13. August 2019 / 09:53 Uhr

José Luis Brown verstorben: Argentinien trauert um Weltmeister - Maradona "kann es nicht glauben"

José Luis Brown verstorben: Argentinien trauert um Weltmeister - Maradona "kann es nicht glauben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland

José Luis Brown wurde 1986 mit Argentinien Weltmeister. Im Finale gegen Deutschland schoss er sein einziges Länderspieltor.
José Luis Brown wurde 1986 mit Argentinien Weltmeister. Im Finale gegen Deutschland schoss er sein einziges Länderspieltor. © imago images / Kicker
Anzeige

Er schoss das 1:0 im WM-Finale 1986 gegen Deutschland. Nun ist Weltmeister José Luis Brown nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren in Argentinien verstorben.

Anzeige
Anzeige

Argentinien trauert um einen seiner Weltmeister: José Luis Brown, der im WM-Finale 1986 das 1:0 für die Gauchos gegen Deutschland schoss, ist im Alter von nur 62 Jahren verstorben. Der Ex-Teamkollege von Diego Maradona litt seit Jahren an Alzheimer, seit Dezember 2018 wurde er in einem Krankenhaus in La Plata gepflegt, wo er nun auch gestorben ist. Maradona äußerte sich auf Instagram: "Ich kann es immer noch nicht glauben, weil du immer ein Bulle warst. Wir werden dich sehr vermissen, Tata."

Alle Fußball-Weltmeister seit 1930 in der Galerie

Kann Deutschland 2018 seinen Titel verteidigen? Alle Weltmeister seit 1930 im großen Überblick! Zur Galerie
Kann Deutschland 2018 seinen Titel verteidigen? Alle Weltmeister seit 1930 im großen Überblick! ©
Anzeige

Der frühere Innenverteidiger sollte 1986 eigentlich nur als Ersatzmann mit zur WM nach Mexiko fahren, war nach einem Kreuzbandriss und einer Meniskusverletzung erst kurz vor dem Turnier fit geworden. Weil sich der damalige Topstar Daniel Passarella aber verletzte, rückte Brown ins Team und kam in allen sieben WM-Spielen zum Einsatz.

Den größten Moment seiner Karriere hatte der damals 29-Jährige im Endspiel gegen Deutschland, als er per Kopf das 1:0 für Argentinien erzielte. Die Partie endete 3:2 für die Südamerikaner, nach Brown trafen noch Jorge Valdano und Jorge Burruchaga für Argentinien, Karl-Heinz Rummenigge und Rudi Völler konnten aus deutscher Sicht nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Maradona trauert: "Ich kann es immer noch nicht glauben"

Auf Vereinsebene war Brown nah dran an einem "one club man" - acht Jahre lang spielte er für Estudiantes de La Plata, kam fast 300 Mal für die "Pincharratas" zum Einsatz. Später war Brown auch für Boca Juniors, Deportivo Espanol sowie nach der Weltmeisterschaft 1986 in Europa für Stade Brest und Real Murcia aktiv.

Brown gewann 2008 in Peking die Olympische Goldmedaille

Nach Ende seiner aktiven Laufbahn wurde Brown Trainer, blieb zumeist aber in der Rolle eines Assistenten. Unter anderem coachte er unter Weltmeister-Trainer Carlos Bilardo bei San Lorenzo de Almagro. Größter Erfolg seiner Trainerkarriere: Der Gewinn der Olympischen Goldmedaille 2008 in Peking als Co-Trainer von Sergio Batista, einem Teamkollegen der WM-Elf von 1986. In den letzten Jahren wurde es ruhig um Brown, der seit Jahren an einer Alzheimer-Erkrankung litt.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt