22. April 2022 / 16:43 Uhr

Jörg Frischmann: "Ich möchte eine Medaille gewinnen"

Jörg Frischmann: "Ich möchte eine Medaille gewinnen"

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Jörg Frischmann 2019 bei einem internationalen Wettkampf im russischen Smolensk. 
Jörg Frischmann 2019 bei einem internationalen Wettkampf im russischen Smolensk. © Privat/Archiv
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Sumosport: Der 40-Jährige vom Judoclub KW/Zernsdorf startet beim Roland-Cup in Brandenburg/Havel.

In der Dreifelderhalle am Wiesenweg in Brandenburg an der Havel werden am Sonnabend ab 10 Uhr Sumotori aus acht Nationen beim sechsten Internationalen Roland-Cup um Medaillen kämpfen. Zuerst beginnen die Duelle der Jugendlichen, gegen 11.30 Uhr starten dann die Gewichtsklassen ab dem Schwergewicht bis zum Leichtgewicht bei den Damen und Herren. Zum Schluss wird die Open-Gewichtsklasse durchgeführt.

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Die PSG Dynamo Brandenburg-Mitte und der Brandenburger Sumo-Verband werden Sumotori aus Aserbaidschan, Estland, Frankreich, Italien, Polen, Norwegen, Tadschikistan und aus ganz Deutschland begrüßen. Dieses Turnier wird als Vorbereitung auf die im Juli stattfindenden World Games genutzt. Aus Deutschland werden vier Damen in Birmingham/Alabama (USA) vertreten sein. Von der Weltföderation in Japan nominiert wurden Stephanie Steinmetz (Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm) und Daniela Schmidtsdorf (bis 80 Kilo). Durch die europäische Rangliste qualifiziert und vom Kontinentalverband nominiert wurden Kerstin Schmidtsdorf (bis 80 Kilo) und Anika Schulze (über 80 Kilo).

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„Von den deutschen Männern hat keiner die Qualifikation für die World Games geschafft“, informiert Jörg Frischmann vom Judoclub Königs Wusterhausen/Zernsdorf, der mit einem Doppelstartrecht auch für den SV Motor Babelsberg Kämpfe bestreitet. „Bei einem Ausfall eines Sportlers wäre ich jedoch der erste Nachrücker, aber die Chancen liegen aus meiner Sicht bei null Prozent.“ Die World Games finden alle vier Jahre statt und sind die Olympischen Spiele der nicht-olympischen Sportarten. In Alabama werden 34 Sportarten mit etwa 3600 Athleten aus über 100 Nationen vertreten sein und um 223 Medaillen kämpfen. Qualifizieren kann man sich nur über die Weltrangliste oder Weltmeisterschaft – die Weltföderation darf drei Athleten nominieren und jeder Kontinent zwei Athleten über seine Rangliste. Schon dies zeigt,wie schwer es ist, sich die Teilnehmer zu sichern, und wie stolz die PSG Dynamo sein kann, dass alle qualifizierten Deutschen aus Brandenburg an der Havel stammen. Die PSG Dynamo ist Aushängeschild für die Entwicklung des Sumosports in Deutschland.

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Frischmann war bereits WM-Dritter

In der Havelstadt möchte der 40-jährige Frischmann, der seit 2016 auch als Sumotori im Einsatz ist, endlich einmal ganz oben auf dem Treppchen landen. „Ich starte in der Gewichtsklasse bis 115 Kilogramm. Mit der Teilnahme der World-Games-Fahrer ist in Brandenburg natürlich ein richtig starkes Feld mit am Start, aber ich möchte auf jeden Fall eine Medaille gewinnen“, kündigt der in Potsdam lebende Sumotori an. Sollte es in seiner Gewichtsklasse jedoch nicht mit einem Podestplatz klappen, dann besteht noch eine zweite Chance für ihn. „Ich kämpfe in der Havelstadt auch in der Open-Klasse, wo die Konkurrenz natürlich ebenfalls richtig gut ist. Aber im Sumosport ist alles möglich, da jeder Fehler eiskalt bestraft wird. Das macht für mich den Reiz dieses Sportes aus, da auch ältere Sportler mit ihrer Erfahrung jüngere besiegen können“, so der WM-Dritte der Senioren (Ü30) von 2015.

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