12. September 2021 / 19:45 Uhr

Jubelschreie bei Fabian Stapel, Frust bei Felix Dyck

Jubelschreie bei Fabian Stapel, Frust bei Felix Dyck

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Während Enzens Coach Fabian Stapel über den Sieg jubelt, ist Hagenburgs Trainer Felix Dyck bedient. © Uwe Käfker
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TuS SW Enzen besiegt Tabellenführer TSV Hagenburg, der erst nach der Pause Oberwasser bekommt. Krasser Abwehrfehler entscheidet das Spiel. Enzens Greenkeeper Wolfgang Fett sollte demnächst mal ein Tor überprüfen.

TuS SW Enzen – TSV Hagenburg 1:0.

In den Schlussminuten lief Enzens Trainer Fabian Stapel wie ein nervöser Tiger an der Seitenlinie entlang. Sein Team führte hauchdünn, die Hagenburger drückten auf den Ausgleich, vergaben einigen Chancen.

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Spätestens nach einem Lattenkracher von Rizgar Akad in Spielminute 83 war dann aber klar, dass die Enzer den Sieg trotz schlecht ausgespielter Konter wohl über die Zeit bringen würden. Der Hagenburger knallte den Ball aus der Drehung vehement ans Gebälk, Enzens Platzwart Wolfgang Fett wird in den nächsten Tagen den Zustand des Tores überprüfen müssen.

Als dann noch der eingewechselte A-Junior Louis Schuster eine Hereingabe in Rücklage fast über den Fangzaun jagte, war es um die Körpersprache des Hagenburger Trainers Felix Dyck geschehen. „Wir hätten den Ausgleich verdient gehabt“, sagte der frustrierte Coach.

Aber warum lag der Tabellenführer zur Pause überhaupt zurück? Beide Mannschaften beackerten sich im Mittelfeld. Während die Hagenburger gar nicht gefährlich wurden, kreierte der Gastgeber zumindest zeitweise Torgefahr. „Wir haben gut gespielt“, sagte Stapel.

Nach 21 Spielminuten erlaubte sich Enzens Patrick Pluta sogar den Luxus, einen Strafstoß zu verschießen. Drei Minuten später ging Marvin Kessler nach einem langen Pass allzu lässig zum Ball, der nachsetzende Leon Horstmann sprintete in die zu kurze Rückgabe zu Torwart Marc Engelmann und spitzelte den Ball am Keeper vorbei – 1:0.

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„Die Hagenburger haben sich die Körner für die zweite Halbzeit aufgehoben, hatten absolutes Oberwasser, aber wir haben es leidenschaftlich verteidigt. Es gab eine Phase, als wir die zweiten Bälle nicht bekommen haben, hatten das zum Schluss aber wieder im Griff“, sagte Stapel.


Dyck ärgerte sich dagegen über ein erneut "brutal überflüssiges" Gegentor. „Wieder fast selbst geschossen“, so der Coach, dem zehn Spiel gefehlt haben. „Das kann man irgendwann nicht mehr kompensieren, von der ersten Elf waren drei Spieler angeschlagen.“ Er freue sich über ein spielfreies Wochenende, „das haben wir absolut nötig“.

SWE: Späth, Heinz (70. Wischhöfer), Kolb (70. Messerschmidt), Horstmann (80. Thiemann), Faul, Engelhardt, Pluta, Wöbbeking, Zeckel, Köpper (62. Gottschalk), Schwarze.

TSV: Engelmann, Täger, Bruns, Salakin, Akad, Reusch, Gallus, Fieberg, Böttcher, Aust, Kessler (72. Schuster).