11. Oktober 2020 / 12:00 Uhr

Löw setzt gegen die Schweiz trotz Kritik auf Kontinuität: "Werde in der Startaufstellung nicht viel ändern"

Löw setzt gegen die Schweiz trotz Kritik auf Kontinuität: "Werde in der Startaufstellung nicht viel ändern"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw plant gegen die Schweiz mit seiner Stammelf.
Joachim Löw plant gegen die Schweiz mit seiner Stammelf. © imago images/Schüler/Montage
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Die DFB-Auswahl konnte gegen die Ukraine erneut nicht überzeugen. Bundestrainer Joachim Löw will beim kommenden Spiel in der Nations League gegen die Schweiz am Dienstag trotz zunehmend kritischer Töne aus dem Umfeld der Nationalmannschaft auf eine ähnliche Startelf setzen. 

Die deutsche Nationalmannschaft fuhr endlich ihren ersten Sieg in der Nations League ein. Gegen die stark ersatzgeschwächte Ukraine mühte sich die Mannschaft von Joachim Löw zu einem knappen 2:1. Und schon am Dienstag (20.45 Uhr, ARD) geht es in Köln gegen die Schweiz weiter. Der Bundestrainer setzt dabei auf Kontinuität. "Wenn nichts passiert ist, werde ich an der Startaufstellung nicht viel ändern", kündigte der 60-Jährige an, gegen die Eidgenossen auf große Rotation verzichten zu wollen.

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Der Grund: Die Mannschaft solle sich im Hinblick auf die wenigen Test-Möglichkeiten vor der im Sommer 2021 anstehenden Europameisterschaft finden. "Wir haben insgesamt nicht so viele Spiele bis zur EM, noch sieben bis zum Beginn der Vorbereitung. Wichtig ist, dass sich jetzt die Mannschaft auch einspielt. Auch diese Mannschaft war ja über zehn Monate nicht mehr zusammen. Das ist eine lange Zeit. Daher werden wir gegen die Schweiz nicht viel verändern, wenn alle fit sind, wovon ich ausgehe", erklärte Löw.

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Dabei hatte es für den erneut nicht vollends überzeugenden Auftritt der DFB-Elf gegen die Ukraine durchaus Kritik und Anlässe für personelle Umstellungen gegeben. "Das Spiel mit Ball lahmt so. Kroos und Kimmich haben sich zu tief fallen lassen und mussten das Aufbauspiel übernehmen", erklärte der langjährige DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger in der ARD. Auch Torschütze Matthias Ginter kommentierte: "Wir wissen, dass wir nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben".

Löw: "Es ist uns nicht alles gelungen"

Selbst der Bundestrainer sah den eigenen Erfolg trotz des Abbruchs der Sieglos-Serie durchaus kritisch. "Es ist uns nicht alles gelungen, aber einiges“, befand Löw nach dem Arbeitssieg vor 17.573 Zuschauern, die trotz hoher Infektionszahlen in Kiew im Nationalstadion dabei waren. Von zahlreichen Chancen führten nur zwei zu den Toren von Matthias Ginter (20. Minute) und Leon Goretzka (49.), der beim 2:0 von einem krassen Torwart-Fehler profitierte.

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Drei Tage nach dem 3:3 im Test gegen die Türkei hatte Löw die Startelf noch gleich auf neun Positionen verändert. Erstmals stand wieder weitgehend die A-Formation mit dem starken Bayern-Block auf dem Feld, die vor einem Jahr die EM-Qualifikation als Gruppensieger vor Holland erfolgreich bewältigt hatte. Diese soll nun enger zusammenwachsen und auch gegen die Schweiz liefern. Die Eidgenossen unterlagen am Samstagabend in Spanien mit 0:1. Spanien führt die Gruppe 4 nach drei von sechs Spieltagen mit sieben Punkten vor der deutschen Mannschaft (5 Zähler) an.

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