09. November 2020 / 12:07 Uhr

Joachim Löw verweist auf Analyse: Diesen Entwicklungsstand hat das DFB-Team erreicht

Joachim Löw verweist auf Analyse: Diesen Entwicklungsstand hat das DFB-Team erreicht

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw erklärt, auf welchem Entwicklungsstand er die DFB-Elf sieht.
Bundestrainer Joachim Löw erklärt, auf welchem Entwicklungsstand er die DFB-Elf sieht. © Getty Images (Montage)
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Joachim Löw bewertet den Entwicklungsstand des der Nationalmannschaft auch anhand von analytischen Vergleichen mit anderen Top-Teams. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der Bundestrainer über die Ergebnisse dieser Betrachtungen.

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Joachim Löw zieht bei der Bewertung der Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft nach der verkorksten WM 2018 auch Vergleiche mit den Talsohlen anderer Top-Nationen heran. "Man darf nicht vergessen, dass wir Ende 2018 ganz unten waren und wie lange andere Nationen gebraucht haben, um aus einem Tal herauszukommen. Ich habe das mal analysieren lassen", verrät der Bundestrainer im SPORTBUZZER-Interview: "England, Spanien, Italien, Holland, alle haben diesen Umbruch eingeleitet, nachdem sie am Tiefpunkt waren. Und alle haben vier, sechs oder sogar acht Jahre gebraucht, bis sie wieder dort hinkamen, wo sie vorher waren. Da haben wir in den eineinhalb Jahren nun schon einen sehr großen Schritt gemacht."

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Löw konkretisiert: "2016 haben wir rund 80 Prozent unserer Möglichkeiten ausgeschöpft, 2017 sogar 100. Da haben wir alle Qualispiele und den Confed-Cup gewonnen. 2018 waren es unter 20 Prozent! 2019 sind wir schon wieder bei 80 gewesen und haben jetzt seit über einem Jahr nur ein Spiel verloren." So sieht Löw das DFB-Team trotz der zuletzt nicht immer überzeugenden Auftritte "auf einem guten Weg". Er gesteht allerdings auch: "Aber wir haben auch noch ein ganzes Stück vor uns, wenn wir dahin kommen wollen, dass wir bei der EM wieder ein ernsthafter Konkurrent für alle sind."

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Dem 60-Jährigen ist bewusst, dass er in der öffentlichen Wahrnehmung vor allen an Siegen gemessen wird. Von den vergangenen fünf Länderspielen gewann das DFB-Team allerdings nur eine Partie: Im vergangenen Monat gab es ein mühevolles 2:1 in der Ukraine. "Klar, Siege wären jetzt auch wichtig. Natürlich machen wir noch jede Menge Fehler, wie man in den letzten Spielen gesehen hat. Auch spielerisch haben wir noch Luft nach oben. Fehler zu machen, ist wichtig, um die richtigen Lehren und Schlüsse zu ziehen", meint Löw, der die Struktur innerhalb des Teams schon jetzt als stimmig ansieht.

Löw: "Wir glauben an unsere Spieler. Ohne Wenn und Aber"

Er erläutert: "Neben unseren gestandenen Säulen wie Neuer oder Kroos haben wir hungrige junge Spieler mit riesigem Potenzial. Das stimmt mich zuversichtlich, weil wir auch in der Art und Weise, wie wir spielen wollen, schon richtig gute Ansätze gezeigt haben. Unsere Spieler haben es verdient, dass wir an sie glauben. Und das tun wir. Ohne Wenn und Aber."