03. September 2020 / 23:30 Uhr

Wegen Spielplan und Auswechslungen: Joachim Löw übt deutliche Kritik und sorgt sich um Spieler

Wegen Spielplan und Auswechslungen: Joachim Löw übt deutliche Kritik und sorgt sich um Spieler

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw übt angesichts der anstehenden Belastungen für seine Spieler deutliche Kritik
Joachim Löw übt angesichts der anstehenden Belastungen für seine Spieler deutliche Kritik © imago images/ULMER Pressebildagentur
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Bundestrainer Joachim Löw sieht seine Spieler an der Belastungsgrenze. Er hat kein Verständnis für den strammen Spielplan und die Abkehr von fünf Spielerwechseln in der Nations League.

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Mit Blick auf das pralle Programm der kommenden Wochen hat sich Joachim Löw nach dem 1:1 zum Nations-League-Auftakt am Donnerstagabend gegen Spanien erbost gezeigt. "Drei Spiele in zehn Tagen halte ich nicht für sinnvoll", kritisierte der Bundestrainer im ZDF angesichts der Länderspiel-Dreierpacks im Oktober und November. Er hätte bei seiner "jungen Mannschaft" den Fokus lieber auf jeweils zwei Spiele gelegt und die verbliebene Zeit für die Entwicklung von Mechanismen genutzt. "Wir brauchen die Trainingseinheiten", sagte der 60-Jährige.

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Insgesamt stehen für das DFB-Team in den knapp vier Monaten bis zum Jahresende noch sieben Länderspiele auf dem Programm. Nach der zweiten Nations-League-Begegnung am Sonntag in Basel gegen die Schweiz steht der erste Dreier-Termin an. Am 7. Oktober empfängt Deutschland die Türkei in Köln zum Test, am 10. Oktober geht es in der Nations League in der Ukraine um Punkte, am 13. Oktober heißt erneut in Köln die Schweiz der Gegner. Ein ähnliches Prozedere wartet dann im November: Dann geht es gegen Tschechien (11. November), die Ukraine (14. November) und Spanien (17. November).

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Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik. ©

Doch der Spielplan ist nicht der einige Punkt, der Löw missfällt. "Das Zweite, das ich nicht verstehe: Es waren jetzt immer fünf Wechsel erlaubt - dann wird das aufgehoben." So darf der Bundestrainer anders als seine Kollegen in der Bundesliga oder zuletzt auch Champions League in der Nations League nur drei Akteure austauschen. Dabei würde die Regel mit fünf Wechseln nach Ansicht von Löw "doch gerade jetzt Sinn ergeben". Einige seiner Nationalspieler aber auch der Spanier seien mit zunehmender Spieldauer am Donnerstag "auf dem Zahnfleisch gegangen", meinte Löw: "Das ist nicht gut für die Fitness und Gesundheit."