07. Februar 2020 / 10:51 Uhr

Nach Rassismus-Eklat: Hertha-Profi Jordan Torunarigha stellt Strafanzeige

Nach Rassismus-Eklat: Hertha-Profi Jordan Torunarigha stellt Strafanzeige

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jordan Torunarigha stellt nach dem Rassismus-Vorfall im Pokal-Spiel gegen Schalke Strafanzeige gegen Unbekannt.
Jordan Torunarigha stellt nach dem Rassismus-Vorfall im Pokal-Spiel gegen Schalke Strafanzeige gegen Unbekannt. © imago images/Nordphoto
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Jordan Torunarigha hat nach den rassistischen Beleidigungen beim Pokalspiel bei Schalke 04 Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Das bestätigte Hertha BSC am Freitag.

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Jordan Torunarigha vom Bundesliga-Klub Hertha BSC leitet nach den Rassismus-Vorwürfen gegen Zuschauer im Pokalspiel bei Schalke 04 rechtliche Schritte ein. Der Spieler stelle „mit Unterstützung des Vereins Strafanzeige gegen Unbekannt“, teilte der Berliner Klub am Freitag auf Anfrage mit und bestätigte damit einen Bericht der Bild. Im Achtelfinale des DFB-Pokals am Dienstag zwischen dem Schalke und dem Verein aus der Hauptstadt (3:2 n.V.) war Torunarigha, der in der Verlängerung die Gelb-Rote Karte sah, laut eigener Aussage rassistisch beleidigt worden. Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Mittwoch eine Untersuchung ein. Die Polizei Gelsenkirchen nahm bereits Ermittlungen auf.

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Am Donnerstag hatte sich Torunarigha erstmals wieder zu Wort gemeldet. "Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen", schrieb der 22 Jahre alte frühere Junioren-Nationalspieler bei Instagram.

Große Solidarität mit Torunarigha

Sein Klub und zahlreiche Profis anderer Vereine hatten sich nach der Partie mit Torunarigha solidarisiert. Schalke hatte bekräftigt, die Aussagen des Spielers hinsichtlich "rassistischer Aussagen und Laute gegen ihn" sehr ernst zu nehmen und den Fall gemeinsam mit unter anderem der Polizei zu überprüfen. Entsetzt über den Vorfall zeigte sich auch SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge, der vom DFB ein klares Zeichen im Kampf gegen Rassismus fordert.

"Eines muss ganz klar sein: Rassismus hat bei uns nichts zu suchen – weder in den Stadien noch sonstwo in der Gesellschaft. Da hört für mich alles auf. Es ist gut und wichtig, dass der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen eingeleitet hat. Denn: Der Verband ist jetzt zu klarem Handeln verpflichtet", schreibt der Ex-Nationalspieler in seiner Kolumne.