02. Februar 2021 / 19:14 Uhr

Jochen Breyer: Bayern-Star Thomas Müller gehört in die Nationalmannschaft

Jochen Breyer: Bayern-Star Thomas Müller gehört in die Nationalmannschaft

Jochen Breyer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für SPORTBUZZER-Kolumnist Jochen Breyer gibt es nur die Möglichkeit, mit Thomas Müller im DFB-Team fortzufahren.
Für SPORTBUZZER-Kolumnist Jochen Breyer gibt es nur die Möglichkeit, mit Thomas Müller im DFB-Team fortzufahren. © Getty Images/Montage
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Thomas Müller und die Nationalmannschaft sind seit Wochen ein omnipräsentes Thema rund um die Spiele des FC Bayern. SPORTBUZZER-Kolumnist Jochen Breyer nervt die Frage nach einem Comeback zwar auch - er findet aber, dass es auf diese Frage nur eine Antwort gibt: Müller gehört ins Team von Joachim Löw.

Wenn ich Länderspiele im ZDF moderiere, bekomme ich immer sehr viele Nachrichten von Zuschauerinnen und Zuschauern über Instagram. Sie schreiben dann, ob ihnen mein Sakko (selten polarisierend), meine Frisur (häufig polarisierend) oder meine Moderation (mal so, mal so) gefallen hat oder nicht. Ich mag dieses direkte Feedback. Besonders viele Nachrichten bekam ich im September nach einem Interview mit Joachim Löw.

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Ich hatte ihn gefragt, ob Thomas Müller nach seinen starken Leistungen nicht wieder ins Nationalteam gehöre. Die Hälfte derer, die mir daraufhin schrieben, sagten: "Gut, dass du die Frage gestellt hast, Müller muss zurück!" Die andere Hälfte fand: "Muss denn diese Frage immer sein? Das Thema nervt!"

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Ja, stimmt, es nervt. Allen voran: den Bundestrainer. Und ich kann das gut verstehen. Schon seit Monaten wird er nach jedem guten Spiel von Thomas Müller wieder nach ihm gefragt. Und weil er eigentlich nur noch gute Spiele macht, kommt Löw aus dem Beantworten der immer gleichen Frage gar nicht mehr heraus. Auch am Wochenende wieder.

Thomas Müller gehört in die Nationalmannschaft

Meine Meinung ist: Müller gehört ins Nationalteam. Erstens: aus sportlichen Gründen. Zweitens: weil er genau der Kommunikator ist, der dem Team in den letzten Spielen so massiv gefehlt hat. Drittens: weil er gute Laune in eine Mannschaft bringen kann. Der Einzige, den das ewige Thema offenbar nicht nervt, ist Müller selbst. Er schmunzelt meist, antwortet schelmisch, egal, wie häufig er gefragt wird. Im Grunde sollte man Müller also, viertens, allein schon für die launigen Interviews nach den Spielen und seine Leidensfähigkeit bei eintönigen Fragen von uns Journalisten mitnehmen. Auch in dieser Disziplin ist keiner formstärker als er.

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Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle Bestsellerautor Ronald Reng, der Ex-Schiedsrichter und heutige Motivationscoach Babak Rafati, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-„Sportstudios“, mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolum­nisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

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