10. Februar 2019 / 11:40 Uhr

Jubelstürme: Tanzsportteam Göttingen gewinnt Heimturnier in der Bundesliga

Jubelstürme: Tanzsportteam Göttingen gewinnt Heimturnier in der Bundesliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundesliga-Heimturnier Tanzformation Göttingen, 09.02.2019, Göttingen. Team Göttingen tanzt und feiert. Foto: Swen Pförtner
Sie hatten allen Grund zu lachen: Die Göttinger Formation ließ vor eigenem Publikum die Konkurrenz hinter sich. © Swen Pförtner
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Zum zweiten Mal in Folge ist das Göttinger Tanzsportteam die Nummer eins bei einem Bundesliga-Turnier. Der Sieg vor dem Heimpublikum in der S-Arena war für alle Beteiligten etwas Besonderes.

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Die Sensation ist perfekt: Mit sechs Einsen tanzte das A-Team des TSC Schwarz Gold Göttingen erstmals alleine an die Spitze der 1. Liga und verwies zwei Wochen nach dem „Wunder von Bernau“ damit die Standardformationen des amtierenden Deutschen Meisters Braunschweiger TSC und des 1. TC Ludwigsburg erneut auf die Plätze.

Standing Ovations von mehr als 2000 Fans

Das mitreißende Tanzsportspektakel sorgte für ein wahres Feuerwerk der Emotionen, das mit großem Jubel, Standing Ovations und Freudentränen die mehr als 2000 Zuschauern in den Bann zog. Aber auch Schrecksekunden galt es – nach überraschenden Stürzen – bei allen drei Spitzenklubs zu überstehen. „Nach unserem Sturz dachte ich schon, es sei alles aus“, zeigte sich die Göttinger Tänzerin Luisa Uschkurat im Wechselbad der Gefühle erst völlig betroffen. „Als wir dann aber das Ergebnis gehört haben, konnten wir es alle kaum glauben. Es war ein super schöner Moment, und jetzt haben wir natürlich noch viel mehr Lust auf die kommenden Auftritte.“ Mitreißender hätte ein Ligaturnier einfach nicht sein können.

Die besten Bilder vom Heimturnier in Göttingen

Sensation beim Heimturnier: Das Tanzsportteam Göttingen feiert. Zur Galerie
Sensation beim Heimturnier: Das Tanzsportteam Göttingen feiert. © Swen Pförtner
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Mir fehlen einfach die Worte“, konnte auch Trainer Markus Zimmermann offensichtlich erst Stunden später während der Aftershow-Party so richtig realisieren, was am Abend auf dem Parkett abgelaufen war: „Wir genießen erst einmal den Moment vor diesem wirklich genialen Publikum. Es ist super, wenn sich unsere stetige Entwicklung nun auch in Ergebnissen auszahlt.“

Platz eins keine Eintagsfliege

Auch der TSC-Vorsitzende Jens Wortmann kostete den „Traum von Göttingen“ sichtlich aus: „Ich bin einfach nur stolz. Der erste Platz vor 14 Tagen in Bernau war keine Eintagsfliege.“ Rainer Bolli, der Präsident des ASC Göttingen, fand es „umreißend, was wir ausgerechnet hier bei unserem Heimturnier erlebt haben. Die Trainer um Markus Zimmermann haben es in den letzten 25 Jahren geschafft, immer wieder neue junge Menschen für den Tanzsport zu begeistern. Das ist eine hervorragende Leistung.“

Für Marc Bieler aus dem erfolgreichen Göttinger Trainerquartett „spiegelte sich jahrzehntelange Arbeit in wenigen Minuten auf der Tanzfläche komprimiert wider“. Nicht nur Teamsprecher Anton Shukov erlebte dabei einen Moment, „den keiner von uns vergessen wird“.

Choreografie noch optimiert

Und so intonierte die siegreiche Formation mitten im Riesenjubel und der ausgelassenen Freude auch noch den legendären Karnevalsschlager „Humba humba humba täterä“. „Das ist einfach nur unglaublich“, jubelte Alexander Maria Ploch, der sich von der großen Fangemeinde an seinem 28. Geburtstag mit Happy Birthday-Gesängen gebührend feiern ließ. Ein ganz besonderes Rhythmus- und Lebensgefühl vermittelte einmal mehr die bisher erfolgreichste Göttinger Choreografie „Postmodern Judebox“, mit der das gastgebende Team die Standardtänze wie Langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer und Quickstep hochmotiviert und mit viel Begeisterung vortrug.

Für die elfte Saison in der ersten Bundesliga wurde die Choreografie noch weiter optimiert, unter anderem mit überraschenden und tänzerisch sehr anspruchsvollen Richtungswechseln. Auch neue Bildentwicklungen und noch mehr musikalische Höhepunkte begleitete das Publikum mit anhaltendem Beifall. Voller Schönheit, Anmut und Charme präsentierten dabei die Damen der A-Formation ihre neuen Kleider mit den modernen Elementen wie die Hautstoffpartien, assymetrischem Schnitt sowie großen Strasspartien. Und dann auch noch mit Federn, die ja schon in den ersten Jahren der Formationen die Kleider zierten. Zwei Erstliga-Turniere stehen noch aus: Denen können die Göttinger am 23. Februar in Braunschweig und 9. März in Nürnberg völlig gelassen entgegensehen.

Von Ferdinand Jacksch

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