05. Juni 2022 / 18:48 Uhr

Defensiv stark, offensiv belebend: Warum Jonas Hofmann die rechte DFB-Seite gehört

Defensiv stark, offensiv belebend: Warum Jonas Hofmann die rechte DFB-Seite gehört

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jonas Hofmann machte gegen Italien sein zehntes Länderspiel.
Jonas Hofmann machte gegen Italien sein zehntes Länderspiel. © IMAGO/Sven Simon
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Beim durchwachsenen Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in Italien konnte mit Jonas Hofmann immerhin ein DFB-Spieler Werbung in eigener Sache betreiben. Der Joker überzeugte erneut auf der für ihn ungewohnten Rechtsverteidigerposition. 

Er war einer der wenigen Lichtblicke am Samstagabend in Bologna: Beim überaus mäßigen Auftritt der deutschen Nationalmannschaft beim 1:1 gegen Europameister Italien zeigte Jonas Hofmann nach seiner Einwechslung in der 59. Minute, warum er eigentlich in die Startelf gehört. Der Gladbacher war sofort präsent, erledigte seine Defensivaufgaben fehlerlos und war auch in der Offensive sehr auffällig. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf dem Feld, Benjamin Henrichs.

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Hofmann leitete das 1:1 durch Joshua Kimmich im Strafraum nach großem Einsatz ein, seine Flanke landete über Timo Werner dann bei dem Bayern-Abräumer. "Ein Sechser, der da zum Torabschluss kommt, das ist gut. Das ist auch eine Qualität von Jonas Hofmann, dass er den freien Mann sieht. Das hat er gut gemacht", lobte Bundestrainer Hansi Flick anschließend.

Hofmann war von vielen vor der Partie in der Startelf gesehen worden, Flick setzte aber auf den Leipziger Henrichs. Das hatte sich unter der Woche im Training bereits angedeutet, als der Bundestrainer den 25-Jährigen im Trainingsspiel auf der rechten Seite ausprobierte. Allerdings war Henrichs gegen Italien nicht immer auf der Höhe: Über seine Seite liefen viele Aktionen der Platzherren, bei denen er nicht immer ganz sattelfest wirkte. Offensivaktionen hatte er so gut wie keine.

Anders als Hofmann. Der Gladbacher belebte das DFB-Spiel und zeigte, warum er aktuell der beste Mann für diese Position ist, obwohl er im Verein eine andere Rolle ausfüllt. "Mir gefällt diese Position nach wie vor. Ich fuchse mich da mehr und mehr rein. In den bisherigen Spielen habe ich das auch ganz ordentlich gemacht", sagte Hofmann unter der Woche. Und auch am Samstagabend war sein Auftritt gelungen. Als einziger DFB-Profi bekam er vom SPORTBUZZER die Note zwei.

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Vertragsgespräche erst nach dem Urlaub

Der Abschluss einer erfreulichen Woche für den Gladbacher, an deren Ende er auch endlich wusste, wer bei der Borussia sein neuer Trainer nach der Absage von Lucien Favre wird. "Ich habe gemerkt, dass die Führung gewillt ist, eine schnelle Lösung zu finden. Das würde es für Spieler und Mitarbeiter extrem vereinfachen. Ich kann nur hoffen, dass diese Thematik schnell geklärt ist", forderte Hofmann auf der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Italien-Spiel. Seit Samstag hat er Klarheit.

Der Klub machte die Verpflichtung von Daniel Farke offiziell. Zusammengefasst: gutes Länderspiel, neuer Trainer – jetzt muss Hofmann nur noch seine Zukunft klären. Sein Vertrag endet im Sommer 2023. "Das Timing ist gerade nicht so passend. Ich möchte das nicht über das Telefon machen", erklärte Hofmann auf Nachfrage zu seiner Situation. "Erst nach der Nations League und dem Urlaub werden wir uns wieder zusammen an den Tisch setzen." Um dann über eine gemeinsame Zukunft zu reden. In der Nationalelf – und das wurde am Samstag wieder mehr als deutlich – liegt sie auf der rechten Verteidigerposition. In der Startelf.

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