26. Mai 2020 / 06:19 Uhr

Jochen Breyer: Nur so kann der BVB dem FC Bayern dauerhaft auf Augenhöhe begegnen

Jochen Breyer: Nur so kann der BVB dem FC Bayern dauerhaft auf Augenhöhe begegnen

Jochen Breyer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Jochen Breyer steht fest: Nur, wenn die Dortmunder Jungstars wie Jadon Sancho und Erling Haaland halten können, wird man auf Sicht eine Konkurrenz zum FC Bayern.
Für Jochen Breyer steht fest: Nur, wenn die Dortmunder Jungstars wie Jadon Sancho und Erling Haaland halten können, wird man auf Sicht eine Konkurrenz zum FC Bayern. © imago images/Montage
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SPORTBUZZER-Kolumnist Jochen Breyer wirft vor dem Top-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern einen Blick auf prominente BVB-Abgänge der vergangenen Jahre. Er kommt zu dem Schluss: Um den Münchnern dauerhaft gefährlich werden zu können, müssen die Dortmunder ihren Kader zusammenhalten.

Man stelle sich vor, heute Abend würde im Mittelfeld von Borussia Dortmund Ilkay Gündogan die Fäden ziehen. Man stelle sich vor, er würde mit seinen Pässen Pierre-Emerick Aubameyang bedienen. Und neben Aubameyang würde Robert Lewandowski stürmen. Der BVB mit Auba und Lewy, zwei „Neunern“ nebeneinander – einfach, weil er’s kann. Ach ja, fast vergessen: Auf der Bank würden Dembelé, Pulisic und Mkhitaryan sitzen, für den Fall, dass Sancho, Brandt oder Gündogan müde werden.

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Es ist ein beliebtes Spielchen, sich auszumalen, wie Mannschaften aussehen könnten, wenn sie ihre besten Spieler nicht hätten abgeben müssen. Bei Schalke 04 lassen sie das Spielchen lieber sein, um keine Heulkrämpfe zu bekommen (Neuer, Goretzka, Sané, Kolasinac, Draxler). Aber auch die Dortmunder hätten einen Kader, dass den Bayern der Angstschweiß in die Gesichtsmaske laufen müsste.

Die heißesten Duelle zwischen dem FC Bayern und dem BVB der vergangenen Jahre

Die Partien zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern waren in den vergangenen Jahren geladen von Rivalität und spektakulärem Fußball. Die heißesten Duelle zeigt der <b>SPORT</b>BUZZER in der Galerie. Zur Galerie
Die Partien zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern waren in den vergangenen Jahren geladen von Rivalität und spektakulärem Fußball. Die heißesten Duelle zeigt der SPORTBUZZER in der Galerie. ©

Und damit ist alles gesagt darüber, warum der Meisterkampf zuletzt kein Kampf war, sondern ein Spaziergang: Weil die Dortmunder es im Gegensatz zu den Bayern nicht schaffen, ihre Besten zu halten. Allein seit 2013: Götze, Lewandowski, Mkhitaryan, Gündogan, Hummels, Dembelé, Aubameyang, Pulisic. Was heißt das für die Zukunft? Der BVB kann nur dauerhaft auf Augenhöhe mit den Bayern kommen, wenn es ihm gelingt, "Unterschiedspieler" wie Sancho oder Haaland zu halten. Ich würde es ihm und der Liga wünschen – fürchte aber, dass es beide auch ins Ausland oder nach München zieht. Während sich die Bayern womöglich mit Havertz und Sané verstärken. Immerhin: Für heute Abend heißt das alles nichts. Daher freue ich mich: Showdown, please!

Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle Bestseller-Autor Ronald Reng, der Ex-Schiedsrichter und heutige Motivationscoach Babak Rafati, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-„Sportstudios“, mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolum­nisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).