung abgeben kann", sagte der Coach und hob hervor, dass er für all die in den vergangenen Jahren entstandenen zwischenmenschlichen Beziehungen "wahnsinnig dankbar" sei. "Es gab unglaublich vieles, das ich erlebt habe", meinte er: "Ich habe viele Momente und Bilder in meinem Herzen abgespeichert."