02. Oktober 2019 / 11:00 Uhr

Joelle Wedemeyer: Erst Nationalspielerin, dann Stammplatz beim VfL

Joelle Wedemeyer: Erst Nationalspielerin, dann Stammplatz beim VfL

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Joelle Wedemeyer im VfL-Trikot (l.) und bei ihrem A-Länderspiel 2018 (r.)
Joelle Wedemeyer im VfL-Trikot (l.) und bei ihrem A-Länderspiel 2018 (r.) © Tim Schulze
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A-Nationalspielerin war sie schon 2018, jetzt hat Joelle Wedemeyer erstmals auch einen Stammplatz beim VfL Wolfsburg.

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Im Kader der VfL Wolfsburg gibt es viele außergewöhnliche Fußballerinnen – aber keine hatte zuletzt ein so kurioses Karriere-Auf-und-Ab wie Joelle Wedemeyer. Ohne Stammplatz in Wolfsburg wurde sie im Sommer 2018 A-Nationalspielerin. In der DFB-Auswahl, die am Samstag (14 Uhr in Aachen) zum EM-Quali-Spiel gegen die Ukraine antritt, spielt die 23-Jährige aktuell keine Rolle – dafür hat sie jetzt beim VfL einen Stammplatz, stand in sechs der bisher acht Saison-Pflichtspielen in der Startelf.

Wie kommt’s? „Sie hat eine richtig starke Vorbereitung hingelegt“, so VfL-Trainer Stephan Lerch. „Ich habe während der Vorbereitung mit jeder Spielerin gesprochen und ein Feedback gegeben, wie ich sie gesehen habe. Wir haben Vorstellungen ausgetauscht, was wir erwarten. Wir haben dann einen Weg gefunden und besprochen, der ihr einfach hilft sich zu orientieren.“

Der Weg: Aus der Innenverteidigerin wurde eine Mehrzweck-Verteidigerin, die innen, außen oder auch in einer Dreierkette spielt. Für die gebürtige Braunschweigerin, die in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend nur auf zwölf Einsätze (davon acht in der Startelf) gekommen war, eine neue Chance. „Ich glaube, dass Außenverteidigerin eine gute Position für mich ist“, so Wedemeyer, denn: „Wir sind im Zentrum schon immer sehr stark besetzt. Jetzt habe ich zwei Positionen, auf denen ich Einsatzzeit bekommen kann. Die Außenverteidigerposition passt gut zu mir. Auch von meiner Statur und Schnelligkeit her. Ich weiß aber trotzdem, dass ich auch weiter innen gesehen werde. Es ist gut für mich, flexibel zu sein. Ich spiele beide Positionen gerne.“

Frauen-Bundesliga: VfL Wolfsburg - USV Jena

Bilderbogen vom Sieg der Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg gegen Jena. Zur Galerie
Bilderbogen vom Sieg der Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg gegen Jena. © Boris Baschin
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Was ihr dabei geholfen hat: Kraftraum-Arbeit für mehr Robustheit: „Ich habe mehr im Kraftraum trainiert“, erzählt sie – wohl wissend, dass diese Saison besonders wichtig sein wird. Denn ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Ob es darüber hinaus beim VfL für sie weitergeht, lässt sie offen. Wedemeyer: „Ich würde, egal wie lange mein Vertrag läuft, immer hundert Prozent geben, ansonsten würde ich ja nicht spielen. Man wird dann sehen, was nächste Saison kommt.“

Für Lerch ist derweil klar: „Die Chancen, die sie bekommen hat, hat sie genutzt. Sie hat sich sehr stabilisiert und verbessert, was Technik und Spiel mit dem Ball, auch unter Druck, angeht. Sie hat viel investiert und es ist ein gutes Beispiel, was man dann auch erreichen kann.“

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