29. Juni 2021 / 22:23 Uhr

Spiele, Titel, Debütanten: Die Ära von Joachim Löw als Bundestrainer in Zahlen

Spiele, Titel, Debütanten: Die Ära von Joachim Löw als Bundestrainer in Zahlen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Ära von Bundestrainer Joachim Löw ist vorüber.
Die Ära von Bundestrainer Joachim Löw ist vorüber. © Getty Images/IMAGO/Horstmüller/Laci Perenyi (Montage Schaefer)
Anzeige

Die Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw als Bundestrainer ist vorüber. Im EM-Achtelfinale scheiterte der 61-Jährige mit der Nationalmannschaft an England – und übergibt das Zepter nun an Hansi Flick. Der SPORTBUZZER blickt auf die Zahlen der Ära Löw beim DFB.

Die Ära Joachim Löw bei der deutschen Nationalmannschaft ist vorüber: Mit der 0:2-Niederlage gegen England im Londoner Wembley-Stadion ist die DFB-Elf bei der Europameisterschaft ausgeschieden – und Löws Abschiedstournee beendet. Nach dem Turnier wird Hansi Flick die DFB-Elf übernehmen. Doch Löws Amtszeit wird wohl bei kaum einem deutschen Fans in Vergessenheit geraten, fast 15 Jahre war der inzwischen 61-Jährige eine Konstante in der sonst so schnelllebigen Welt. Zur Einordnung: Als Löw am 12. Juli 2006 vom Co-Trainer von Jürgen Klinsmann zum Chef an der DFB-Seitenlinie befördert wurde, war Angela Merkel gerade ein halbes Jahr Bundeskanzlerin und Apple hatte nicht einmal das erste iPhone vorgestellt.

Anzeige

Bei insgesamt 198 Spielen stand der Badener an der Seitenlinie. Seine Bilanz ist beachtlich: 124 Siege konnte Deutschland unter seiner Führung einfahren. 40 Mal spielte er mit dem DFB-Team Unentschieden, 34 Niederlagen musste Löw hinnehmen – die abschließende gegen die "Three Lions" wohl als eine der schmerzlichsten. Seine Bilanz ergibt einen Punkteschnitt von 2,08 Zählern pro Spiel – das kann sich sehen lassen. Aber: Pep Guardiola beispielsweise schafft mit Manchester City 2,34 Punkte pro Spiel, Löw-Nachfolger Hansi Flick mit dem FC Bayern 2,53.

Der Glanz-Moment von Löws Amtszeit ist klar: 2014 errang das DFB-Team in Brasilien im Finale gegen die Argentinier (1:0 nach Verlängerung) den vierten Weltmeistertitel, schaltete auf dem Weg dahin unter anderem den Gastgeber sensationell mit 7:1 aus. Hadern wird Löw aber womöglich mit seiner weiteren Turnier-Bilanz: Bis auf den Pokal beim Confederations Cup 2017 in Russland scheiterte Löw letztlich daran, weiteres Edel-Metall zu gewinnen. Das EM-Finale 2008 in Wien, das man 0:1 gegen Spanien verlor, bleibt das einzige weitere Endspiel.

113 DFB-Debütanten unter Löw

Löw machte sich in seiner Rolle als Bundestrainer auch lange als Nachwuchsförderer einen Namen. In seiner gesamten Amtszeit kamen ganze 113 Debütanten zu ihrem ersten Einsatz im Trikot mit dem Adler auf der Brust. Zwei Spieler debütierten gleich in Löws erstem Spiel: Der damals 22 Jahre alte Malik Fathi von Hertha BSC und der 26 Jahre alte Manuel Friedrich standen beim 3:0 im Freundschaftsspiel gegen Schweden in Gelsenkirchen auf dem Platz. Der letzte Debütant in Löws Amtszeit: Bayern-Youngster Jamal Musiala, der am 25. März in der WM-Qualifikation gegen Island zum Einsatz kam.