29. Juli 2020 / 13:52 Uhr

Judo-Experte von der Groeben: Scoccimarro wird bei Olympia dabei sein!

Judo-Experte von der Groeben: Scoccimarro wird bei Olympia dabei sein!

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
von der Groeben
Wolfsburger Judo-Stars: Der frühere Olympia-Teilnehmer des VfL Wolfsburg, Alexander von der Groeben, hält große Stücke auf Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde. © Britta Schulze (1) / IJF (1)
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Er war mal einer der bekanntesten Judoka in Deutschland, genannt der Judo-Graf: Alexander von der Groeben. Er startete für den VfL Wolfsburg, ist immer noch ein anerkannter Judo-Experte.  Über Wolfsburgs beste Judoka, Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde, sagt er: "Sie wird nächstes Jahr bei Olympia dabei sein."

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Eigentlich hätte sie jetzt gerade in Tokio sein sollen - als womöglich einzige Wolfsburgerin bei Olympia 2020. Doch Judoka Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde hat gerade Ferien, macht Urlaub "mit Training" in München. Den nicht mehr gültigen Olympia-Kalender hat sie im Blick. "Heute wäre mein Wettkampf gewesen, das ist schon ein komisches Gefühl", sagt Deutschlands Nummer 1 der 70-Kilo-Klasse. Sie verfolgt auf den sozialen Kanälen diverse Olympia-Seiten, erinnert sich. "Der vorgesehene Tag der Eröffnung der Spiele, das hat mich schon berührt. Dieses Gefühl ,da wäre ich jetzt dabei gewesen'. Corona hat es verhindert. Das tut schon weh."

"Schaue von Tag zu Tag"

Die Spiele sind auf nächstes Jahr vertagt, doch die Infektionszahlen steigen wieder. Scoccimarro sieht es mit Grausen. Großveranstaltungen wurden abgesagt, ein für September in Zagreb vorgesehener internationaler Wettkampf, der für sie infrage gekommen wäre, fällt aus. Es regiert das Prinzip Hoffnung. Hoffnung, dass Olympia 2020 im Jahr 2021 nicht auch noch ausfällt. Scoccimarro: "Ich schaue von Tag zu Tag." Immerhin: In Hannover, wo sie lebt und bei VW arbeitet, kann sie normal trainieren, in zwei Wochen gibt es im Bundesstützpunkt Kienbaum einen Lehrgang, da läuft alles normal. Und läuft alles gut, startet sie eben im kommenden Jahr bei Olympia. "Die Nominierung steht, das ist mein Stand", sagt sie. "Aber verletzt sein sollte ich nicht."

Einer der es wissen muss, traut ihr auch eine neuerliche Qualifikation zu: Alexander von der Groeben. Der Ex-VfL-Judoka moderierte im ZDF Boxabende, kommentierte bei Großveranstaltungen unter anderem Judo und war als freier Mitarbeiter schon für verschiedene Sender tätig - Schwerpunkt Judo und Kampfsport. Er kämpfte von Ende der 70er bis Anfang der 90er für den VfL, war Europameister, zweifacher Olympia-Teilnehmer, mehrfacher deutscher Einzelmeister und mit dem VfL Wolfsburg vielfacher deutscher Mannschaftsmeister. "Ich mache ja regelmäßig Zusammenfassungen von internationalen Wettkämpfen für Eurosport, ich kenne Giovanna", sagt er. "Sie ist in Deutschland die Beste in in ihrer Klasse." Die Sportlerin aus Lessien im Landkreis Gifhorn freut sich über das Lob: "Persönlich kenne ich von der Groeben noch nicht, aber ich weiß, dass er ein starker Judoka war. Und ich fühle mich sehr geehrt."

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Judo ist immer noch einer von von der Groebens Leidenschaften - die andere ist die Schauspielerei. Und das nicht nur, weil Sohn Max von der Groeben, der "Danger" aus "Fack ju Göhte", mitterweile bekannter ist als er, sondern weil auch der Papa selbst immer mal wieder als TV-Schauspieler auftritt, unter anderem eine Nebenrolle in der RTL-Soap "Alles was zählt" hat, bei der auch seine Tochter Carolin mitspielte. Aktuell steht der Ex-Judoka auf der Theaterbühne, spielte zuletzt regelmäßig in der "Komödie" in Düsseldorf, unter anderem im Stück "Pension Schöller", inszeniert von Willy-Millowitsch-Sohn Peter.