03. März 2020 / 19:37 Uhr

Joachim Löw reagiert auf Hass-Plakate gegen Dietmar Hopp: "Kann und darf man nicht tolerieren"

Joachim Löw reagiert auf Hass-Plakate gegen Dietmar Hopp: "Kann und darf man nicht tolerieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw hat die Hass-Plakate gegen Dietmar Hopp scharf verurteilt.
Joachim Löw hat die Hass-Plakate gegen Dietmar Hopp scharf verurteilt. © imago images/foto2press
Anzeige

Jetzt spricht Bundestrainer Joachim Löw. Der Weltmeister-Coach von 2014 hat auf die jüngsten Hass-Plakate gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp reagiert. Löw bezeichnete die Beleidigungen als "verheerend".

Anzeige

Bundestrainer Joachim Löw hat die Beleidigungen gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp in den deutschen Fußballstadien als „verheerend“ bezeichnet. „Wenn einzelne Leute in unserem Rechtsstaat so angegriffen werden“, sagte der 60-Jährige am Dienstag am Rande der Auslosung der Nations League dem ZDF. „Ich glaube, da muss man entschieden vorgehen, da sind wir alle einer Meinung. So etwas kann und darf man nicht tolerieren.“

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Der 79 Jahre alte Hopp war während mehrerer Partien der Bundesliga und 2. Liga von einigen Fans mit Spruchbändern oder Gesängen massiv beleidigt worden, die Partien zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München sowie zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg standen deshalb kurz vor dem Abbruch. Wiederholt war das Abbild von Hopp im Fadenkreuz zu sehen gewesen.

Red Bull, Dietmar Hopp, Lars Windhorst und Co.: Investoren im deutschen Profifußball

Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim, Red Bull bei RB Leipzig und Lars Windhorst bei Hertha BSC - drei Beispiele für Investoren im deutschen Profifußball. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt in der Galerie noch weitere Geldgeber von der Bundesliga bis zur 3. Liga. Zur Galerie
Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim, Red Bull bei RB Leipzig und Lars Windhorst bei Hertha BSC - drei Beispiele für Investoren im deutschen Profifußball. Der SPORTBUZZER zeigt in der Galerie noch weitere Geldgeber von der Bundesliga bis zur 3. Liga. ©

Löw: "müssen gucken, dass wir solche Leute vom Stadion fernhalten"

„Das will niemand von uns im Stadion sehen“, sagte Löw. „Wir müssen gucken, dass wir solche Leute vom Stadion fernhalten.“ Es müsse „so hart, wie es irgendwie geht und wie die Gesetze vorgeben“ durchgegriffen werden.

Auch WM-2014-Kapitän Philipp Lahm sprach im Rahmen einer DFB-Veranstaltung am Mittwoch über den Fan-Hass: „Davon muss man sich distanzieren. Das hat in den Stadien und außerhalb nichts zu suchen und ist mit den Werten, die wir leben, nicht vereinbar", sagte der Ex-Nationalspieler. „Mit der Technik, die wir heutzutage haben, kann man ja die Leute in den Stadien gezielt identifizieren und damit dann Kollektivstrafen ausschließen. Es gab ja in Münster kürzlich ein gutes Fallbeispiel für Zivilcourage, da hat die Gemeinschaft im Stadion etwas Vorbildliches geschafft."