20. August 2022 / 08:19 Uhr

HSV-Boss Jonas Boldt erklärt seinen Platzverweis: "Werde immer meine Farben verteidigen"

HSV-Boss Jonas Boldt erklärt seinen Platzverweis: "Werde immer meine Farben verteidigen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Trainer Tim Walter (li.) versuchte, die Gemüter zu beruhigen, indem er Sportvorstand Jonas Boldt von Schiedsrichter Robert Schröder wegzog.
HSV-Trainer Tim Walter (li.) versuchte, die Gemüter zu beruhigen, indem er Sportvorstand Jonas Boldt von Schiedsrichter Robert Schröder wegzog. © IMAGO / MIS
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Drei Spieler und Sportvorstand Jonas Boldt wurden in der Partie zwischen dem Hamburger SV und Darmstadt 98 des Feldes verwiesen. Im TV erklärte der HSV-Boss im Anschluss seine Gelb-Rote-Karte und analysierte die hektischen Szenen.

Vier Platzverweise in einem Spiel: Die Zweitligapartie zwischen dem Hamburger SV und dem SV Darmstadt 98 (1:2) am Freitagabend erhitzte die Gemüter. Zunächst kassierte der Darmstädter Klaus Gjasula (59.) eine Gelb-Rote-Karte, ehe auf Seiten der Gastgeber Aaron Opoku (64.) und Ransford Königsdörffer (89.) von Schiedsrichter Robert Schröder aufgrund von Tätlichkeiten vorzeitig in die Kabine geschickt wurden. Zudem wurde der protestierende HSV-Sportvorstand Jonas Boldt mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

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"Viele Entscheidungen waren sehr hektisch", sagte Boldt im Anschluss bei Sky und räumte ein, dass auch "eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Spiel" und dem Ergebnis zu seiner Reaktion geführt habe. "Es war ein sehr emotionales Spiel. Ich habe auch Emotionen. Ich werde immer meine Farben verteidigen", befand der 40-Jährige und beteuerte: "Ich habe nichts Beleidigendes gesagt."

Insbesondere die Rote Karte gegen Torschütze Königsdörffer kurz vor Schluss hatte den Sportvorstand echauffiert: "Ich habe einfach gesagt: 'Da kannst du keine Rote Karte geben.'" Warum dieser Kommentar dann zwei Karten gegen ihn selbst zur Folge gehabt habe, wisse er auch nicht. Boldt versuchte nach dem Spiel, die Tätlichkeit des Ex-Dresdeners in den Gesamtzusammenhang zu setzen: "Vollkommen richtig, dass die Hand im Gesicht des Gegners ist, aber wir haben hier ein sehr intensives Spiel. Wir wissen, dass es Darmstadt extrem drauf anlegt. Wir haben uns selber davon total beeindrucken lassen in der ersten Halbzeit. Das war nicht gut, aber trotzdem muss man da souveräner sein. Da muss es dann auf beiden Seiten wahrscheinlich fünf, sechs Platzverweise geben."

Boldt über Opokus Fußtritt: "Da gibt es keine Entschuldigung"

Für Opokus Aktion, der nur acht Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines Fußtritts gegen Fabian Holland mit Rot vom Platz flog, zeigte Boldt indes kein Verständnis: "Das hat mit unglücklich nichts zu tun. Natürlich ist es auch wieder das Spiel der Darmstädter, da wird extrem provoziert. Aber das darf dir nicht passieren, da gibt es keine Entschuldigung." Ein grundsätzliches Problem zwischen Referee Schröder und ihm sieht Boldt derweil nicht. Der Schiedsrichter, den er normalerweise für einen sehr guten halte, sei sicherlich auch ein bisschen aufgewühlt gewesen. "War vielleicht heute - wie bei uns auch - nicht sein Tag", resümierte der HSV-Boss.

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