19. Februar 2021 / 12:17 Uhr

Judo-Grand-Slam: Scoccimarro verpasst in Tel Aviv das Pool-Finale

Judo-Grand-Slam: Scoccimarro verpasst in Tel Aviv das Pool-Finale

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Schnelles Wiedersehen: Giovanna Scoccimarro (r.) traf in Tel Aviv erneut auf die Italienerin Alice Bellandi.
Schnelles Wiedersehen: Giovanna Scoccimarro (r.) traf in Tel Aviv erneut auf die Italienerin Alice Bellandi. © IJF
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Zweites Turnier im Olympia-Jahr, aber nicht die erhoffte zweite Medaille für Giovanna Scoccimarro. Das Lessiener Judo-Ass, das für den MTV Vorsfelde startet, musste sich beim Grand Slam in Tel Aviv im Pool-Halbfinale geschlagen geben, hatte somit nichts mit den Podestplätzen zun tun. Zum Auftakt des Jahres hatte sie beim Masters in Doha noch Bronze gewonnen.

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In Tel Aviv war Giovanna Scoccimarro beim Grand Slam als Weltranglisten-Achte an Position sechs gesetzt. Von den Top-Kämpferinnen fehlen in Israel nur die Japanerinnen Yoko Ono und Chizuru Arai. Die Lessienerin hat auf dem Papier als stärkste Konkurrentin Margaux Pinot aus Frankreich in ihrem Pool.

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Zum Auftakt wartete die Usbekin Gulnoza Matniyazova auf die 23-Jährige. Scoccimarro diktierte das Geschehen auf der Matte fast durchweg, holte sich in der zweiten Kampfhälfte erst eine Wertung, siegte dann knapp eine Minute vor Schluss mit Ippon.

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Danach ging's gegen Alice Bellandi. Scoccimarro hatte die Italienerin erst im Januar in Doha im Golden Score besiegt, als die Lessienerin beim Masters in Katar letztlich Bronze gewann. Bundestrainer Claudiu Pusa hatte damals ihren "wunderschönen Uchi-Mata" gelobt. Gleiches tat auch die Wolfsburger Judo-Legende und TV-Experte Alexander von der Groeben ("Eine so perfekte Ausführung sieht man selten").

Doch diesmal hatte Bellandi das bessere Ende für sich. Scoccimarro ging das Duell selbstbewusst an, kassierte dann aber nach Videobeweis eine Wertung. Mit dem Vorsprung im Rücken riskierte die Italienerin nicht mehr viel, versuchte die Führung zu verwalten. Die Lessienerin warf alles in den Kampf, doch am Ende rettete sich Bellandi mit zwei Shidos über die Zeit, ein Dritter hätte Scoccimarro ins Pool-Finale gebracht. So war der Grand Slam für das Ass des MTV Vorsfelde bereits beendet.


Am 1. März geht's dann in die Wärme. Auf Lanzarote steht ein dreiwöchiger Konditionsblock für Scoccimarro und das Olympia-Team auf dem Programm.