17. Januar 2020 / 14:33 Uhr

Josef Husbauer will bei Dynamo Dresden die Bälle verteilen

Josef Husbauer will bei Dynamo Dresden die Bälle verteilen

Caroline Grossmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Josef Husbauer freut sich auf das Abenteuer mit Dynamo Dresden.
Josef Husbauer freut sich auf das Abenteuer mit Dynamo Dresden. © Jochen Leimert
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Der Neuzugang von Slavia Prag möchte bei der Sportgemeinschaft seinen Status als Nationalspieler verteidigen und mit seinem neuen Club vor allem die Klasse halten.

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Wie ist der Wechsel zustande gekommen?

Husbauer: Mein Berater hat mich kontaktiert und gesagt, dass Dynamo Interesse hat. Das hat es auch noch von ein paar anderen Vereinen gegeben, aber ich fand das Interesse von Dynamo am stärksten und angenehmsten. Deswegen habe ich mich für den Verein entschieden.

Warum sind Sie von Slavia Prag weggegangen?

Slavia hat jetzt 16 Punkte Vorsprung in der Liga und sie spielen nur noch in der Liga, sonst in keinem anderen Wettbewerb mehr. Der Trainer hat entschieden, dass das halbe Jahr jetzt die jüngeren Spieler spielen sollten und hat den älteren Spielern gesagt, dass es besser wäre, wenn sie sich etwas Anderes suchen.

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Trainer Markus Kauczinski gibt Anweisungen. Zur Galerie
Trainer Markus Kauczinski gibt Anweisungen. ©

Wie weh tat es, nach so vielen Jahren von Slavia wegzugehen?

Das war natürlich nicht angenehm. Es waren vier tolle Jahre: Ich war mit Slavia zweimal Meister, zweimal Pokalsieger. Es war eine tolle Zeit, ich habe da viele Freunde, aber so ist Fußball eben. Irgendwann muss man auch mal etwas Neues machen.

Wie gut kennen Sie die zweite deutsche Liga?

Ich kenne die zweite Liga nicht wirklich, weiß aber, dass da jetzt Vereine sind, die vor ein paar Jahren Bundesliga gespielt haben. Die Qualität ist richtig hoch.

Dynamo Dresden trainiert mit Jeremejeff und steigt in die Eistonne.

Was sind Sie für ein Spielertyp und welche Stärken haben Sie?

Am meisten mag ich es, wenn ich den Ball habe, in der Mitte alles kontrollieren und die Bälle verteilen kann. Das ist das, was ich gerne mache und was ich auch kann.

Sie haben in dieser Saison schon in der Champions League gespielt. Glauben Sie, dass Sie jetzt Ihr Spiel umstellen müssen?

Umstellen muss ich mich nicht komplett. Vielleicht ein bisschen defensiver, aber ansonsten werde ich so spielen, wie ich auch das letzte Jahr gespielt habe, denn ich glaube, dass die Qualität trotzdem hoch ist und man alles geben muss. Von daher gibt es keine großartige Umstellung.

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Am Mittwoch waren die alten Kollegen von Slavia Prag beim Testspiel zu Gast. Wussten Sie das vorher?

Darüber wusste ich Bescheid. Wir hatten uns geschrieben, da wir wussten, dass wir nicht weit voneinander entfernt sind. Sie haben sich noch persönlich von mir verabschiedet.

Was hat am Ende für Dynamo Dresden gesprochen?

Das große Interesse von Dynamo. Ich habe mit dem Trainer gesprochen, was auch wichtig war. Ich würde gerne helfen, hier etwas zu schaffen – das ist meine Herausforderung. Und natürlich das Stadion, die Fans. Das hat man auch nicht überall. Zumal ich die Nähe zu meinem Zuhause habe.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Mannschaft?

Bis jetzt alles gut, ich bin zufrieden. So wie jetzt soll es weitergehen. Ich bin aber erst zwei, drei Tage hier, deswegen wird das Ganze noch ein bisschen dauern.

Josef Husbauer geht im Spiel gegen Dinamo Bukarest entschlossen zum Ball.
Josef Husbauer geht im Spiel gegen Dinamo Bukarest entschlossen zum Ball. © Jochen Leimert
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Haben Sie so eine Situation wie die, in der Dynamo jetzt steckt, schon einmal erlebt?

Nicht wirklich so, dass man in der Hinrunde zu einem Verein wechselt, der hinten ist. Aber ich war schon bei zwei Vereinen, die in einer ähnlichen Situation waren, deswegen weiß ich, worum es geht.

Hoffen Sie, dass Sie trotz des Wechsels in die zweite Liga weiterhin für die Nationalmannschaft nominiert werden?

Darüber habe ich mit dem Trainer schon gesprochen. Wir haben uns unterhalten und er meinte, es ist gar kein Problem, dass ich jetzt in der zweiten Liga bin, solange ich spiele und alles gut läuft. Da habe ich dann weiter die Möglichkeit, nominiert zu werden.

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Wer sieht es mit Ihrer familiären Situation aus?

Ich bin verheiratet, habe zwei kleine Kinder. Die Jungs sind drei und fünf Jahre alt.

Wo wird Ihr Lebensmittelpunkt sein?

Ich werde in Dresden wohnen und die Familie bleibt in Prag. Sie werden immer dann kommen, wenn Zeit dafür ist.