15. März 2019 / 13:21 Uhr

"Hat sich toll entwickelt": Wandelt Egestorfs Jos Homeier auf Weydandts Spuren?

"Hat sich toll entwickelt": Wandelt Egestorfs Jos Homeier auf Weydandts Spuren?

David Lidón
Für Egestorfs Jos Homeier läuft es in der Saison 2018/19 richtig gut.
Für Egestorfs Jos Homeier läuft es in der Saison 2018/19 richtig gut. © Debbie Jayne Kinsey
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Jos Homeier hat den Sprung geschafft - aus der Kreisklasse in die Regionalliga. Das Kraftpaket ist beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu einer Stammkraft geworden, besticht durch seine Schnelligkeit und seinen linken Fuß. Schlägt der 21-Jährige auch am Sonntag bei St. Pauli II zu?

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Mit großen Sprüngen kenne sie sich beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder aus. Innerhalb von vier Jahren ging es für die Deisterstädter von der Landes- in die Regionalliga, in der sie am Sonntag (14 Uhr) beim FC St. Pauli II antreten. Hendrik Weydandt schaffte es dank seiner Topleistungen im Germania-Trikot innerhalb von vier Jahren von der Kreis- in die Bundesliga zu Hannover 96. Den Sergej-Bubka-Gedächtnispreis für das Überspringen von gleich vier Ligen innerhalb weniger Wochen erhält jedoch Stürmer Jos Homeier.

Seit dieser Saison bei der Ersten

Mit der Empfehlung von 51 Toren in der 1. Kreisklasse für den TSV Nettelrede wechselte er im Sommer 2017 zu den Egestorfern und erhielt im zweiten Saisonspiel der Regionalliga Nord seine Chance gegen die Reserve des Hamburger SV. Den Rest der Spielzeit sollte der Angreifer für die U23 der Calenberger in der Landesliga bestreiten, bevor er für die Saison 2018/2019 einen festen Platz im Kader der Erstvertretung erhielt. „Ich hatte anfangs Defizite im taktischen und technischen Bereich, denn ich bin ja zuvor nie von einem Coach mit Trainerschein trainiert worden“, sagt der 21-Jährige zu seinem ersten Jahr bei der Germania. „Ich wusste überhaupt nicht, wie man einen Gegenspieler richtig anläuft.“

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Durch viel Einzeltraining holte er vieles auf, bekam auch immer mehr Ruhe am Ball. „Jos hat sich im vergangenen Dreivierteljahr toll entwickelt“, sagt Trainer Paul Nieber, der ihn 2017, damals noch als Sportlicher Leiter der Egestorfer, aus Nettelrede an die Ammerke holte. Als Stärken des bulligen Stürmers zählt Nieber den Torabschluss, den starken linken Fuß und die Schnelligkeit auf. „Er arbeitet viel für die Mannschaft und kann Bälle dank seines Körpers gut behaupten“, lobt der Coach.

Vier- bis fünfmal pro Woche im Studio

Für seine Physis tut der Offensivmann einiges. „Ich habe mit 16 Jahren angefangen, ins Fitnessstudio zu gehen. Obwohl wir jetzt viermal die Woche trainieren, gehe ich zusätzlich vier- bis fünfmal wöchentlich ins Studio“, sagt Homeier. „Das macht mir Spaß, und ich brauche das auch.“ Dadurch könne sich der 1,81 Meter große Stürmer auf dem Platz viel besser durchsetzen.

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Und das zahlt sich aus: In der laufenden Saison kam er in jedem Spiel zum Einsatz, stand neunmal in der Startformation, wie vergangene Woche gegen Lupo Martini Wolfsburg, als er mit seinem dritten Saisontor den Siegtreffer zum 1:0 erzielte. Ob es für Homeier auch am Sonntag gegen Paulis Reserve gut läuft?

Engelking zurück an Bord

Die Hamburger haben sieben ihrer vergangenen neun Partien verloren, sind laut Nieber aber viel besser, als es Tabellenplatz 13 vermuten lässt. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die ordentlich Tempo macht. Ich schätze sie stark ein“, sagt Egestorfs Trainer, der auf die verletzten Robin Gaida und Marvin Schlömer verzichten muss. Markus Straten-Wolf und Marko Ilic waren unter der Woche erkältet, ihr Einsatz ist fraglich. Wieder dabei ist Torben Engelking.

Nicht zu halten: Jos Homeier (links, im Duell mit Özkan Ünsal von Preußen Hameln) schoss in der Saison 2016/17 satte 51 Tore für den TSV Nettelrede.
Nicht zu halten: Jos Homeier (links, im Duell mit Özkan Ünsal von Preußen Hameln) schoss in der Saison 2016/17 satte 51 Tore für den TSV Nettelrede. © Rico Person Fotografie

Zurück zu Homeier: Einen Vorteil im Kampf um einen Platz in der Startelf, seitdem sein „Entdecker“ Nieber das Traineramt bekleidet, sieht der 21-Jährige nicht. „Ich habe seitdem im Training sogar einen Gang hochgeschaltet“, sagt er. „Außerdem hatte ich in den letzten zwei Spielen unter Jan Zimmermann schon jeweils 90 Minuten durchgespielt.“ Es bleibe weiter umkämpft, da seine Teamkollegen in jeder Trainingseinheit alles geben „und es jeder verdient hätte, von Anfang an zu spielen“.

"Wir sind auf einem guten Weg"

Das Ziel, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern, sei ohnehin nur gemeinsam zu schaffen. „Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber weiter hart arbeiten“, sagt das Kraftpaket des 1. FC Germania.

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