30. April 2019 / 06:00 Uhr

Jochen Breyer: Darum drücke ich Klopp und Liverpool in der Champions League die Daumen

Jochen Breyer: Darum drücke ich Klopp und Liverpool in der Champions League die Daumen

Jochen Breyer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia Dortmund, 28. Spieltag am 08.04.2017 in der Allianz Arena in München (Bayern). Sokratis (l) und Marcel Schmelzer von Dortmund diskutieren nach Spielende miteinander. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Hätte es laut Breyer verdient: Jürgen Klopp. © Verwendung weltweit
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Sportjournalist Jochen Breyer blickt in der SPORTBUZZER-Kolumnen-Reihe „Fünferkette“ auf das Halbfinale in der Champions League und erklärt, warum er dem FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp die Daumen drückt.

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Selten war ich vor den Halbfinals in der Champions League so unentschlossen, wem ich die Daumen drücken soll. Die deutschen Teams haben sich ja leider schon verabschiedet. Und die vier Teams, die den Titel unter sich ausmachen werden, bringen alle eine besondere Story mit.

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Jürgen Klopp hätte es einfach endlich mal verdient, den Henkelpott in den Händen zu halten – zumal er und sein FC Liverpool trotz der bärenstarken Saison in der Premier League mit nur einer einzigen Niederlage wieder leer auszugehen drohen.

Ajax spielt den frechsten Fußball

Ajax Amsterdam wiederum würde ich den Sieg gönnen, weil es den frechsten, überraschendsten, leichtfüßigsten Fußball darbietet. Eine grandiose Rasselbande mit unendlichem Spieltrieb, die leider aufgrund des Turbokapitalismus im europäischen Fußball schon im Sommer auseinanderfallen wird – also in dieser Konstellation nur diese eine Chance hat auf den größten Titel Europas.

Alle Sieger der Champions League

Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

Lionel Messi würde ich den (erneuten) Titelgewinn wünschen, weil Lionel Messi den Titel im Grunde jedes Jahr verdient hätte (und weil mit ihm Marc-André ter Stegen gewinnen würde). Alleine wie er im Viertelfinale Manchester United quasi im Alleingang zerlegte, war einmalig. Für mich ist und bleibt er das größte Genie aller Zeiten, und jeder Fußballfan sollte sich bedanken, dass er Messis Epoche live erleben darf, statt sich in einigen Jahrzehnten Youtube-Videos von ihm anschauen zu müssen.

Tottenham ist der größte Außenseiter

Bleibt Tottenham. Normalerweise drücke ich immer dem größten Außenseiter die Daumen – das wiederum spräche für die Spurs.

So, jetzt muss ich mich entscheiden. Echt nicht einfach. Aber meine Wahl fällt auf: Jürgen Klopp. Im letzten Jahr war ich hautnah dabei, wie ihm auf bitterste Art und Weise durch die Attacke von Ramos gegen Salah und die Patzer von Karius der Titel von Real entrissen wurde. Alleine deshalb soll Kloppo im dritten Anlauf endlich feiern dürfen.

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