07. November 2021 / 16:15 Uhr

Jonjic glänzt mit Doppelpack: Erzgebirge Aue schlägt Heidenheim

Jonjic glänzt mit Doppelpack: Erzgebirge Aue schlägt Heidenheim

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
07.11.2021, Sachsen, Aue: Fußball: 2. Bundesliga, Erzgebirge Aue - 1. FC Heidenheim, 13. Spieltag, Erzgebirgsstadion. Aues Antonio Jonjic (Nr. 9) wird nach seinem Tor zum 1:0 bejubelt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Aues Antonio Jonjic (Nr. 9) wird hier nach seinem Tor zum 1:0 bejubelt. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Bereits zum dritten Mal hintereinander geht Aue nicht als Verlierer vom Platz. Die Sachsen nähern sich so langsam der Nicht-Abstiegszone der 2. Liga.

Aue. Der gesperrte Clemens Fandrich jubelte auf der Tribüne, Pavel Dotchev bei seiner Premiere als Sportdirektor auf der Bank: Der FC Erzgebirge Aue hat seine kleine Serie ausgebaut und ist durch das 2:0 (2:0) gegen den 1. FC Heidenheim seit nunmehr drei Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga ungeschlagen. Vor 6899 Zuschauern stellte Antonio Jonjic (29./45. Minute) per Doppelpack die Weichen zum zweiten Saisonsieg. Zwar steht die Mannschaft von Teamchef Marc Hensel noch immer auf einem Abstiegsplatz, doch der Rückstand zu Relegationsrang 16 beträgt nur noch einen Punkt.

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„Die Truppe macht eine tolle Arbeit und dazu haben wir ein Umfeld, was uns jeden Tag anpeitscht“, sagte Hensel bei Sky, der sich am Freitag um eine Teilnahme am Fußballlehrerlehrgang beworben hat. „Jetzt haben wir diese Serie gespielt, aber wir mussten sie auch spielen, sonst wären wir schon abgeschlagen. Das kann also nur der Anfang sein.“

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Der am Donnerstag für sieben Monate gesperrte Fandrich, er soll im Spiel gegen Ingolstadt einen Linienrichter angespuckt haben, nahm auf der Tribüne Platz. Unten am Platz saß derweil Dotchev auf der Bank. Für den 56-Jährigen war es die Premiere als Aues Sportdirektor und erfahrene Unterstützung für Teamchef Hensel.

Schon nach sieben Minuten hätten Fandrich und Dotchev fast das erste Mal gejubelt. Nach einer Flanke von Jonjic patzte Heidenheims Verteidiger Patrick Mainka bei der Annahme und Omar Sijaric beförderte den Ball aus kurzer Entfernung mit der Fußspitze in Richtung Tor. Doch letztlich fehlte dem überraschenden Abschluss die Härte.

Doppelpack

Aue war nun sehr gut im Spiel, bestimmte das Geschehen. Jonjic eroberte an der Strafraumgrenze den Ball, legte zurück auf Nicolas Kühn (32.), doch dessen Abschluss war zu lasch und unplatziert. Also machte es Jonjic beim nächsten Mal einfach selbst. Der 22-Jährige schob den Ball von der linken Seite einfach mal auf den langen Pfosten, von wo aus er ins Tor trudelte. Zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz von Aue, doch aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels zählte der Treffer von Robert Leipertz nicht.

Doch Heidenheim drückte jetzt und Martin Männel (38.) musste gegen Leipertz' Schuss schon eine Glanzparade zeigen. Wiederum Jonjic war es, der das beste Gegenmittel fand. Bei einem Konter wurde der Angreifer wunderbar von Dimitrij Nazarov bedient und erzielte kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Linksschuss sein drittes Saisontor.


Heidenheims Trainer Frank Schmidt reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit gleich drei neue Spieler. An den Kräfteverhältnissen änderte dies zunächst wenig. So folgten schon nach 65 Minuten die letzten beiden Wechsel der Gäste. Trotzdem plätscherte das Spiel nahezu ereignislos dem Ende entgegen. Heidenheim erspielte sich keine nennenswerten Chancen und Aue spielte seine wenigen Konter nicht konsequent genug zu Ende.

Thomas Bachmann, dpa