21. September 2019 / 23:01 Uhr

Torhüter-Debatte: Bundestrainer Joachim Löw äußert sich zu Attacken von Bayern-Boss Uli Hoeneß

Torhüter-Debatte: Bundestrainer Joachim Löw äußert sich zu Attacken von Bayern-Boss Uli Hoeneß

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw reagiert auf die Aussagen von Bayern-Boss Uli Hoeneß
Bundestrainer Joachim Löw reagiert auf die Aussagen von Bayern-Boss Uli Hoeneß © imago images / Hübner
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Bundestrainer Joachim Löw hat mit großer Gelassenheit auf die Verbalattacken von Bayern-Präsident Uli Hoeneß reagiert. Bei den Münchnern bemüht man sich derweil, die Diskussionen zu beenden.

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Joachim Löw lässt die Verbalattacken von Bayern-Präsident Uli Hoeneß in der Debatte um die Nationaltorhüter Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen an sich abtropfen. „Von so etwas lasse ich mich nicht beeinflussen“, sagte der Bundestrainer der BamS: „Das lässt mich völlig entspannt in die Zukunft blicken.“ Löw war von Hoeneß in dessen Generalabrechung zwar nie namentlich genannt worden, rückte als wichtigstes Mitglied der sportlichen DFB-Führung aber zwangsläufig in den Fokus. So hatte Hoeneß unter anderem gewettert, dass er sich vonseiten des Verbandes „mehr Unterstützung“ für Neuer „erwartet“ hätte.

Mehr zur Debatte um Neuer und ter Stegen

Der Bayern-Boss hatte nach dem 3:0 zum Champions-League-Auftakt am vergangenen Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad auch geschimpft: „Wir kriegen vom DFB ständig Theater.“ So bezeichnete er das Auswahl-Aus für Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller vor rund einem halben Jahr als „in der Art und Weise unmögliche Ausbootung“. Jetzt geschehe „dasselbe mit Manuel Neuer“. DFB-Direktor Oliver Bierhoff äußerte daraufhin sein Unverständnis über die deutlichen Worte von Hoeneß.

Hoeneß ohne weiteren Kommentar am Samstag

Auslöser der Debatte: Nachdem ter Stegen seine Enttäuschung über geringe Einsatzzeiten in der Nationalmannschaft geäußert hatte, wertete Hoeneß dies offenbar als Angriff auf Neuer und ging in die Offensive. Neben dem DFB griff er auch ter Stegen, Bierhoff und die Medien an. Nach dem 4:0-Bundesliga-Sieg am Samstag gegen den 1. FC Köln wollte er sich nicht mehr äußern: „Mein Bedarf ist für eine Zeit lang gedeckt.“

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Marc-André ter Stegen gehört zu den besten Torhütern Deutschlands und hat in seiner Karriere zahlreiche Erfolge feiern können - aber auch Niederlagen hinnehmen müssen. Der SPORTBUZZER stellt den Keeper vor. Zur Galerie
Marc-André ter Stegen gehört zu den besten Torhütern Deutschlands und hat in seiner Karriere zahlreiche Erfolge feiern können - aber auch Niederlagen hinnehmen müssen. Der SPORTBUZZER stellt den Keeper vor. ©
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Überhaupt war man bei den Münchnern am Samstag bemüht, das Thema zu beenden. Sportdirektor Hasan Salihamidzic verteidigte Hoeneß und den ebenfalls am DFB herummäkelnden Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zwar vor der Partie („Sie wollten ihren Spieler schützen.“), ergänzte bei Sky aber auch: „Das Thema wurde sehr hochgespielt und es wurde genug darüber gesprochen.“ Jetzt solle man sich wieder „auf den Fußball konzentrieren“. Es sei „alles okay“, man habe „seine Meinung gesagt“.

Neuer verweigert Angaben zu etwaigem Gespräch mit Bierhoff

Auch Neuer mochte nicht mehr über die Diskussionen der vergangenen Tage reden. „Ich habe ja andere Aufgaben. Ich muss mich um mein Spiel kümmern, um die Trainingsarbeit, um die Vorbereitung auf Belgrad, um die Vorbereitung auf Köln. Das sind meine Aufgaben und nicht das andere“, sagte der Kapitän des FC Bayern und blickte auf die vergangenen Tage zurück: „Für mich ist es eh durch gewesen.“ Die Partie gegen Köln sei für ihn „ein ganz normales Spiel“ gewesen, sagte Neuer: „Das war schon gegen Belgrad der Fall. Es war alles wie immer.“ Ob es zuletzt ein Gespräch mit Bierhoff gab, ließ der Torhüter offen. „Nichts, was für die Öffentlichkeit ist“, sagte er.

Manuel Neuer: Die Bilder seiner Karriere

Manuel Neuer hat als Spieler bereits unzählige Titel gewonnen - das ist die Karriere des Weltmeisters in Bildern! Zur Galerie
Manuel Neuer hat als Spieler bereits unzählige Titel gewonnen - das ist die Karriere des Weltmeisters in Bildern! ©

Löw hatte derweil schon nach dem Aufkeimen der Debatte versucht, die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen: „Wir alle können uns doch nur freuen, mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zwei Weltklassetorhüter zu haben“, sagte der Bundestrainer: „Es ist doch klar, dass jeder Einzelne ehrgeizig ist und auch spielen will, in der Nationalmannschaft brauchen und wollen wir diesen Konkurrenzkampf.“ Er stehe dazu, dass ter Stegen seine Chance erhalten werde. Allerdings betonte Löw einmal mehr auch: „Manuel Neuer ist unser Kapitän.“

Bayern-Boss Hoeness attackiert ter Stegen und den DFB

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