11. März 2021 / 14:46 Uhr

Joachim Löw erläutert Gründe für Rücktritt: EM 2024 "muss zu einer Explosion führen"

Joachim Löw erläutert Gründe für Rücktritt: EM 2024 "muss zu einer Explosion führen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw ist als Trainer der Nationalmannschaft zurückgetreten und wird im Sommer den Platz räumen.
Joachim Löw ist als Trainer der Nationalmannschaft zurückgetreten und wird im Sommer den Platz räumen. © IMAGO/Sven Simon
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Auf einer Pressekonferenz des DFB hat Joachim Löw Stellung zu seinem am Dienstag angekündigten Rücktritt bezogen. Warum hört der Bundestrainer auf?  Nicht nur auf diese Frage gab der 61-Jährige eine Antwort.

Bundestrainer Joachim Löw hat zwei Tage nach dem angekündigten Rücktritt die Beweggründe für seinen Entschluss erläutert - und erklärt, dass er sich in den vergangenen Monaten mit einem Abschied beschäftigt habe. "Ich hatte mir vorgenommen, mir im Februar und März diesen Jahres im Vorfeld der Länderspiele für mich konkret Gedanken zu machen", sagte der 61-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz des DFB.

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Dabei habe er sich Fragen gestellt: "Wo stehen wir, wo stehe ich? Was habe ich für ein Gefühl?", fragte sich Löw, der seit 2006 verantwortlicher Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist. "Dabei bin ich vor zwei oder drei Wochen zu der Erkenntnis gekommen, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um den Stab an jemand anderen weiterzugeben."

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Dies habe er bewusst vor allem mit Blick auf die Heim-EM in Deutschland in drei Jahren beschlossen, so Löw weiter. "Das Turnier im eigenen Lande muss zu einer Explosion führen. Was wir 2006 erlebt haben, war eine Begeisterung für die Mannschaft, die zu einem Umdenken in manchen Bereichen geführthat. Deutschland wurde in einem ganz anderen Licht gesehen. So soll auch 2024 wieder so sein, das kann unheimlich viel erzeugen und bewegen."

"Sollte nicht daran scheitern, dass ein Trainer an seinem Stuhl klebt"

"Vor allem Erneuerung" soll von dem Wechsel der Bundestrainer vor dem Turnier ausgehen. "Ich sehe mich 2024 nicht mehr in dieser Position", stellte Löw fest. Er wolle deshalb seinem Nachfolger "die notwendige Zeit" geben. "Ein neuer Trainer braucht ein bisschen Zeit. Zeitraum von drei Jahren vor einem Turnier ist der richtige. Ein oder zwei Jahre sind zu kurz. Diese Möglichkeit, sollte man dem Trainer und der Mannschaft geben". Dies solle auch "nicht daran scheitern, dass ein Trainer an seinem Stuhl klebt".

Löw hatte bereits am Mittwoch bestätigt, dass er seine Trainer-Karriere fortsetzen werde. "Meine Trainerlaufbahn wird danach nicht vorbei sein. Denn ich liebe die tägliche Arbeit auf dem Platz und das individuelle Training mit den Spielern", wurde der Bundestrainer von Sport1 zitiert. Er wolle aber zunächst etwas durchatmen nach dem Turnier - für Angebote sei er aber durchaus offen. Er habe noch keine weiterführenden Pläne, bekräftigte Löw: Ich habe mir keine konkreten Gedanken gemacht, wie sieht meine Zukunft aus nach dem Turnier."