06. Juli 2022 / 16:50 Uhr

Über ein Jahr nach Sky-Aus: Jörg Dahlmann gibt Comeback als Kommentator bei Servus TV

Über ein Jahr nach Sky-Aus: Jörg Dahlmann gibt Comeback als Kommentator bei Servus TV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jörg Dahlmann gibt sein Kommentatoren-Comeback bei Servus TV.
Jörg Dahlmann gibt sein Kommentatoren-Comeback bei "Servus TV". © IMAGO/Martin Hoffmann (Montage)
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Jörg Dahlmann kommentiert ab sofort wieder Fußballspiele. Über ein Jahr nach seiner Kündigung bei Pay-TV-Sender "Sky" wird Dahlmann nun bei "Servus TV" am Mikro sitzen. Der 63-Jährige kommentiert einige Testpartien mit deutscher Beteiligung.

In der Vorbereitung zur neuen Saison gibt ein Kult-Kommentator sein Comeback: Jörg Dahlmann kehrt über ein Jahr nach seiner Kündigung beim Pay-TV-Sender Sky zurück ins Fernsehen. Der 63-Jährige, der in seiner TV-Karriere unter anderem schon für das ZDF, Sport1 und Sat1 gearbeitet hat, ist vom österreichischen TV-Sender Servus TV als Kommentator für einige anstehende Testspiele mit deutscher Beteiligung verpflichtet worden.

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So wird Dahlmann beim Free-TV-Sender, der Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz gehört, die Partien zwischen dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg und Premier-League-Klub FC Arsenal (Freitag, 17.30 Uhr) sowie das Testspiel des türkischen Topklubs Besiktas Istanbul gegen Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen (Samstag, 16 Uhr) kommentieren. Ob Dahlmann auch bei den Partien von Borussia Dortmund (18. Juli gegen Valencia, 22. Juli gegen Villarreal) und RB Leipzig (21. Juli gegen Liverpool), die ebenfalls bei Servus TV übertragen werden, am Mikro sitzt, ist laut TV-Guide noch unklar.

Für Dahlmann bedeuten die Partien nach knapp anderthalbjähriger Auszeit das TV-Comeback: Der Kommentator war im März 2021 bei Sky gekündigt worden, nachdem er sich laut einem Unternehmenssprecher "aus unserer Sicht bei seinen Kommentaren nun mehrfach unsensibel und unpassend verhalten" habe. Kurz zuvor hatte Dahlmann für Aufregung gesorgt, weil er beim Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Erzgebirge Aue (1:1) Japan, das Heimatland von 96-Verteidiger Sei Muroya, als "Land der Sushis" bezeichnet hatte. Dieser Kommentar wurde von einigen Fans als rassistisch gewertet und sorgte für Kritik im Netz. Vor dem Sushi-Spruch sorgte der Kult-Kommentator für Aufregung, als er über Sophia Thomalla, die Freundin des damaligen Union-Berlin-Keeper Loris Karius, Aussagen getätigt hatte, die von vielen als sexistisch empfunden wurden.

Dahlmann wehrte sich wenig später gegen seine Kündigung. Dass ihm als Folge seiner Aussagen nun Rassismus attestiert werde, sei "fürchterlich, einfach schrecklich", sagte der 63-Jährige wenig später im Interview mit der Bild am Sonntag. "Ich habe das auch Sky mitgeteilt: Ich wehre mich mit Händen und Füßen dagegen und lasse das nicht auf mir sitzen. Ich lasse mich nicht in eine Rassismus-Ecke stellen", erklärte Dahlmann. Zudem warf er dem Pay-TV-Sender "puren Aktionismus" vor und attestierte den Verantwortlichen des TV-Senders "allerfeinstes Mobbing".

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