28. August 2019 / 17:39 Uhr

Judo in Sachsen: Neuanfang mit Olympiasieger Udo Quellmalz

Judo in Sachsen: Neuanfang mit Olympiasieger Udo Quellmalz

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Udo Quellmalz, Nachwuchs-Hoffnung Lenny Burk und Trainer Hendrik Schuster bei den deutschen Junioren-Einzel-Meisterschaften 2019 in der Sporthalle in der Brüderstraße.
Udo Quellmalz, Nachwuchs-Hoffnung Lenny Burk und Trainer Hendrik Schuster bei den deutschen Junioren-Einzel-Meisterschaften 2019 in der Sporthalle in der Brüderstraße. © Christian Modla
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Der Leipziger Spitzensport verliert nach 2020 seinen Bundesstützpunkt Judo. Dies bestätigte der scheidende Olympiastützpunktleiter Winfried Nowack gegenüber dem Sportbuzzer. Im Zuge der deutschen Spitzensportreform waren die hiesigen Stützpunkte im Wasserspringen, Judo, Fechten und Ringen und zunächst nur für zwei Jahre (2019/20) bestätigt worden.

Leipzig. Im Judo sei das Aus eineinhalb Jahre vor der eigentlichen Frist beschlossene Sache. „Der Deutsche Judo-Bund wird den Bundesstützpunkt Leipzig dem DOSB nicht zur Verlängerung vorschlagen“, sagte Nowack. In allen Altersklassen sind die Leistungen, die Anzahl der Bundeskader und der EM- sowie WM-Nominierungen seit Jahren rückläufig. Zudem war in den vergangenen Jahren das komplette Trainerteam ausgetauscht worden, es fehlte zuletzt vor allem an erfahrenen Trainern. Nach Claudiu Pusa und Costel Danculea – beide wechselten nach Köln – verliert Leipzig nun auch Stützpunkttrainer Miguel Lopes, der eine DJB-Stelle in Hannover antritt.

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Laut Winfried Nowack versucht der Judo-Verband Sachsen jetzt einen Neuanfang mit dem Leipziger Olympiasieger Udo Quellmalz (52) als hauptamtlichen Sportkoordinator. „Im Judo war Leipzig viele Jahre ein wirkliches mitteldeutsches Leistungszentrum. Das muss wieder erreicht werden“, so der OSP-Chef: „Du brauchst eine starke Trainingsgruppe. Dafür muss Vertrauen aufgebaut werden. Vielleicht hilft dabei der Name Quellmalz.“ Eine Trainerstelle in Leipzig sei ausgeschrieben. An dieser wolle sich der DJB bis 2024 beteiligen. Nowack, der an diesem Donnerstag in den Ruhestand verabschiedet wird, sagte: „Ziel muss es sein, nach 2024 wieder um die Anerkennung als Bundesstützpunkt zu kämpfen. Es wird nicht einfach, die erforderlichen Bundeskader bis dahin zu entwickeln.“

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