31. Oktober 2018 / 22:41 Uhr

Joker Werner ballert RB Leipzig mit seinem Doppelpack ins Pokal-Achtelfinale

Joker Werner ballert RB Leipzig mit seinem Doppelpack ins Pokal-Achtelfinale

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
31.10.2018, Sachsen, Leipzig: Fußball: DFB-Pokal, 2. Runde, RB Leipzig - 1899 Hoffenheim in der Red-Bull-Arena Leipzig. Leipzigs Timo Werner (M) trifft zum 1:0, links Leipzigs Lukas Klostermann und rechts Hoffenheims Andrej Kramaric. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Das 1:0 für RB Leipzig: Timo Werner schiebt artistisch eine Hereingabe von Marcel Halstenberg zur Führung ein. © dpa
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RB Leipzig hat seinen künftigen Trainer Julian Nagelsmann und die TSG Hoffenheim zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen in die Schranken gewiesen und feiert am Mittwochabend den Einzug in die dritte DFB-Pokalrunde.

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Leipzig. RB Leipzig ist dank Nationalstürmer Timo Werner zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals geglückt. Mit einem Doppelpack innerhalb von acht Minuten (48.+56.) sorgt der eingewechselte Stürmer für ungewohnte Leipziger Glückgefühle in diesem Wettbewerb und bereits früh für den 2:0 (0:0)-Endstand. Dabei ist es eine glückliche Fügung, dass der 22-Jährige zu dem Zeitpunkt schon in die Partie kommt: Jean-Kevin Augustin muss nach der Pause angeschlagen in der Kabine bleiben.

In die Vereinskasse fließt vom DFB für das Erreichen der nächsten Runde eine Prämie in Höhe von 664.000 Euro. Das Achtelfinale steigt erst am 5./6. Februar, die Auslosung für die Begegnung ist allerdings schon am Sonntagabend um 18 Uhr im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund und wird wieder in der ARD live übertragen.

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RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim (2:0) Zur Galerie
RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim (2:0) ©
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Vor 21.042 Zuschauern verliert der künftige RB-Coach Julian Nagelsmann mit Hoffenheim zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen gegen seinen Vorgänger Ralf Rangnick. Bereits in der Bundesliga unterlag die TSG den Rasenballern Ende September mit 1:2.

Vier Wechsel in der Leipziger Anfangsformation

Nach dem 0:0 am Sonntag gegen Schalke wechselt Rangnick auf vier Positionen: Lukas Klostermann, Ibrahima Konate, Kevin Kampl und Jean-Kevin Augustin rücken in die Startelf. Nagelsmann nimmt im Vergleich zum 4:0-Sieg gegen Stuttgart sechs Änderungen vor.

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(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 ©

Im Gegensatz zum Ligaspiel vor knapp fünf Wochen starten beide Teams ohne Abtasten, zeigen in der ersten Viertelstunde bei Ballgewinn ihren Offensivdrang. Dann plätschert der El Plastico vor sich hin, ist arm an Höhepunkten. Erst in der 35. Minute wird es gefährlich: Poulsen bringt den Ball in den Hoffenheimer Strafraum, Augustin hat viel Platz – doch statt abzuziehen, legt sich der Franzose den Ball noch einmal vor und lässt dem Gegner die entscheidenden Sekunden, um sich zu sortieren. Bicakcic fälscht den Schuss ins Aus ab.

Mit Regenbogenfarben im Stadion gegen Homophobie

Emil Forsberg, der seit zwei Wochen mit Leistenproblemen fehlt, sagt in der Halbzeitpause bei Stadionsprecher Tim Thoelke: „Es ist kein super Auftritt. Man sieht, dass beide Mannschaften zuletzt viele Spiele gehabt haben. Wir müssen etwas gefährlicher werden, dann schaffen wir es in der regulären Spielzeit zu gewinnen.“

Viele RB-Anhänger auf den Rängen setzen ein Zeichen gegen Homophobie aus Solidarität mit dem Fanclub Rainbowbulls, der am Sonntag im eigenen Stadion verbal von Schalke-Fans angefeindet wurde. Einige haben Plakate gebastelt, andere tragen eine bunte Armbinde, Thoelke zum roten Sakko regenbogenfarbene Karos auf den Socken.

Werner-Wechsel bringt die Wende

Der erste Wechsel beim Gastgeber direkt nach der Pause: Werner kommt im Sturm für den angeschlagenen Augustin. Es dauert keine drei Minuten, dann trifft der Nationalstürmer zum 1:0. Den gerade noch von der Aus-Linie gekratzten Ball bringt Halstenberg in die Mitte, Werner springt in Kung-Fu-Manier hinein und lässt TSG-Keeper Kobel keine Chance.

Zunächst vergibt der 22-Jährige die Möglichkeit auf den zweiten Treffer, bleibt in der Hoffenheimer Abwehr hängen. Doch nur acht Minuten nach seinem ersten Streich folgt der Zweite: Poulsen geht bei einem Konter auf der linken Seite voran, legt auf seinen Sturmkollegen quer. Werner dreht sich um die eigene Achse und schiebt die Kugel zwischen den Beinen des Hoffenheimer Torhüters zum 2:0 ein.

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Marcel Halstenberg (RB Leipzig): Wir haben sie mit der Zeit geknackt. Beim 1:0 sind wir rechts gut durchgekommen, ich nehme ihn gut mit und kriege ihn noch vor der Linie. Timo steht natürlich genau da, wo ein Stürmer stehen muss. Zur Galerie
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Wir haben sie mit der Zeit geknackt. Beim 1:0 sind wir rechts gut durchgekommen, ich nehme ihn gut mit und kriege ihn noch vor der Linie. Timo steht natürlich genau da, wo ein Stürmer stehen muss." ©

TSG-Coach Nagelsmann reicht Kerem Demirbay einen Zettel aufs Feld – ob die Gäste noch eine zündende Idee haben, um die Partie zu drehen? Weil der Hoffenheimer Mittelfeldspieler keine Hosentasche besitzt, steckt Schiedsrichter Marco Fritz das Stück Papier ein. Doch RB lässt nichts mehr anbrennen.

Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi – Klostermann, Upamecano, Konate, Halstenberg – Ilsanker, Demme – Sabitzer (89. Mukiele), Kampl (79. Laimer) – Poulsen, Augustin (46. Werner)

TSG: Kobel – Adams, Vogt, Bicakcic (66.Grifo) – Brenet, Demirbay, Schulz – Kramaric, Bittencourt (57. Nelson) – Szalai (36. Joelinton), Belfodil

Tore: 1:0 Werner (48.), 2:0 Werner (56.)

Zuschauer: 21.042

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