23. März 2021 / 17:02 Uhr

Jugend-Nationalspielerin verlässt den VfB/SC Peine

Jugend-Nationalspielerin verlässt den VfB/SC Peine

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Florentine Schöffski holte wichtige Punkte für den VfB/SC Peine. Jetzt wechselt sie zum TV Refrath.
Florentine Schöffski holte wichtige Punkte für den VfB/SC Peine. Jetzt wechselt sie zum TV Refrath. © Ralf Büchler
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Badmnton-Zweitligist VfB/SC Peine verliert seine Jugendnationalspielerin: Florentine Schöffski wechselt zum TV Refrath, dessen zweite Mannschaft Staffelkonkurrent der Peiner ist.

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Gerade freute sich der VfB/SC Peine über den Zugang von Wolf-Dieter Papendorf, da muss der Badminton-Zweitligist eine Schwächung hinnehmen: Jugend-Nationalspielerin Florentine Schöffski wechselt zum TV Refrath. Die erste Mannschaft spielt in der 1. Bundesliga, die zweite Mannschaft ist Gegner des VfB/SC Peine in der 2. Bundesliga.

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Die 18-jährige Burgdorferin hatte zwar nicht alle Spiele der abgebrochenen Saison für den VfB/SC Peine mitspielen können, aber in den vier Partien, in denen sie dabei war, gewann sie alle Spiele: jeweils das Damen-Einzel und einmal auch das Doppel zusammen mit Laura Gredner. „Ihre Entscheidung ist für uns sehr schade, aber ich kann sie absolut nachvollziehen“, sagt VfB/SC-Trainer Heiner Brandes. „In Refrath könnte sie erste Bundesliga spielen, wenn dort nicht zu sehr auf Ausländer gesetzt wird. Und es handelt sich dort sozusagen um eine Art Stützpunkt, weil viele Trainer dort arbeiten, die auch für den Deutschen Badminton-Verband tätig sind.“

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Hinzu kommt die persönliche Situation: Florentine Schöffski lebt im Sportinternat in Mülheim, macht gerade ihr Abitur und könnte anschließend in Köln Sport studieren. Von Köln nach Refrath sind es nur ein paar Kilometer. „Der Wechsel ist der nächste Schritt für Flo“, sagt Brandes.

Für ihn bedeutet es, Ersatz zu suchen. Zwar verfügt der VfB/SC mit Larina Tornow, Laura Gredner und Nadine Cordes über drei spielstarke Frauen, aber: „Larina arbeitet bei der Polizei im Schichtdienst. Da wird sie nicht alle Partien spielen können.“ Und: „Wir kennen ja schon die Situation, dass sich jemand verletzt.“

Einen Ersatz für Schöffski in der Region zu finden, hält der Coach momentan nicht für realistisch. Das sei in Ballungszentren wie Berlin, Hamburg oder dem Ruhrgebiet einfacher. Aber: „Wir gucken nochmal. Wenn wir eine gute Idee haben, sagen wir nicht ’nein’.“

Von Matthias Press