01. Februar 2020 / 23:14 Uhr

Joachim Löw ruft vor EM 2020 "Jahr des Aufbruchs" aus: Ära "der Selbstverständlichkeit ist vorbei"

Joachim Löw ruft vor EM 2020 "Jahr des Aufbruchs" aus: Ära "der Selbstverständlichkeit ist vorbei"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw sieht das DFB-Team 2020 in einem Jahr des Aufbruchs.
Bundestrainer Joachim Löw sieht das DFB-Team 2020 in einem "Jahr des Aufbruchs". © dpa
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Bundestrainer Joachim Löw blickt voller Zuversicht auf die bevorstehende EM. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" spricht er davon, dass sich die DFB-Mannschaft "alles neu und hart erarbeiten" müsse, um bei dem Großturnier erfolgreich sein zu können. Zudem äußert er sich zu seiner eigenen Zukunft als Trainer.

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Wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag und rund vier Monate vor dem Beginn der EM hat Bundestrainer Joachim Löw nach dem vergangenen Jahr des Umbruchs in der deutschen Nationalmannschaft 2020 zum "Jahr des Aufbruchs" ausgerufen. Nach dem Debakel der WM 2018 soll die anstehende Europameisterschaft, die unter anderem in Deutschland ausgetragen wird, für das DFB-Team wieder erfolgreicher verlaufen.

Löw ist für die EM zuversichtlich, auch wenn die Vorrundengegner mit Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich nicht hätten schwieriger sein können. "Ich betrachte es als meine Aufgabe, die Mannschaft so zu formen, dass sie ihre Unbekümmertheit und ihre Frechheit, die sie zuletzt gezeigt hat, beibehält", sagte Löw der Bild am Sonntag. Allerdings sei er "auch Realist - nach der Enttäuschung der WM 2018 mehr als je zuvor", betonte der 59-Jährige.

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DFB-Team muss sich "alles neu und hart erarbeiten"

Nach dem peinlichen Aus in der Vorrunde und Niederlagen gegen Mexiko und Südkorea sieht Löw das DFB-Team auf einem schwierigen Weg zurück an die Weltspitze. "Die Jahre der Selbstverständlichkeit sind vorbei", erklärte er mit Blick auf das unerwartete Aus nach Jahren voller Erfolge. Der WM-Titel von 2014 fast garantierte Plätze in Semifinals oder der Confed-Cup-Sieg von 2017 hatte Fußball-Deutschland wohl getrügt.

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Fortan müsse das DFB-Team sich "alles neu und hart erarbeiten", sagte Löw der BamS. "Wir wollen bei der Nationalmannschaft die Dinge aber gleichzeitig wieder mit einer gewissen Demut und Bescheidenheit angehen." Das aktuelle DFB-Team beschreibt der 59-Jährige als "wissbegierig" und "sehr motiviert". Die Mannschaft sei "sicher in der Lage, bei der EM viel zu erreichen". Löw sei "nicht so arrogant zu sagen, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, Gruppengegner wie (...) Frankreich und Portugal nebenbei zu schlagen". DFB-Präsident Fritz Keller hatte kürzlich "mindestens das Halbfinale" gefordert.

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Auch bezüglich seiner eigenen Zukunft äußerte sich Löw. Im hohen Alter will der Bundestrainer nicht mehr dem Job des Trainers nachgehen. "Ich bin mir fast sicher, dass ich mit 70 noch im Stadion sitzen werde – aber vielleicht eher auf der Tribüne, als Fan", sagte er. Er wird noch in diesem Jahrzehnt seine Trainerkarriere beenden. "Dass ich mit 70 noch Trainer bin, kann ich mir hingegen nicht vorstellen", so der 60-Jährige. Sein Vertrag beim DFB läuft noch bis 2022.

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